szmmctag

Archiv der Einträge: Juni, 2012
  • Neue Sportart

    Kennt ihr die Steigerung von Mountain Biking? Das ist Rock Biking. Eine neue Risikosportart. Habe ich heute erfunden. Allerdings unfreiwillig. Das kam so: Die alte Kultstätte des Hohensteins fasziniert mich ja immer wieder, so dass ich dem ja auch schon mal eine Geschichte gewidmet hatte. Jedenfalls muss ich aus unerfindlichem Grunde so zwei- bis dreimal pro Jahr da hoch. Normalerweise mache ich das "wandernderweise". Der Aufstieg ist beschwerlich; auch dann, wenn man geübt ist. Besonders kurios sind die optischen Täuschungen. Man glaubt zu sehen, dass ein Weg bergrauf führt, doch tatsächlich führt er bergrunter. Und umgekehrt. Einbildung? Ich dachte mir, dass sich das am leichtesten mit dem Fahrrad müsste feststellen lassen. Wenn ich "bergrunter" runterschalten und trampeln muss oder "berghoch" rollen kann, dann wäre das der Beweis für die optische Täuschung.

    Deswegen spielte ich schon lange mit dem Gedanken, um das Klippenmassiv herum mal eine Radtour zu machen. Anfang letzten Jahres traf ich irgendeinen Forstbediensteten da aus der Gegend und fragte den nach Radwegen zum Umfahren des Klippenmassivs - weil meine topografische Karte nichts verzeichnete. "Ja klar geht das", war die Antwort, "die Wege sind doch alle erst neu gemacht und breit ausgebaut worden." Soweit dieser Ar * * * f * * * r² von Waldschrat! Wenn ich den in die Finger kriege! Aber das wusste ich damals ja noch nicht. Jedenfalls spukte mir der Gedanke immer und immer wieder im Kopf rum. Heute war es dann soweit (bei 25 °C im Schatten, wohlgemerkt!). Ich packte meinen Drahtesel in den Kofferraum meiner Rostlaube und fuhr die gut 30 km zum Waldparkplatz "Försterlaube" nahe Zersen/ Süntel.

    Von dort aus ging es mit dem Rad weiter. Anfangs war die Tour wirklich schön: Es ging bergrunter und lief in eine ganz sanfte Steigung aus. Am Ende der ganz sanften Steigung endete auch der asphaltierte Weg und an seine Stelle trat grober Schotter, so faust- bis kopfgroße Steine. Also echtes Mistzeug für Radfahrer! Und aus der sanften Steigung wurde eine verdammt ätzende und verdammt steile Steigung. Hinter einer Kurve - als bei mir so dachte, es müsste doch eigentlich bald mal ebenerdig weitergehen - verwandelte sich die verdammt ätzende Steigung in etwas von der Begehbarkeit einer Hauswand. Gut - es war nicht wirklich so steil wie 'ne Hauswand. Aber viel fehlte nicht. BTW: Es handelt sich beim Erscheinungsbild der Wege tatsächlich um optische Täuschungen!

    Links senkrechte Felswand nach oben und rechts senkrechte Felswand nach unten. Dazu wurde der "breit ausgebaute" Weg von höchstens einem Meter Breite schmaler und schmaler. Andere Wanderer, die da unterwegs waren, trugen Helme und schleppten Seile nebst Karabinerhaken mit sich rum. Ich hatte keine Bergsteigerausrüstung dabei - bloß ein Fahrrad. Als mir endgültig klar wurde, dass ich dem o. e. Waldschrat wohl gehörig auf den Leim gegangen war, da lohnte sich das Umkehren irgendwo aber auch nicht mehr. Also Augen auf, Adrenalinkick, Zähne zusammen gebissen und durch.

    Am Ende sind es nur schlappe 11 km geworden. Aber davon zählt jeder Kilometer mindestens fünffach! Sagt jedenfalls mein Muskelkater. Fazit: Es war da im Wald wirklich schön und das sollte man auch mal erlebt haben. Aber mit dem Rad tue ich mir das ganz bestimmt nicht nochmal an! Hier sind ein paar Fotos von der Tour - in 2D und in 3D (weil einige Motive wirklich nur in 3D "rüberkommen"). Bei den 3D-Bildern für Rot-Cyan-Anaglyphenbrille mit dem Rotfilter vor dem linken Auge.

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    3D: Meine beiden Fahrzeuge - zwanzigjährige Rostlaube und vierzehnjähriger Drahtesel. Die Rostlaube hat ungefähr doppelt soviele Kilometer runter wie der Drahtesel.

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    2D: Ich habe vom Standort aus den gelb markierten Rundweg angesteuert und bin dem dann gefolgt. Was ich übersehen hatte: Da war der Hinweis "Für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer ungeeignet". Das hätte mich eigentlich schon nachdenklich machen müssen ...

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    3D: Ein Gedenkstein für ein dreizehnjähriges Mädchen weist auf die Gefährlichkeit des Weges hin.

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    3D: Vorsicht, Steinschlag!

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    3D: Felsen! Man beachte den "gut ausgebauten" (Rad-) Weg am Fuße der Felsen.

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    3D: Irgendwie muss ich jetzt da rauf - nicht ganz einfach mit dem Fahrrad ...

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    3D: Oben angekommen und der Blick nach unten. Irgendwo da ganz tief unten war ich schon eine Weile gefahren und ahnte noch nicht, was mich erwartet.

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    3D: Blick auf "unser" AKW. Motto: "Besuchen Sie Grohnde solange es noch steht!"

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    2D: Endlich oben. Pause. Und die Entscheidung hinsichtlich des weiteren Weges, denn Schilder sind - da teuer - nur äußerst spärlich gesät. Deswegen liefen die meisten Leute da oben auch mit Geocoaching-GPS-Geräten rum. Mein GPS war die gelbe Scheibe am Himmel. Na gut, nicht nur. In der Fahrradtasche habe ich für absolute Notfälle auch noch einen Kompass. Aber den brauchte ich nicht.

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    3D: Das wäre die Abkürzung gewesen - gut 60m freier Fall. Oder aber zurück bis zur nächsten Weggabelung. Ich entschied mich für die zweite Möglichkeit. Ich wollte euch ja weder diesen Bericht noch die Fotos vorenthalten. ;)

    hpbuttonebmon

  • Vorläufige Schadensbilanz

    Meine Fresse, hat das getobt da draußen! Zuerst 29 °C im Schatten, dazu 88% rel. Luftfeuchtigkeit. Schwül bis zum Umfallen. Dann wurde es fast schlagartig Nacht. Es brach ein Unwetter los, das gut eine Stunde lang andauerte. Draußen nur noch grelle Blitze in Serie (dabei einige Einschläge in allernächster Nähe). Die Donnerschläge ließen die Fensterscheiben sowie das Geschirr im Schrank klirren. Trotz Abflüssen, Entwässerungen und Ökosteinen bildete sich auf den Hof ein mittlerer See. Es kam ein Wasserfall runter!

    Die vorläufige Schadensbilanz: Garagen vollgelaufen (habe ich schon wieder einigermaßen trocken gelegt), wenig Wasser im Stall, eine volle Regentonne (300 Liter!) hat es glatt abgehoben und ein paar Meter weiter in die Lebensbäume am Gartenanfang geworfen - zwei lange Risse; das Ding ist Schrott. Das Foliengewächshaus ist auch hin; die Folie (Gewebefolie!) hat etliche Brüche und Risse. Dabei ist das Gestell seltsamerweise noch OK.

    Noch mehr Schäden habe ich bisher allerdings zum Glück nicht gefunden; auch der Keller ist trocken und das Dach heile geblieben (war mit der Schornsteinfegerleiter oben). Auch die Elektrogeräte scheinen soweit noch zu funktionieren. Macht summa summarum rund 100 Euro an Kosten für die Schäden. Den Rest des Ortes scheint es teilweise allerdings schlimmer erwischt zu haben - vollgelaufene Keller, unbenutzbar gewordene Turnhallen usw. Es ist hier ja schon häufig dicke gekommen, aber so dicke war es seit Jahren nicht mehr! Und das nächste Gewitter kündigt sich schon an ...

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    Die Superzelle von heute Nachmittag - vom Meteosat aus gesehen.

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    hpbuttonebmon

  • Katzenperspektive

    Aus welcher Perspektive nimmt eigentlich eine Katze die Welt wahr? Das interessierte mich einfach mal und auch wenn die Nachbarn etwas sparsam geguckt haben sollten, weil ich gestern Abend mit der Kamera in der Hand auf dem Hof rumgerobbt bin, hat es sich doch gelohnt. Ungewöhnliche Situationen erfordern eben auch ungewöhnliche Maßnahmen. Als Motiv musste - wieder einmal - unser Kater herhalten. Hier sind mal drei der Fotos.

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    hpbuttonebmon

  • Emma ist gefährlich!

    Wir haben hier im Ort einen Laden für Tierfutter, der recht gut frequentiert ist, weil er so eine Art von Monopolstellung hat. Der befindet sich in einer Tempo-30-Zone. Ständig ist dort die Tür auf. Und die Ladenbesitzer bringen ihren Hund mit: Emma! Emma ist eine recht stämmig gebaute, ungefähr Schäferhund-große Mischlingshündin. Und Emma ist gefährlich! Die hat nämlich eine Eigenschaft an sich, die ...

    Lasst es mich so sagen: Als ich den 25kg-Sack Katzenstreu in den offenen Kofferraum wuchten wollte, da ging das nicht, weil Emma sich da drin schon breit gemacht hatte. Wenn die nämlich einen offenen Kofferraum sieht, dann ist sie drin. Ein andernmal hatte ich an der Kasse gerade bezahlt und stolperte noch im Umdrehen, weil Emma hinter mir lag.

    Emma legt sich nämlich grundsätzlich dort hin, wo es ihr gefällt und sagt sich: "Lass die blöden Zweibeiner doch 'nen Bogen um mich machen!" Heute auch. Sie lag mitten auf der Straße. Autos stoppten und fuhren drumherum. Radfahrer auch. Selbst ein LKW zirkulierte irgendwie drumrum und ich höre den Fahrer immer noch fluchen. Emma - das Viech ist eine laufende (oder eher liegende) Stolperfalle! :))

    hpbuttonebmon

  • Modernes Raubrittertum?

    Die GEMA - wer hat nicht schon von dieser äußerst fragwürdigen, um nicht zu sagen zweifelhaften Institution gehört ... So mancher Youtube-Nutzer kann ja ein Lied davon singen und ist gezwungen, ProxTube einzusetzen. Was ist eigentlich die GEMA? Es ist ein wirtschaftlicher Verein. Dazu die Definition von Wikipedia (Zitat): "Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) ist eine Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland (Generaldirektionen Berlin und München) die Nutzungsrechte aus dem Urheberrecht von denjenigen Komponisten, Textdichtern und Verlegern von Musikwerken vertritt, die als Mitglied in ihr organisiert sind." Seltsamer Verein - ob der jetzt endgültig abdreht?

    montgema

    In der taz stand nämlich heute der Beitrag "GEMA klagt wegen Creative-Commons-CD - Gebühren für die 'Fisch'-CD". Der Titel "Dragonfly" von texasradiofish, um den es geht, ist HIER verfügbar (zwar nicht gerade mein Geschmack, aber es geht ums Prinzip) und unter Creative Common Lizenz - also als FREIES Musikstück - veröffentlicht worden. Von einem Musikerduo, das mit "texasradiofish" ein Pseudonym verwendet, um seine Identität zu schützen.

    Das ist im Künstlersektor eine übliche Vorgehensweise, damit die Künstler privat ihre Ruhe haben. Verständlich. Atze Schröder bspw. macht das auch. Die GEMA allerdings sieht das anders. Wenn jemand seine Identität NICHT offenlegt, dann unterstellt sie, dass der Betreffende GEMA-Mitglied ist und will kassieren, ohne die wahre Identität desjenigen, der von den GEMA-Gebühren eigentlich partizipieren sollte zu kennen. Mit anderen Worten: Die GEMA vergreift sich jetzt kackfrech an Creative Commons Lizenzen. Sie zockt dann einfach nur ab, um - mangels Kenntnis des Rechteinhabers - in die eigene Tasche zu wirtschaften. Ist das nicht modernes Raubrittertum?

    hpbuttonebmon

  • Netzwerkzukunft?

    In der taz ist heute ein interessanter Beitrag unter dem Titel "Datennetz 'Commotion Wireless' - Das Anti-Zensur-Paket" erschienen. Was ist der Unterschied zwischen unserem "normalen" Internet, den Peer-To-Peer- (P2P-) Netzwerken und der Netzwerkzukunft mit der Bezeichnung "Commotion Wireless"? Im "normalen" Internet herrscht das so genannte "Client-Server-Modell" vor. Dabei stehen irgendwo Zentralrechner, also die Server, an die der Benutzer (der Client) Anfragen schickt. Vereinfacht gesagt: Wenn also bspw. eine Adresse in der Menüzeile des Browsers eingetippert wird, dann adressiert man als Client damit einen Server, der einem die aufgerufene Seite zuschickt. Um die sichere Informationsbereitstellung zu gewährleisten, existieren zahlreiche Server, von denen einer die Aufgaben des anderen übernehmen kann, wenn einer mal ausfällt.

    Dieses uns nur allzu gut bekannte System hat Vor- und Nachteile. Über die Server kann jeder Datenverkehr gezielt abgehört werden. Server lassen sich durch ein Übermaß an zeitgleichen Anfragen "abschießen" (sg. DDoS-Attacken). Wird ein Server von dritter Seite "gekapert" (gehackt), dann kann er zur Malwareschleuder umfunktioniert werden und seinerseits Viren, Spam, Trojaner etc. an die Clients verteilen. Fällt ein Server aus und nimmt die Anfrage des Clients folglich eine "Umleitung", dann "stottert" das Internet und der Seitenaufbau dauert ewig. Letzteres tritt auch bei Serverüberlastung auf.

    Anders sieht es im P2P-Netzwerk aus, denn die strikte Trennung zwischen Client und Server ist hier aufgehoben. D. h. jeder Client ist im Idealfall zugleich auch Server. Dazu ein typisches Beispiel: Wenn man eine Torrent-Software wie z. B. BitTorrent oder Vuze verwendet, um einen Film herunterzuladen, dann erfolgt der Download eben NICHT von einem Server, sondern vielmehr mehr oder weniger simultan von verschiedenen Rechnern des P2P-Netzwerkes, wobei es sich i. d. R. durchaus um Privatrechner handelt. Weil: Noch während der Film Stück für Stück heruntergeladen wird, bietet der eigene Rechner ihn in dem Maße, in dem der Film bereits vorliegt, schon anderen Rechnern an.

    Aber: Rechenleistung, Bandbreite der Netzwerkanbindung, Onlineverfügbarkeit usw. werden dabei in der Praxis zu den mitunter sehr stark begrenzenden Faktoren. Das von offizieller Seite (bspw. Musik- oder Filmindustrie) in die Welt gesetzte Gerücht, ein Film lasse sich binnen Minuten im P2P-Netzwerk herunterladen, ist real nicht haltbar. Heruntergeladen werden Puzzlestücke, die hinterher softwaremäßig zusammengefügt werden müssen. Die o. a. Torrent-Software übernimmt das. Aber bis das letzte Puzzlesteinchen endlich da ist, können in der Praxis schon mal gut und gerne zwei Wochen vergehen - je nachdem, auf welchem Rechner diese Teile liegen und wie besagter Rechner verfügbar ist.

    Deswegen ist mit den Torrents den P2P-Netzwerken ein Overlay-Netzwerk übergeordnet. Im P2P-Netzwerk gibt es keinen Zentralserver und somit auch keinen "Hauptverantwortlichen" mehr. Die Torrents (also die "Wegweiser" zu Musik, Film usw., wobei die Torrentsoftware die "Wege" automatisch verfolgt) erhält man über Torrent-Suchmaschinen wie bspw. IsoHunt, Mininova, ScrapeTorrent, The Pirate Bay, Toorgle, TorrentReactor, YouTorrent u. a. Noch einmal: Diese Suchmaschinen beinhalten NICHT das Gesuchte, sondern nur die Wegweiser dorthin! Deswegen ist hier das Abhören sehr viel schwieriger bis unmöglich und wenn irgendwelche Organe auf vermeintliche "Piratenjagd" gehen, dann greifen sie sich wahllos irgendwen aus der Masse der Nutzer heraus. Den lassen sie dann die ganze Härte rechtlicher Maßnahmen spüren und setzen dabei auf Abschreckung. Sie statuieren ein Exempel. Mit einer Verhältnismäßigkeit der Mittel hat das gar nichts mehr zu tun; hier regiert einzig das Recht des Stärkeren.

    Neu an der Netzwerkzukunft "Commotion Wireless" sind jetzt zwei Punkte: Einerseits wird auf das in P2P-Netzen übliche Overlay-Netzwerk verzichtet und andererseits ist das Netzwerk nicht mehr nur auf Computer beschränkt. Auch Smartphones u. a. WiFi- bzw. WLAN-Geräte werden integriert, so dass wirklich niemand mehr sagen kann, welchen Weg eine Information vom Absender bis zum Empfänger nimmt. Abhören u. ä. wäre damit de facto nicht mehr möglich. Begrüßenswert ... - aber ob es wirklich komplett realisiert werden wird?

    hpbuttonebmon

  • Sch...-Tag!

    Irgendwie war das ja heute ein ziemlicher Sch...-Tag! Auf der Arbeit beim Reinigen der Maschine Schmelzkleber über die Flossen gekriegt - sind ja nur 180 °C, da darf man sich nicht so anstellen - und dann später ein kleiner Spaziergang, nur so zur Entspannung. Draußen in den Feldern. Kommt mir 'ne Passantin entgegen mit 'nem Berner Sennhund an der Leine. Nicht unbedingt gerade die kleinste Hunderasse.

    "Guten Tag, guten Weg", geht an mir vorbei, abgehakt, erledigt - denkste! Plötzlich macht die Töle kehrt, geht mit gefletschten Zähnen und verdrehten Augen an mir hoch und versucht, mich zu fressen! Mistviech! Ich habe das Biest so angebrüllt, dass es einen dreifachen Salto rückwärts gemacht hat. Danach gab's Haue von Frauchen. Für Hundchen, nicht für mich ;). Ist aber nichts weiter passiert, bloß die Jacke vollgesabbert. Frauchen entschuldigte sich tausendmal, der habe das noch nie gemacht usw. Ich antwortete: "Manchmal kriegen die Viecher eben 'nen Rappel." Daraufhin sie: "Ich kriege auch gleich einen ..." Lässt aber ziemliche Rückschlüsse auf Frauchen's Methoden der Hundeerziehung zu ... (Ich denke, nachdem ich selbst über 25 Jahre lang Hunde gehabt habe, kann ich mir ein Urteil darüber erlauben!)

    Zwischendurch noch ein Anruf von RTL. Die wollen mich für eine Sendung über Synästhesie haben. Selbstverständlich ohne Entlohnung, denn das ist ein kommerzieller Sender. Nun steht RTL nicht gerade für sachlich-ausgewogene und intellektuell anspruchsvolle Berichterstattung, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Nach einiger Überlegung habe ich dennoch zugestimmt. Vielleicht hebt das ja das Niveau des Senders. Schließlich hat mich auf dem Rückweg vom Einkaufen - mit dem Fahrrad - noch ein Autofahrer versucht, platt zu machen, indem er mir die Vorfahrt nahm. Das wiederum erinnerte mich an Heinz Erhardt und an dessen Film "Natürlich die Autofahrer" ... Man kann irgendwie nämlich jeder Situation noch was Humoristisches abgewinnen! Also nichts weiter als der ganz alltägliche Wahnsinn!

    hpbuttonebmon

  • Nabel der Welt

    Es handelt sich unbestritten um eine großartige und anerkennenswerte Leistung, wenn ein Kaufmann oder ein Techniker oder wer auch immer eine Geschäftsidee hat und auf dieser Basis ein Unternehmen aufbaut. Es ist eine noch viel größere Leistung, wenn besagtes Unternehmen auch Bestand hat und nicht gleich wieder in der Versenkung verschwindet. Das bestätigt nämlich die Idee des Firmengründers. Doch exakt an diesem Punkt beginnen auch die Probleme. Der Firmengründer ist zum Arbeitgeber geworden. Er hat gelernt, mit Geld umzugehen und die Märkte zu beobachten. Er hat viele Leute in Lohn und Brot. Nur eins hat er nicht gelernt: Mit den Menschen umzugehen. Und da liegt der Hase im Pfeffer.

    Sicher, es mag Firmenchefs geben, denen die Menschenführung angeboren ist. Aber bei vielen ist das eben nicht so. Aber der Arbeitgeber hat immerhin Arbeitsplätze geschaffen und wird deswegen von anderen seiner sozialen Schicht hofiert, bis er sich für den Nabel der Welt hält. Das bestärkt ihn in der Ansicht, dass alles, was er befiehlt, automatisch auch richtig ist. Die Sicht für die Realität geht dabei mitunter verloren; die Angestellten werden - austauschbar wie sie nun einmal sind - als "Verlängerung der Maschinen" und als reine Kostenfaktoren angesehen. Dabei läuft keine Maschine ohne menschliche Bedienung. Eigentlich müssten die arbeitenden Menschen folglich zu den Aktiva gerechnet werden und eine Fürsorge, wie man sie den Maschinen angedeihen lässt, erfahren. Doch das ist nicht der Fall.

    Inhumane Arbeitsbedingungen sind die unausweichliche Folge. Kann jemand bspw. endlose, nervtötende und menschenunwürdige Monotonie nicht mehr ertragen, dann wird er kurzerhand als "arbeitsunwillig" abgestempelt und ggf. sogar ersetzt. Das nimmt den Menschen jegliche Perspektive. Es gibt keine Motivation mehr - und ohne Motivation kein Engagement. Ohne Engagement aber sinkt die Produktivität, steuert das Unternehmen über kurz oder lang auf die Insolvenz zu. Schuld sind dann natürlich die "unfähigen" Arbeitnehmer und nicht etwa der "Nabel der Welt". So etwas trifft nicht nur den Mittelstand. Auch große Unternehmen können pleite gehen, wie die Beispiele Schlecker oder Quelle-Schickedanz belegen.

    Direktiven a la "wir haben das schon immer so gemacht" und zu reinen Arbeitnehmer-Verbotslisten mutierte GMP-Vorgaben dienen einzig dem Festigen von Hierarchien und töten jeden kreativen Ansatz schon im Keim ab. So mancher Arbeitnehmer, der ja tagtäglich unmittelbar vor Ort sieht, wie etwas nicht korrekt läuft und der durchaus ganz konkrete Vorstellungen davon hat, wie die Situation zu verbessern ist, hält vorsorglich den Mund - um nur nicht aufzufallen und weil seine Vorschläge vom "Nabel der Welt" ja doch nicht berücksichtigt werden. Realisiert hingegen die Konkurrenz solche Verbesserungen, dann gelten die urplötzlich als das Ei des Kolumbus. So etwas demotiviert natürlich.

    Die Unternehmen bringen sich auf diese Weise selbst um die zum Überleben notwendigen Innovationen. Hierarchien funktionieren wie Faultürme: Die dicksten Brocken steigen nach oben und was unten an Gülle reingefüttert wird, das kommt oben als reinstes Wasser an. Dazwischen stellen drittklassige Chefs nur fünftklassige Untergebene ein, weil die ihnen nicht gefährlich werden können. Bis die Führungsetage bemerkt, dass irgend etwas nicht stimmt, vergeht Zeit. Viel Zeit. Zeit ist Geld. Viel Geld, das dem Unternehmen verloren geht. Dabei sind es gerade die Leute ganz unten, die zwangsläufig ein äußerst feines Gespür für alles das, was verbesserungswürdig ist, entwickeln müssen. Das funktioniert wie ein Heringsschwarm: Nur die Fische ganz außen bemerken zuerst den Hai - und sie reagieren. Die geschützten Fische in der Mitte folgen der Reaktion und das rettet den Schwarm.

    Die Hierarchie hingegen verhindert genau das. Wenn eine Geschäftsleitung bemerkt, dass etwas nicht in Ordnung ist, dann ist es i. d. R. bereits zu spät. Weil man die Leute ganz unten als "Maschinenkomponenten" und als "Kostenfaktoren" angesehen hat. Die hätten nämlich frühzeitig auf Probleme aufmerksam machen können. Aber das ist eine andere soziale Schicht - das sind die "unteren Chargen" - und da steht der Herr Unternehmer ja drüber. Dabei handelt es sich bei ihm genauso wie bei seinen Leuten um Menschen. Etwas mehr Humanität in der Arbeitswelt wäre daher angebrachter, als das Beharren auf sinnlosen Vorschriften, weil das "schon immer so gemacht worden ist" oder weil "der Chef das so befohlen hat". Es gibt nämlich sinnvolle und sinnlose Vorschriften. Die Sinnlosen sind dazu da, übertreten zu werden.

    Manchem Unternehmer stünde es daher gut zu Gesicht, auch mal etwas praktische Psychologie in seiner Firma zu praktizieren - Psychologie, die über "Professor Prügelpeitsch" und über die Methoden ausgesprochen schlechter Hundeerziehung hinaus geht. Erfolgreicher Handel und erfolgreiche Technik sind nämlich nicht gleichzeitig auch die Befähigung zur Menschenführung. Allerdings ist es selbstverständlich wesentlich einfacher, sozial Schwächere "arbeitsscheu" zu nennen als mal die eigenen Führungsqualitäten infrage zu stellen. Bei manchen Chefs stellt man die ja nicht einmal zur Diskussion! Und so lange das so weiter läuft, werden uns wohl auch Pleiten wie die von Schlecker und Quelle erhalten bleiben ... - und gewisse Wirtschaftsminister, deren Aufgabe m. E. auch darin besteht, für humane Arbeitsverhältnisse zu sorgen, stattdessen nach "Anschlussverwendungen" für die ohne eigenes Verschulden Entlassenen suchen. Der Mensch wird dann nicht mehr als Mensch betrachtet ...

    hpbuttonebmon

  • Zum 70. Geburtstag!

    Er wählt links. Er ist observiert worden. Er mag die BILD-Zeitung nicht. Er glaubt an die Marxistische Klassentheorie. Er sagt seine Meinung und macht sich damit unbeliebt - seit 70 Jahren. Er hat am gleichen Tag wie ich Geburtstag und ist wohl der einzige, wirkliche Volkssänger Deutschlands. Er ist einfach nur unverstellt, authenisch, echt! Er ist er selbst jemand mit Meinung und Charakter. Selten heutzutage ... Die Rede ist - wie könnte es auch anders sein - von Hannes Wader. Im Deutschlandradio Kultur hat er zu seinem 70. Geburtstag ein Telefoninterview gegeben. Hier mal Kultur für alle - Konstantin Wecker und Hannes Wader mit "Sage Nein!"

    hpbuttonebmon

  • Mal was ausprobiert ...

    Regentag. Schreibarbeiten erledigt. Und was sonst noch so im Haus anlag. Dabei hatte ich eine Idee ... Und zwar verfüge ich ja über einen Tubus für meine Kamera. Eigentlich ist der für das Vorsetzen von (Stern-, Grau- und Zirkular-Pol-) Filtern bestimmt und das funktioniert auch sehr gut. Den Tubus gibt's für die Bridge ebenso wie für einfache Digiknipsen - nur eben nicht für jedes Kameramodell.

    Dann habe ich da aber auch noch - mittlerweile eher unbenutzt bzw. nur noch sehr selten benutzt - ein handliches Mittelgebirge an Wechselobjektiven von meiner alten KB-SLR-Ausrüstung, also aus der Prä-Digiknipsen-Ära. Was wäre, wenn man so ein Objektiv per Tubus vor die Digitalkamera setzt? Ging nicht - ich hatte keine passenden Adapter. Und Adapter sind teuer. Also Plan B. Da gab es nämlich noch die Nahlinsen aus längst vergangenen Zeiten - mit 2 Dioptrien und mit 10 Dioptrien. Und dafür hatte ich passende Adapter. Um's kurz zu machen: Mit der 2-Dioptrien-Linse ging gar nichts. Mit der 10er hingegen schon ...

    smakro
    Quick-And-Dirty-Freihand-Aufnahme im Supermakro-Modus: Mehr ist aus meiner Fujifilm Finepix S1500 nicht rauszuholen.

    linse
    Gleiches Motiv, aber mit vorgesetzter 10-Dioptrien-Linse: Eine (starke) "Brille" für die Kamera, die dadurch zum Mikroskop wird.

    Also - für alle, die sowas auch noch irgendwo rumliegen haben und die das nachmachen wollen: Per Adapterring verbindet man eine 10-Dioptrien-Makrolinse mit einem Kameratubus und stülpt den über das Objektiv. Jetzt die Kamera irgendwo drauf legen und auf das Motiv ausrichten (fummelig!). Makromodus einschalten, denn Normalmodus und Supermakromodus sind ungeeignet. Fokussieren und gucken, ob die Schärfe i. O. ist, dazu ggf. die Kamera noch etwas verschieben und erneut fokussieren. Wenn alles passt: Knipsen!

    Die Randunschärfe bei dem Foto mit der 10-Dioptrien-Linse wird übrigens durch die Linse selbst verursacht; ich kenne das noch von früher her. Jedenfalls ist das eine simple - und je nachdem, was aus längst vergangenen Zeiten noch rumliegt, vielleicht auch preiswerte - Möglichkeit, um die Digiknipse zum Mikroskop umzubauen. Die Vergrößerung kann ich allerdings nur schätzen. Mehr als zehnfach ist's aber allemal. Ich würde mal vorsichtig auf irgendwo bei 20fach tippen ...

    hpbuttonebmon

  • Heute Morgen ...

    Heute Morgen der Blick aus dem Fenster: Dicke, schwere, graue Wolken. Aber trocken - noch! Der Blick auf den Regionalwetterbericht: Angesagt wird Dauerregen. Hmmm... jaa... Trotzdem! Ab in den Wald. Und wenn es nur ein klitzekleiner Spaziergang von gerade mal schlappen zehn Kilometern ist. Die Kamera habe ich natürlich mitgenommen. Teils wurden es 2D- und teils 3D-Aufnahmen. Für die 3D-Fotos wird wieder die Anaglyphenbrille mit dem Rotfilter vor dem linken Auge benötigt. Ach ja - und exakt mit dem Fallen der ersten Tropfen war ich wieder zuhause!

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    3D: Herbstzeit ist Pilzzeit! Ähem... - ist denn schon wieder Herbst?

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    3D: Durch diese hohle Gasse muss er kommen ...

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    3D: Manche Motive offenbaren ihren Reiz eigentlich nur in 3D und erfordern die eine oder andere Klettertour zum Ablichten.

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    2D: Wenn das Tele der Kamera nicht ausreicht, dann muss man sich eben näher an die Viecher ranpirschen!

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    2D: Stilleben in Schilf.

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    2D: Keine Ahnung, was das ist - irgendein Alien ...

    hpbuttonebmon

  • Danke!

    Ich bedanke mich auf diesem Wege bei allen, die mir zum Geburtstag gratuliert haben. Das ist nämlich einfacher, als jede Mail oder PN einzeln zu beantworten. Vor allem aber kostet es sehr viel weniger Zeit.

    In this way I want to thank to all of you who sent best wishes to my birthday. This is much more easier than giving a reply to each mail or PN. In fact it needs less time.

    Und, weil's an dieser Stelle auch irgendwie gerade passt:

    @Jobcentermitarbeiter: Bitte lest in diesem Blog NICHT weiter! Weil: Mit nunmehr 54 Jahren zähle ich zur Altersgruppe 40+, die nach euren Ansichten "zu alt zum Arbeiten", "mental nicht mehr leistungsfähig genug" und (da Berufsabschlüsse zwangsläufig schon eine Weile zurück liegen) "unqualifiziert" ist. Ich möchte euer durch und durch verzerrtes Weltbild KEINESFALLS kaputt machen! Das aber könnte geschehen, wenn ihr hier weiterlest. Also pflegt bitte weiter eure liebgewonnenen und von oben vorgeschriebenen Vorurteile und klickt Seiten an, die diese Vorurteile fördern. Damit ihr danach nicht lange suchen müsst, stelle ich euch sogar noch drei diesbezügliche Links zur Verfügung. Klickt also bitte HIER oder HIER oder HIER. Vielen Dank!

    hpbuttonebmon

  • Vor rund einem Jahr ...

    Vor rund einem Jahr erschien der Staatenbericht der UN, in dem die Völkerrechtsorganisation mit der sozialen Lage in Deutschland hart ins Gericht ging - der Bericht über den deutschen Sozialstaat wirkte desaströs. Wörtlich hieß es seinerzeit (Zitat):

    19. Der Ausschuss stellt mit Besorgnis fest, dass Regelungen im Rahmen der Arbeitslosen- und Sozialhilfe des Vertragsstaates - einschließlich der Verpflichtung für Empfänger von Arbeitslosengeld, "jede zumutbare Arbeit" anzunehmen, was in der Praxis fast als jede Arbeit interpretiert werden kann - sowie der Einsatz von Langzeitarbeitslosen zu unbezahlter gemeinnütziger Arbeit, zu Vertragsverletzungen in Art. 6 und 7 führen könnten. (Art. 6, 7 und 9)

    Der Ausschuss fordert den Vertragsstaat dazu auf, sicherzustellen, dass seine Systeme zur Arbeitslosenhilfe die Rechte des Individuums zur freien Annahme einer Beschäftigung seiner oder ihrer Wahl ebenso wie das Recht auf angemessene Entlohnung respektiert.

    :

    21. Gleichwohl das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Wahrung der Verfassungsmäßigkeit der Berechnungsmethode des Existenzminimums zur Kenntnis genommen wird, ist der Ausschuss weiterhin besorgt, dass diese Methode keinen angemessenen Lebensstandard für die Begünstigten sicherstellt. Darüber hinaus ist der Ausschuss besorgt, dass die Höhe der Sozialleistungen für Kinder sehr gering ist, so dass etwa 2,5 Millionen Kinder im Vertragsstaat unter der Armutsgrenze bleiben.

    Dann werden noch verschiedene andere "Kleinigkeiten" bemängelt - so die fehlenden Kita-Plätze, die nur Reichen nützende Entwicklungshilfe getreu dem Motto "Entwicklungshilfe ist, wenn man den armen Leuten in einem reichen Land was wegnimmt, um es den reichen Leuten in einem armen Land zu geben", die Schlechterstellung von Behinderten, die extrem hohe (und durch Lohndumping bedingte) Armutsquote, die menschenunwürdige Situation vieler älterer Menschen, die Herkunftspädagogik mit der vielen Kindern die Zukunft geraubt wird, das Mauern unserer ReGIERung hinsichtlich ungefälschter Zahlen usw.

    Würde man in diesem Bericht das Wort "Deutschland" bspw. durch "China" ersetzen, dann wäre ja alles sonnenklar. Aber "China" steht da blöderweise nicht. Na gut - das ist jetzt schon ein volles Jahr her. Immerhin ein Viertel einer Legislaturperiode. Also Zeit genug für unsere so genannten "Volksvertreter", um die Dinge zum Besseren zu wenden. Und wenn man die in Funk und Fernsehen so labern reden hört, dann tun die das ja auch. Ständig, bis zur Erschöpfung. Allein - mir fällt auch bei intensivem Nachdenken kein konkretes Beispiel ein. Ich sehe immer nur leere Sitze im Bundestag und höre heiße Luft von Aussitzern, die ein leistungsloses Grundeinkommen in fürstlicher Höhe beziehen. Mag aber auch sein, dass ich mich täusche. Also helft mir doch bitte mal auf die Sprünge. Lest euch mal diesen ein Jahr alten UN-Bericht durch und nennt mir zur Ehrenrettung unserer ReGIERung ganz konkrete Beispiele, in denen sich etwas wirklich verbessert hat. Bitteeeeee.... :>

    hpbuttonebmon

  • Kurztest Kindle 4

    Ja, ich weiß, dass der Kindle 4 ein Auslaufmodell ist - aber mit den Grabbel- und Grapsch-Bildschirmen, vornehm "Touchscreen" genannt, kann ich mich nunmal nicht wirklich anfreunden. Außerdem ist der Kindle 4 mit Tastenbedienung wesentlich preiswerter als die technisch ausgefeilteren eBook Reader und man kann damit auch nichts anderes machen als mit den teuren Modellen - nämlich Bücher lesen.

    Also, wie kam's? Ich hatte mir mein Meteorit-Netbook zum eBook Reader umgefummelt. Das Ding hat einen typischen LCD-Bildschirm. Der ist beleuchtet. Lange kann man damit nicht Lesen. So ungefähr zehn Minuten und dann geht's tierisch auf die Augen. Blieb noch die andere Variante, nämlich die eInk-Technologie. Hatte ich bei einer Bekannten schon mal gesehen. Sieht so ähnlich wie bedrucktes Papier aus und ermöglicht langes, ermüdungsfreies und augenfreundliches Lesen. Deswegen kam schon mal nur die eInk-Technik infrage. Und dann spielte der Preis die entscheidende Rolle, denn mehr als einen Hunni wollte ich auf gar keinen Fall ausgeben. Ferner musste unbedingt das eBook-PDF-Format perfekt unterstützt werden, weil ich viele eBooks als PDF bereits habe. Und so fiel die Entscheidung nach reiflichem Vergleich diverser technischer Daten auf den Kindle. Allerdings habe ich mir diese Entscheidung auch nicht gerade leicht gemacht, weil der Kindle immer mit einer Bindung an Amazon verbunden ist. Auf der anderen Seite hat eben dieser Händler praktisch täglich Gratis-eBooks im Angebot. Ergo bestellte ich mir so ein Teil.

    Die Lieferung erfolgte überraschend schnell; schneller als das normalerweise der Fall ist. Auspacken und erster Eindruck: Das Ding ist klein und leicht (gerade mal 170g) und passt in die meisten Jackentaschen. Aber der einzige Schutz für den Bildschirm besteht aus einer Displayfolie und d. h. das Display dürfte ziemlich schnell verkratzt werden. Ähnliches hatte ich allerdings bereits erwartet und mir deswegen gleich noch eine Schutzhülle mitbestellt. Weil die notwendig ist. Ohne geht's nämlich nicht. Ein Blick auf die Bedienungsanleitung - ein schlechter Witz, denn da wird de facto nur der Hinweis gegeben, dass ein komplettes Handbuch nach dem Einschalten und "Personalisieren" bei Amazon auf dem Gerät zur Verfügung steht. Hat man diese Hürde aber erst einmal genommen, dann braucht man die Bedienungsanleitung eigentlich schon nicht mehr. Nett, bloß - wie schaltet man das Ding jetzt eigentlich ein? Nach einigem Suchen fand ich einen ganz versteckt an der unteren Schmalseite neben dem USB-Anschluss angebrachten, winzigen Knopf, der zu drücken war.

    Der Reader erwachte zum Leben und informierte mich dahingehend, dass ein "Personalisieren" (kann man auch "Aktivieren" oder "Freischalten" nennen, was die Sache wohl eher trifft) bei Amazon vonnöten wäre. Dazu musste das WLAN eingerichtet werden. Der Kindle Reader weist unter dem Bildschirm Cursortasten ähnlich denen eines Handys auf. Links davon befindet sich eine Tastatur-Taste, mit deren Hilfe eine Tastatur auf dem Bildschirm abgebildet wird. Anhand der Cursortasten lässt die sich bedienen. Das Ganze hat ziemliche Ähnlichkeit mit dem Tippen einer SMS und geht problemlos vonstatten. Auf diese Weise konnte ich - bei idiotensicherer Menüführung - den Reader schnell mit meinem verschlüsselten WLAN verbinden und so den absolut unverzichtbaren "Anruf" bei Amazon tätigen. Das lief alles vollkommen reibungslos ab (weil Amazon ja von der Bestellung her bereits alle Kundendaten hatte) und danach stand mir das Gerät uneingeschränkt zur Verfügung.

    Der Nachteil der Personalisierung tritt dann zutage, wenn man so ein Gerät verschenken will. Das ist eigentlich nicht vorgesehen und verkompliziert die Sache. Da müsste man schon im Namen des Empfängers einen Amazon-Account anlegen oder den vorhandenen Account des Empfängers verwenden oder aber man weicht auf einen Gutschein aus. Nicht gut. Wichtig daher: Der Kindle ist nur von registrierten Amazon-Kunden nutzbar!

    Aber weiter. Das USB-Kabel wird mitgeliefert. Schließt man den Kindle an den PC an, dann wird er vom Windows problemlos als Flash/USB-Laufwerk erkannt. Linux (Ubuntu) erkennt ihn auch, bezeichnet ihn aber sinnigerweise als "Audioplayer". Egal - das ist bestenfalls ein durchaus zu verschmerzender Schönheitsfehler. Wichtig ist hier lediglich die Tatsache, dass der Kindle auch unter Linux läuft. Nach dem Anschluss per USB wird das Gerät einerseits geladen (der Akku soll mit WLAN bei täglich einer halben Stunde an Benutzung etwa drei Wochen lang und ohne WLAN eine Woche länger halten - allerdings lese ich mit dem Ding merklich länger) und andererseits öffnet sich auf dem Rechner das Fenster mit den Inhalten.

    kindlefenster
    Das Bildschirmfenster des Kindle nach dem Verbinden mit einem PC.

    Von Interesse ist hier der Ordner "documents". Dort hinein lassen sich PDF-eBooks kopieren; auch werden Amazon-Downloads dort abgelegt. Damit ist "documents" der Ordner für die rund 1.400 eBooks (entsprechend 1,25 GB Speicherplatz für Nutzerinhalte), die das Gerät fassen kann. Bei den PDFs ist das einfach: Man kopiert sie einfach drauf und PDF-eBooks, die mit PDF4eBook erstellt oder aber von Hand entsprechend konvertiert worden sind, werden auch perfekt angezeigt. Liest man in so einem eBook, dann legt der Reader (auch im document-Ordner) noch eine PDR-Datei an, in der festgehalten wird, wo man stehengeblieben ist.

    Bei Amazon-Gratis-Angeboten (oder gekauften eBooks) kommt das eBook per WLAN auf den Reader. Es besteht zunächst aus zwei Dateien, nämlich mit den Endungen AZW (dem eigentlichen eBook) und EA (hat irgendwas mit der DRM-Verschlüsselung zu tun). Ich habe es mir nicht nehmen lassen, beide Dateitypen mal mit einem Hex-Editor zu untersuchen: Das sind verschlüsselte Dateien im Binärformat. Das steht einer Konvertierung entgegen. Calibre bspw. erkennt so ein Kindle-eBook zwar durchaus, scheitert aber am DRM und kann es nicht anzeigen. Beim Lesen derartiger eBooks kommen später noch Dateien mit den Endungen MBP, PHL und APNX hinzu. Ich vermute, dass darin alle möglichen Zwischenzustände (letzte gelesene Seite, Zugehörigkeit zu welcher Sammlung etc.) abgelegt werden.

    Will man ein eBook von Amazon beziehen (egal ob kostenlos oder kostenpflichtig), dann muss beim Reader das WLAN aktiviert und der Reader selbstverständlich eingeschaltet sein. Die Bestellung hingegen erfolgt regulär per Computer über den eigenen Amazon-Account. Geliefert wird drahtlos binnen etwa einer Minute; der Kindle zeigt dann in der Menüzeile an "Inhalte werden heruntergeladen" (nennt sich "Whispersync"). Das Buch steht unmittelbar nach dem Herunterladen zur Verfügung und man bekommt von Amazon per Mail eine Rechnung - bei Gratis-Books über 0,00 €. Daneben soll der Reader nativ noch die Formate MOBI, DOC, HTML, JPEG, BMP, PRC und ein paar andere unterstützen, aber das habe ich (noch) nicht ausprobiert. Das verbreitete EPUB-Format hingegen wird NICHT unterstützt - aber hier kann man problemlos mit Calibre bspw. nach PDF konvertieren (ausprobiert!). Calibre selbst bietet übrigens auch noch DRM-freie eBooks an, allerdings sind davon nur einige wenige kostenlos und das Angebot ist englischsprachig. Aber unabhängig davon: Kostenloses "Futter" für den Kindle gibt's mehr als genug.

    Zur Datensicherung der Bücher hat man zwei Möglichkeiten. Am einfachsten ist es zweifellos, den gesamten Ordner "documents" turnusmäßig auf den Rechner zu fahren und von dort aus auf CD bzw. DVD zu brennen. Daneben aber kann man auch die PDFs einerseits und die AZW+EAs andererseits kopieren - dabei gehen allerdings die individuellen Daten (letzte gelesene Seite und so) flöten. Hat beides seine Vor- und Nachteile. Die PDFs kann man problemlos auf einen anderen Reader kopieren; inwieweit das auch mit den AZW+EAs geht, kann ich nicht sagen - könnte mir aber gut vorstellen, dass sich da die DRM-Bevormundung des Benutzers zwischenschaltet.

    Und noch ein paar kleine Nachträge zum Laden und zu USB: Das Ding kam mit ungefähr dreiviertel vollem Akku bei mir an. Die Komplettladung erfordert rund zwei Stunden. Der USB-Anschluss ist etwas trickreich. Beim direkten Anschluss geht das o. a. Fenster auf. Der Kindle wird dann geladen und das Lesen ist nicht möglich. Wirft man aber das Reader-Laufwerk mit "Hardware sicher entfernen" aus und lässt den Kindle mit dem Rechner verbunden, dann kann man Lesen und gleichzeitig Laden. Unter Linux erledigt es das "Aushängen" in ähnlicher Weise u. d. h. auch hier wird weiter geladen, wenn das Ding danach mit dem Rechner verbunden bleibt. Das Ende des Ladevorgangs (Akku voll) wird durch eine winzige, grüne LED an der unteren Gerätekante angezeigt (sie leuchtet gelb, solange der Akku noch nicht voll ist). Unter Windows XP - und NUR unter Windows XP - wird der Reader nach dem Auswerfen des Laufwerks allerdings sofort neu erkannt und wieder eingehängt. Man muss da mit dem Ausstöpseln wirklich schnell sein. Mit anderen Windows-Versionen und mit Linux habe ich dieses Verhalten nicht feststellen können.

    Jetzt zum Lesen selbst und zu ein paar grundlegenden Bedienungsfunktionen: Mittig unten befindet sich das Cursorpad. Rechts daneben ist der Menüknopf und ganz rechts der Knopf zum Aufruf der Startseite. Links daneben befindet sich der Knopf zum Einblenden der Tastatur und ganz links zum Drehen des Bildschirms. Letzteres ist immer dann vonnöten, wenn man ein eBook mit sehr kleiner Schrift- oder zu hoher Seitengröße hat (also bspw. für A5 oder gar A4 gelayoutet), weil der Kindle die Seite per Voreinstellung als Ganzes an den Bildschirm anpasst. Selbstverständlich aber lässt sich die Schriftgröße verändern. Allerdings ist das aufgrund von 50%-Abstufungen alles andere als optimal gelöst und erfordert ein ätzendes Hin- und Herscrollen, das einem den Lesespaß schnell verleidet (wird über den Menüpunkt "Einstellungen" erreicht).

    menue
    Links das Menü und rechts das Hinzufügen eines Buches zu einer Sammlung.

    Unverzichtbar ist m. E. die Möglichkeit, eBooks in selbstdefinierte Sammlungen - z. B. nach Genres - zu sortieren, damit man schnell ein Buch wiederfindet. Das geht mittels Menütaste und "Neue Sammlung", gefolgt von der Tastaturtaste und der Eingabe eines Sammlungsnamens (der nachträglich jederzeit wieder geändert werden kann) ganz gut. Hat man ein Buch neu auf den Reader drauf gebracht, dann wird es direkt auf der Startseite angezeigt. Es reicht das Anklicken mit dem Cursor nach rechts aus, um es zu einer bereits vorhandenen Sammlung hinzu fügen zu können. Oder, anders ausgedrückt: Wer mit einem Tastenhandy zurecht kommt, dem bereitet auch der Kindle keine Schwierigkeiten. Das Lesen selbst gestaltet sich ausgesprochen augenfreundlich und ermüdet nicht. Der Reader "merkt" sich beim Abschalten auch die zuletzt gelesene Seite automatisch und "schlägt das Buch dort später wieder auf". Nur - man kann sich festlesen. Stundenlang ... Fazit: Nicht schlecht, das Teil!

    hpbuttonebmon

  • 60 Jahre VerBLÖDung

    bloede

    Heute werde ich 54 Jahre alt. Das ist unwichtig. Viel wichtiger ist die Tatsache, das sechzig Jahre zuvor eine Art von "Zeitung" das Licht der Welt erblickt hat, in der - streng genommen - nur das Datum stimmt. Die feiert sich heute selbst. Das Blatt übt sich mit feigen und widerlichen Kampagnen seit jeher in medialer Lynchjustiz. Es ist geprägt von einer geradezu perversen Lust, auf Wehrlose einzuschlagen. Ein paar der üblichen Schlagzeilen (mehr ist unter Bildblog zu finden):

    - Hartz-IV-Betrüger: Luxus-Leben auf Teneriffa!
    - Wozu arbeiten? Hartz IV reicht doch!
    - 138 Euro Hartz IV sind genug
    - Wer arbeitet ist der Dumme
    - Bundesliga-Hammer: 1. Tor mit Penis geschossen!
    - Asteroid rast auf Erde zu!

    BILD manipuliert und verdummt, verzerrt die Wahrheit bis ins Gegenteil. Klatsch und Negatives bringen am meisten Kohle und nur das zählt. Vom Niveau her ist das Blatt ganz bewusst so angelegt, dass es Sonderschulniveau hat - und die Deutschen lesen es. Fühlen sich davon bestens informiert. Auch (oder gerade) unsere Politiker. Das wiederum lässt gewisse Rückschlüsse auf deren Kompetenz zu. Sechzig Jahre an täglichem Hirnfick bleiben eben nicht ohne Auswirkungen. An dieser Stelle ist allerdings ein Einschub nötig, um nicht falsch verstanden zu werden: Weder habe ich etwas dagegen, dass die Leute BILD lesen noch dass sie das Blatt kaufen. Aber ich habe sehr wohl etwas dagegen, wenn sie die durch die Maxime "Geld machen" verbogene Scheinwirklichkeit als Wahrheit betrachten und mich dann zu allem Überfluss von dem Hirnfick auch noch überzeugen wollen!

    BILD macht deine Meinung. BILD entscheidet, wer zurücktreten muss. BILD peitscht erst die Ängste der Leser hoch und liefert dann die Lösung. Beispiel gefällig? Zwei weitere Schlagzeilen:

    - Kommt eine neue Wirtschaftskrise? (19.01.2010)
    - Das neue deutsche Wirtschaftswunder (17.09.2010)

    Zwischen dem Hochpeitschen (oder Erzeugen) von Ängsten - was die Auflage sichert - und dem Liefern eines Ausweges vergeht immer etwas Zeit. Der Sonderschüler Deutsche ist mental wohl nicht (mehr) leistungsfähig genug, um diesen billigen Trick von ganz tief unten aus der Mottenkiste zu bemerken. Er bemerkt auch nicht die Widersprüche. So bspw. die verlausulierte Forderung, die Armen einfach verhungern zu lassen. In Folge kommt dann ein Aufmacher wie vom 23.08.2010: "Klartext-Politiker Thilo Sarrazin: Deutschland wird immer ärmer und dümmer!" Ja, nur - in Verbindung mit "138 Euro Hartz IV sind genug", also der o. e. indirekt formulierten Forderung, die Armen einfach verhungern zu lassen, ist das an beispiellosem Zynismus kaum noch zu überbieten.

