"Propolis - was issn das?" Diese Frage hört man häufig, wenn man das Gespräch mal auf Propolis bringt. Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach, da ziemlich komplex. Betrachten wir also erst einmal das Material an sich. Propolis ist ein natürlich entstandenes Harz, dessen Färbung von Braun über Grün und Rot bis Schwarz reicht. Dieses Harz ist sehr hart, fest und zäh. Es wird von Bienen produziert. Die verkitten den Bienenstock damit von innen und machen ihn so zu einer Festung gegen Eindringlinge aus dem Mikrokosmos.
Propolis wirkt antibakeriell, antiviral, fungizid und anticancerogen. Der Volksmund hat ihm deswegen den Namen "Natürliches Penicillin" verpasst. Wie lange Propolis bereits volksmedizinisch verwendet wird, ist unbekannt. Bereits Hippocrates (um 370 v. Chr.) erwähnte es und die alten Ägypter nutzten es u. a. zur Einbalsamierung ihrer Toten, welche als Mumien bis heute erhalten geblieben sind. Die hohe Zeit der volksmedizinischen Anwendung in Europa lag zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert. Heute ist Propolis aus der Medizin zwar praktisch verschwunden, aber noch immer genauso wirkungsvoll wie früher.
Die Wirkstoffe des Harzes variieren extrem je nach Herkunft und Sammelzeit. Der überwiegende Teil der im Propolis-Harz enthaltenen Wirkstoffe ist unbekannt bzw. unerforscht. Propolis kann Hunderte oder Tausende verschiedener Stoffe enthalten. Fast alle davon wirken antibiotisch. Da sich die Zusammensetzung dieses Antibiotikums ständig verändert, können auch keine Resistenzen entstehen. Da sich die Zusammensetzung dieses Antibiotikums ständig verändert, ist es nicht standardisierbar und per Gesetz nicht als Medikament zugelassen.
Propolis erhält man beim Imker seines Vertrauens oder aufgereinigt als so genannte "Nahrungsergänzung" in manchen Drogerieketten. Das Rohpropolis vom Imker ist merklich wirksamer. Die Imker dürfen mit den Eigenschaften von Propolis allerdings nicht werben - wenn man das Harz haben will, dann muss man schon gezielt danach fragen.
Propolis hilft bei: Autoimmunerkrankungen (unterstützend), Darmentzündungen (Kolitis), Entzündungen, Erkältung (unterstützend), Gelenkbeschwerden, Hautkrankheiten (Akne, Abszesse, Ekzeme, Hautpilze, Herpes, Gürtelrose), Immunschwäche (unterstützend), Ischialgie, Karies, Krebs (unterstützend), Magenbeschwerden, Magengeschwüre, Paradontose, Tennisarm, Tuberkulose, Typhus (unterstützend), Verätzungen, Warzen, Wundbrand (insbesondere verursacht durch Staphylococcus aureus inklusive anderweitig unbehandelbarer, resistenter aureus spec. Varianten), Wundheilung und Zahnschmerzen - immer voraus gesetzt, dass man kein Bienengift-Allergiker ist.
Propolis wird in verschiedenen Formen eingesetzt. Hier sind einige davon:
Tinktur: Man verwendet kleine 100ml-Braunglasflaschen (z. B. ausgewaschene Medikamentenflaschen). Per Briefwaage wiegt man 12 g des zerkleinerten Harzes direkt in die Flasche ein und füllt dann mit reinem, unvergälltem Alkohol (oder ersatzweise mit Strohrum) bis etwa zu Hälfte auf. Nun gut schütteln – lange und intensiv. Es löst sich längst nicht alles, aber das macht gar nichts. Jetzt wieder etwas Alkohol hinzufügen und erneut lange und intensiv schütteln. Danach mit Alkohol bis zur 100ml-Marke auffüllen, schütteln bis der Arm abfällt und fertig. Solche Tinkturen sind – kühl gelagert – viele Jahre haltbar. Zu beachten ist, dass beim Verdünnen 55% Alkohol nicht unterschritten werden dürfen, da es andernfalls zur irreversiblen Ausfällung kommt. Eine gefällte Tinktur ist nur noch unmittelbar nach der Fällung innerlich anwendbar.
Auflage bei Blutvergiftung (Sepsis): In leichten Fällen von Sepsis hilft eine direkte Auflage von Harzbröckchen auf der Wunde bzw. auf dem Entzündungsherd (mit Pflaster befestigen, mindestens einmal täglich wechseln). Nach 3 Tagen ist die Blutvergiftung i. d. R. beseitigt. (Selbst ausprobiert, und zwar mehrfach!)
Dreimal täglich pur gegessen in einer Dosierung von jeweils ca. 300 mg (das sind 5-10 winzige Bröckchen) über einen Zeitraum von 30 Tagen hilft Propolis gegen Erkältung, Immunschwäche, Magenbeschwerden, Magengeschwüre, Darmentzündung (Kolitis), Autoimmunerkrankungen und Typhus. Im Falle von Tuberkulose und Krebs muss diese Art der Behandlung auf mindestens 10 Monate ausgedehnt werden. In Russland wurden so die Tschernobylopfer behandelt.
Die Tinktur wird äußerlich bei Entzündungen, Hautkrankheiten (Akne, Abszesse, Ekzeme, Hautpilze, Herpes, Gürtelrose), Verätzungen, Warzen, Wundbrand, zur Wundheilung, und im Mundraum bei Zahnschmerzen mittels Wattestäbchen aufgetragen, bei Bedarf mehrmals täglich. Meist reicht eine Behandlung von wenigen Tagen bis maximal 1 Woche aus. Im Falle von Zahnschmerzen lässt sich der betreffende Zahn dadurch max. 2 Tage lang betäuben, was im allgemeinen zum Aufsuchen eines Zahnarztes ausreichen sollte. Schwere Verätzungen, welche normalerweise Monate zum Ausheilen benötigen, sind nach Propolisbehandlung binnen weniger Tage verschwunden. Problematischer wird es bei Warzen – in diesem Fall muss u. U. 1 Jahr lang behandelt werden. Innerlich ist der Einsatz der Tinktur in verdünnter (frisch gefällter) Form sinnvoll bei Magenbeschwerden, Darmentzündung (Kolitis), Rachenentzündungen und Autoimmunerkrankungen. Dazu nimmt man ½ Glas Wasser und gibt 1 TL Tinktur hinein, dann umrühren und trinken, bei Bedarf mehrmals täglich. Schmeckt gräßlich.
WICHTIG: Flecke von der Tinktur sind nicht auswaschbar! Die gehen nur noch mit der Schere wieder raus! Und Edelstahl (z. B. Spülbecken oder Löffel) läuft davon an, weil sich dessen Oberfläche irreversibel verändert (wird unter dem Mikroskop deutlich sichtbar - Wahnsinn, ein tierisches Produkt, das Stahl verändert)!

