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Archiv der Einträge: 11 September, 2011
  • Im Tierheim

    "Auschwitz beginnt da, wo einer im Schlachthaus steht und denkt, es sind ja nur Tiere."
    (Theodor W. Adorno)

    Ich bin schockiert. Weil meine Tochter ein Praktikum im Tierheim ins Auge gefasst hatte, haben wir kürzlich mal eins besucht. Sollte vielleicht jeder mal machen, der oder die unbedingt meint, sich ein Tier zulegen zu müssen, ohne eine Ahnung von den Bedürfnissen des betreffenden Lebewesens zu haben. Denn das ernüchtert doch ungemein! Da war ein Kater. Halb verhungert, verletzt, halb zu Tode gefoltert. Gerade noch rechtzeitig gefunden. Wenn das Mitmenschen sein sollen, die einem Tier so etwas antun, dann kann ich mich für diese Rasse von "Herrentieren" nur schämen!

    Besagter Kater schien mit Menschen durchweg nur schlechte Erfahrungen gemacht zu haben. Er ließ sich nicht anfassen - nur zum Selbstschutz mit dicken Handschuhen - und knurrte sogar die Pfleger an. Biss um sich. Lief immer wieder weg. Aber warum lief er ausgerechnet zu mir und ließ sich streicheln? Von einem Fremden? Wovor ich übrigens ausdrücklich gewarnt worden bin ... Egal. Ich glaube, zu Tieren muss man einen besonderen Draht haben. Wer den nicht hat, sollte sich NIEMALS ein Tier anschaffen. Zugunsten des Tieres ... Denn ein Tier ist ein Lebewesen. Kein Spielzeug. BTW: Ich bremse auch für Tiere - also Abstand halten!

    hpbuttonebmon

  • Mal was ausprobiert ...

    Ich hatte gestern ja schon mal auf die Bildverfremdungs-Techniken ColorKey und OutOfFocus hingewiesen. Jetzt musste ich rein interessehalber unbedingt mal was ausprobieren. Und zwar wollte ich wissen, ob man die ColorKey-Technik kombiniert mit OutOfFocus auch für 3D-Anaglyphenbilder einsetzen kann. Es geht! Meine Vorgehensweise dabei je Teilbild:

    1. Vom Originalbild mit dem Out-of-focus-Filter von Photoscape nur das Hauptmotiv scharf stellen und alles andere mit Unschärfe versehen.
    2. Von diesem Bild eine Graustufen-Kopie machen.
    3. Mit Instant Mask das Hauptmotiv im Farbbild freistellen und abspeichern.
    4. Graustufenbild laden und darin die Farbtiefe wieder auf 16 Mio. Farben erhöhen (damit die hinterher die Einfügung in Farbe funktioniert).
    5. Freigestelltes, farbiges Hauptmotiv laden und in die Zwischenablage packen.
    6. Als neue Ebene in das Graustufenbild einfügen und passgenau montieren, abspeichern.

    Das wird - wie schon gesagt - für jedes der beiden Teilbilder gemacht. Die habe ich anschließend mit AnaglyphMaker montiert und das Ergebnis ist tatsächlich ein ColorKey-Bild in 3D. Hätte nicht gedacht, dass das funktioniert ...

    3dck

    hpbuttonebmon

  • 3D-Vollmond

    Letzte Nacht, so gegen 03:30 Uhr, leuchtete mir dieser "Scheinwerfer" am Himmel volle Granate ins Gesicht und weckte mich. Kurz: Wir hatten Vollmond. Den wollte ich eigentlich immer schon mal in 3D fotografieren. Letzte Nacht waren die Bedingungen dafür zwar nicht optimal (Wasserdampf-gesättigte Atmosphäre mit einzelnen Wolkenschleiern; in kalten, klaren Winternächten werden die Bilder schärfer), aber ich versuchte es trotzdem. Mit der Rot-Cyan-Anaglyphenbrille sieht man auf dem besten Foto aus der 14-Bilder-Serie immerhin schon mal ansatzweise die Kugelform und auch ein paar Feinheiten der Mondoberfläche.

    3DMond

    Wen's interessiert, wie ich das gemacht habe: Die Aufnahmen erfolgten allesamt "frei Hand", aber rangezoomt (Brennweite 70 mm). Belichtungszeit 1/640 Sekunde bei Blende 5 und ISO 100; also alles manuell, denn Automatiken versagen bei sowas. Die Aufnahmen wurden immer in der Reihenfolge "Linkes Teilbild - Rechtes Teilbild" gemacht ohne die Kamera neu zu justieren; Basisbreite (d. h. der Abstand zwischen beiden Teilbildern) gut 4 m. Mehr wäre zum Herausarbeiten der Kugelform vielleicht besser gewesen, aber dann wäre ich auch vom Balkon gefallen.

    Danach heute Vormittag die Bildbearbeitung. Zuerst suchte ich mir die scharfen Bilder raus. Die wurden alle nachgeschärft, weil das später beim fertigen 3D-Bild ohne Zerstörung des 3D-Effektes kaum möglich ist. Das geschah mit Photoscape. Dann folgten Ausleuchtungs-, Farb- und Kontrastkorrektur. Dazu nahm ich JPG Illuminator. Jetzt wurde sortiert: Linke Teilbilder und rechte Teilbilder. Jeweils die schärfsten und klarsten linken Teilbilder einerseits sowie die adäquaten rechten Teilbilder andererseits überlagerte ich zum Rausarbeiten der Feinheiten auf der Mondoberfläche einander mit der Astronomie-Software Giotto, so dass am Ende ein linkes und ein rechtes Summenbild dabei rauskamen. Diese beiden Summenbilder wurden dann mit AnaglyphMaker zum 3D-Anaglyphenbild zusammengefügt. Zuletzt erfolgten der Bildzuschnitt und die Skalierung mit IrfanView.

    Einerseits gefällt mir das Ergebnis - weil man den Mond schon ein kleines Bisschen als Kugel im Raum sieht - und andererseits auch wieder nicht, weil mir das Bild noch zu unscharf ist. Muss ich die Sache wohl irgendwann im Winter mal wiederholen, wenn's richtig knackig kalt ist ...

    hpbuttonebmon

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