    Ist der typische Deutsche eigentlich mit dem Lesen einer richtigen Zeitung geistig überfordert und glaubt deswegen das, was ihm BILD als seine ureigene Meinung unterjubeln will? Das Blatt deckt doch nur eine gewisse, triebhafte Erwartungshaltung seiner Leser auf primitivste Weise ab. Warum merkt das kaum einer? Das geflügelte Wort "lügt wie gedruckt" ist von BILD wirklich mit Leben erfüllt worden. Ein Beispiel: "Michael Jackson Stunden vor seinem Tod - DA TANZTE ER NOCH AUF DEM TISCH". Dazu ein "Beweis"-Foto aus dem Jahre 2003 (HIER nachzulesen). Keine bewusste Falschmeldung und dreiste Lüge ist zu platt, um nicht von der BILD aufgegriffen zu werden. 60 Jahre BILD sind m. E. wirklich kein Grund zum Feiern!

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass per Gesetz der Wahrheitsgehalt von Zeitungen eine gewisse Mindestquote erreichen muss. BILD soll einen in diesem Kontext geführten Prozess verloren haben, weil der vom Gesetzgeber geforderte Wahrheitsgehalt deutlich unterschritten worden ist und darf sich seither nicht mehr "Zeitung" nennen. BILD soll dieses Urteil widerspruchslos anerkannt haben. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Aber es könnte durchaus was dran sein. Früher stand in der Kopfzeile nämlich "BILD Zeitung". Heute steht da nur noch BILD, obwohl BLÖD es ja wesentlich besser treffen würde. Eigentlich aber interessiert mich an dem Blatt nur eine einzige Schlagzeile, auf die ich leider seit jeher vergeblich warte:

    Hier haben wir gelogen!
    (weiter Seite 2 bis 11.398)

    hpbuttonebmon

  • Wieder mal eBooks ...

    Mein Kindle 4 verlangt nach Futter. Das muss aber nichts bei Amazon Gekauftes sein, denn es gibt ja mehr als genug Gratis-Bücher. Mit PDF4eBook - danke Heinz! - und den Konvertierungsmaßnahmen bin ich dabei auch schon sehr weit gekommen. Bis ... - bis ich auf den Gedanken verfallen bin, mal meine eigenen und im Handel befindlichen Printausgaben in eBooks umwandeln zu wollen. Da fingen die Probleme nämlich an und es wurde ein verdammt hartes Stück an Arbeit. Weil: Da befanden sich Abbildungen im Text. Ganz viele Abbildungen anstelle von Buchstaben, weil Pentagramme und Runen nicht unbedingt zu den herkömmlichen Zeichensätzen zählen - ich hatte mich nämlich an meinen Fantasy-Roman "Norgast" gewagt. Bei so etwas ist PDF4eBook NICHT einsetzbar. Da ist Handarbeit gefragt und es muss ein eBook-Buchblock erstellt werden. Vielleicht lesen das hier ja andere Autoren. Oder angehende Autoren. Jedenfalls will ich euch meine Erfahrungen mit dieser Art von eBook-Bastelei nicht vorenthalten.

    Das Manuskript muss natürlich bereits vorliegen und auch lektoriert worden sein (was man ja durchaus selbst erledigen kann). Dann benötigt man eine Textverarbeitung. Ob MS Word, OpenOffice oder LibreOffice ist vollkommen Wumpe. Wichtig ist es, den Buchblock auf ein Seitenmaß von 12 cm Breite und 19 cm Höhe zu formatieren. Dann kommt die weitere Seiteneinrichtung: Alle Ränder auf 1 cm setzen (NICHT mehr - vielleicht geht auch weniger, also 0,5 cm, aber das habe ich nicht ausprobiert). Bundsteg 0 cm, Kopfzeile 1 cm, Fußzeile 0,5 cm.

    reader1

    Als Schriftart kommt Arial mit 16 dpi im Text und mit 18 dpi bei den Überschriften ganz gut. Fett- und Kursivdruck sind möglich und gestatten eine etwas erweiterte Textformatierung. Schließlich sollte der gesamte Buchblock - ganz im Gegensatz zur Printausgabe - noch im Flattersatz linksbündig gesetzt werden. Das Ergebnis sieht dann etwa so aus:

    reader2

    Es hat mich etliche vergebliche Versuche und verdammt viel Zeit gekostet, um bis an diesen Punkt - den ich übrigens ganz akzeptabel finde - zu gelangen. BTW: Wer auch einen Kindle als eBook Reader besitzt und kostenlose Amazon-Bücher haben möchte (und zwar aktuelle Bücher anstelle der permanent verfügbaren Gratis-Klassiker), der sollte ruhig TÄGLICH bei "eBook's gratis" vorbei schauen, denn da werden einige nur kurzfristig (meist im Rahmen von Werbeaktionen) kostenlose Amazon-eBooks gelistet. Jetzt fehlt nur noch eine Software, um das proprietäre Amazon-Kindle-AZW-eBook-Format in das allgemeinverständliche PDF umzufummeln ...

    hpbuttonebmon

  • Flüchtig: Bernhard!

    Wir haben hier aktuell ein durch und durch tierisches Problem, nämlich Bernhard. Na gut, nicht wirklich ein Problem - das Viech ist bloß weg. Die BLÖD-Zeitung schreibt (Zitat): "Die Polizei glaubt, dass Bernhard dem Menschen nicht gefährlich werden kann." Da werden die Blauen wohl Recht haben. Nur ... Känguruwurst schmeckt wirklich gut. Wie sieht das mit der Gefährdung eigentlich umgekehrt aus?!?

    hpbuttonebmon

  • Vier Grundpfeiler

    Wenn man mitbekommt, wie Eurokraten und so genannte "Volksvertreter" aus Berlin am Volk vorbei die Interessen von Lobbyisten vertreten, dann macht man sich ja manchmal so seine Gedanken darüber. Ich will nicht behaupten, dass meine Gedanken in diesem Kontext richtig und der Weisheit letzter Schluss sind. Allerdings hat mich auch noch niemand vom Gegenteil überzeugen können. Betrachten wir das Ganze der Einfachheit halber mal als extrem vereinfachtes, mathematisches Modell (keine Angst, ich verwende dabei nur Plus und Minus). Wir hatten in der Vergangenheit eine halbwegs funktionierende Demokratie. Darin gab es die Marktwirtschaft und der Sozialstaat verhinderte die schlimmsten marktwirtschaftlich-raubtierkapitalistischen Exzesse. Das lässt sich m. E. auf eine einfache Formel bringen:

    Marktwirtschaft + Sozialstaat = Demokratie

    Dann kamen Schröder und die Grünen und behaupteten (warum auch immer), der Sozialstaat sei nicht mehr finanzierbar. Stellen wir die o. a. Gleichung daher einfach mal um:

    Demokratie - Sozialstaat = Marktwirtschaft

    Aus der Demokratie im Gewand einer sozialen Marktwirtschaft wurde auf diese Weise eine "marktkonforme Demokratie". Der Sozialstaat blieb auf der Strecke. Übrig war nur noch die Marktwirtschaft - und zwar ungebremst, raubtierkapitalistisch, wodurch sich starke Interessenverbände herausbilden konnten. Interessenverbände, die Wirtschaftsinteressen auf höchster Ebene durchzusetzen wussten. Es gibt dafür ja zahllose Beispiele, auch wenn ich die Herren Wulff, Schröder und wie sie alle heißen hier nicht ausführlich namentlich benennen will. Ich postuliere daher mal die folgende Gleichung:

    Marktwirtschaft + Lobbyismus = Korruption

    In einer von korrupten Politikern dominierten "Demokratie" läuft alles so weiter wie gewohnt - jedenfalls oberflächlich betrachtet. Tatsächlich aber sind es "elitäre" Zirkel, die hinter verschlossenen Türen auskungeln, was wie gemacht werden soll (Bilderberger?). Auf diese Weise haben Parteiprogramme - mit denen die Parteien anlässlich von Wahlen ja auf Wählerfang gehen - mit der tatsächlichen Regierungspolitik gar nichts mehr zu tun. Ergo hat auch - NACH einer Wahl und nahezu parteiunabhängig - das Volk absolut gar nichts mehr zu melden. Das aber sind nun die typischen Kennzeichen einer Postdemokratie, wie sie der britische Soziologe Colin Crouch festgemacht hat - ich berichtete ja HIER bereits darüber. Kommen wir nach diesen Feststellungen noch einmal auf das mathemathische Modell zurück. Dann folgt:

    Postdemokratie = Demokratie + Korruption

    Postdemokratie - Korruption = Demokratie

    Man müsste folglich, um aus der Postdemokratie wieder eine Demokratie zu machen, den Lobbyismus der Wirtschaftsvertreter komplett eindämmen (wozu auch die Parteispenden und die Nebeneinkünfte der Politiker zählen). Nun ist es aber gerade dieser Lobbyismus - ist es aber gerade diese Form von Korruption! - die einigen Politikern eine hohe Rangordnungsstellung beschert. Und selbstverständlich ist jeder davon profitierende Politiker aus Eigennutz brennend daran interessiert, diese Geldquelle am Sprudeln zu halten.

    So lange das aber der Fall ist, bleibt die im Grunde genommen völlig undemokratische, ja fast schon totalitäre Postdemokratie erhalten. Die seitens der Lobbyisten finanzierten, so genannten "Volksvertreter" (der Begriff "Volksverräter" würde es in vielen Fällen wohl besser treffen), tun daher alles, um der Postdemokratie Bestand zu verleihen. Wie macht man das, oder besser gesagt, worauf basiert die Postdemokatie? M. E. ruht sie auf vier Grundpfeilern:

    1. Lenkung des Denkens (Beispiel: DDR, UdSSR).
    2. Privilegieren von Bildung (Beispiel: Drittes Reich).
    3. Überwachung von allem und jedem (Beispiel: Drittes Reich, DDR).
    4. Divide et impera (teile und herrsche) (Beispiel: Römisches Reich).

    Was ist darunter im Einzelnen zu verstehen? Die Lenkung des Denkens übernehmen heute die Medien. Die Zeitungen sind im Besitz von Großkonzernen (die ihrerseits Lobbyismus betreiben) und schreiben ergo auch nur das, was die Konzernleitung für richtig hält. Also das, was der Leser denken soll. Mit privaten Rundfunk- und Frnsehanstalten läuft es genau so und in den öffentlich-rechtlichen Medien domineren die Parteibücher u. d. h. die Vorgaben seitens von der Wirtschaft gekaufter Politiker. Wer sich umfassend informieren will, ist auf andere Quellen wie bspw. das Internet angewiesen, weshalb das ja auch immer und immer wieder in Grund und Boden gestampft werden soll (zuerst Uschi von den Lügens Stop-Schilder, dann ACTA, IPRED2, aktuell das Leistungsschutzrecht ...). Wer den Inhalt der Information bestimmt, der lenkt das Denken. Das ist einfacher, preiswerter und effektiver als Andersdenkende - etwaige "Gefährder" - vorsorglich in "Internierungslager" einzusperren (wie ein Herr Schäuble das mal machen wollte).

    Kommen wir zum zweiten Punkt, dem Privilegieren von Bildung. Bildung steht danach nur noch einer ganz bestimmten Kaste von hoher sozialer Herkunft zu. Bei allen anderen muss es gerade so für die billige und schnell zu ersetzende Universalarbeitskraft ausreichen, darf aber keinesfalls so weit getrieben werden, dass der Bildungsempfänger zum eigenen Denken angeleitet oder gar befähigt wird. Unsere Schulen haben - nach Politikervorgaben, nämlich seitens der Kultusminister - eben diese Aufgabe übernommen. Und wenn jemand von hoher sozialer Herkunft die erforderliche Leistung nicht bringt, ja dann schreibt Papi eben einen Scheck aus, engagiert einen Privatlehrer und die Zensuren stimmen wieder - eine qualifizierte Schullaufbahnempfehlung und eine Eliteuni schließen sich an. Wobei allein schon der Begriff "Eliteuniversität" das Privilegieren von Bildung hierzulande bestätigt. Auf diese Weise entsteht ein großes Heer von Menschen, deren Denken von einigen Wenigen gelenkt werden kann. Nützlicher Nebeneffekt: Es entsteht auch ein riesengroßes Heer billiger Arbeitskräfte, die mit Lohndumping abgespeist werden können, so dass die hohe soziale Rangordnungsstellung der Lenkenden niemals durch Emporkömmlinge gefährdet wird. Man bleibt unter sich in der Zwei-Klassen-Gesellschaft.

    Die Überwachung von allem und jedem entspringt beinahe zwangsläufig einem überzogenen Sicherheitsdenken der Lenker u. d. h. der herrrschenden Klasse - denn sie sind nur Wenige und ihnen steht ein großes Heer an Unterprivilegierten gegenüber. Allein schon dessen schiere Masse bedeutet Gefahr. Einer solchen Gefahr kann man bereits im Vorfeld begegnen, wenn präventive Überwachungsmaßnahmen angestrengt werden. Die einschlägigen "Dienste" sind damit allerdings überfordert und deswegen springt eine Behörde in die Bresche, nämlich die Jobcenter. Bereits mit dem Hartz-Antrag muss zwangsweise eine Komplettauskunft gegeben und eine uneingeschränkte Konteneinsicht gewährt werden. Man ergänzt das durch Hausdurchsuchungen, die - da euphemistisch als "Hausbesuche" bezeichnet - ohne richterliche Verfügung stattfinden. Ergänzend kommen die "Hausaufgaben" Arbeitsloser hinzu, die nachgewiesenermaßen darin bestehen, ihre Mitmenschen zu bespitzeln und entsprechende Berichte an die Behörde zu schreiben. Und nicht zuletzt haben die Jobcenter Zugriff auf Finanzamtsdaten und es sind ihnen zusätzlich noch sämtliche Daten aus der Zensus-Erhebung zur Verfügung gestellt worden (wofür der Leiter des Statistischen Bundesamtes - Prof. Dr. Gert G. Wagner - mit dem "Big Brother Award 2011" ausgezeichnet worden ist). Die Überprüfung privater Webseiten oder sozialer Netzwerke durch eben diese Behörde lassen unter dem Strich ausnahmslos jeden zum Schnüffleropfer werden. Eine derart umfassende Bespitzelung gab es nicht mal bei Gestapo oder Stasi.

    Bleibt noch der letzte Grundpfeiler. Die Maxime "divide et impera", zu deutsch "teile und herrsche", geht auf Julius Cäsar zurück und hat auch binnen zwei Jahrtausenden nichts an Aktualität eingebüßt. Sie bedeutet nichts anderes, als dass man die Kräfte eines potenziellen Gegners zersplittert und mehrere Gegner gegeneinander antreten lässt, um selbst auf der sicheren Seite zu sein. Die deutsche Sprache hat dafür ein Sprichwort: "Wenn zwei sich streiten dann freut sich der Dritte!" Gut, wer ist jetzt der potenzielle Gegner der herrschenden Klasse? Es ist das personenmäßig sehr viel zahlreichere Prekariat. Wenn das an einem Strang ziehen würde, dann würde die selbsternannte "Elite" schneller hinweg gefegt werden, als sie mit ihren Privatjets flüchten könnte. Das darf natürlich nicht passieren. Deswegen wurden (werden?) Scheingwerkschaften etabliert und zusätzlich noch unterschiedliche Arbeiterklassen - nämlich die Festangestellten, die Leiharbeiter, die Minijobber und die vom Jobcenter in prekäre Arbeitsverhältnisse gezwungenen Neosklaven. Gewerkschaften - so sie denn überhaupt Arbeitnehmerinteressen vertreten - werden sich immer nur auf eine Klasse in dieser viergeteilten Arbeitswelt konzentrieren können und sich dort die zahlunskräftigste Klientel heraus suchen. Das sind die Festangestellten. Die werden immer weniger und entsprechend schwindet die Macht der Gewerkschaften. Die Interessen der anderen Gruppen vertritt niemand. Und nicht zuletzt deswegen, weil den Festangestellten tagtäglich vor Augen geführt wird, wie schlechtere Arbeitsverhältnisse aussehen können, versuchen die selbstverständlich, ihre (relativ gesehen) bessere Position so lange wie möglich zu behaupten. Eine Konkurrenzsituation unter den Arbeitern, in der es zwischen den vier Arbeiterklassen gar keine Gemeinsamkeiten geben kann, ist die unausweichliche Folge: Teile und herrsche! Der lachende Dritte ist die selbsternannte "Elite".

    Die Postdemokratie haben wir längst. Sie war allerdings schon vor vielen Jahrzehnten absehbar und man muss die weise Voraussicht des konservativ-liberalen (!) Staatsrechtlers Hans Nawiasky bewundern, der 1948 im Verfassungskonvent von Herrenchiemsee in der Vorab-Version unseres Grundgesetzes einen Artikel 1 mit folgendem Wortlaut forderte:

    (1) Der Staat ist um des Menschen willen da, nicht der Mensch um des Staates willen.

    (2) Die Würde der menschlichen Persönlichkeit ist unantastbar. Die öffentliche Gewalt ist in allen ihren Erscheinungsformen verpflichtet, die Menschenwürde zu achten und zu schützen.

    (3) Jedes Verhalten von Amtsträgern, das diesen Grundsatz verletzt, wird strafrechtlich geahndet.

    Wäre Nawiaskys Vorschlag ins Grundgesetz gelangt, dann wäre in den vergangenen Jahren die Verurteilung einiger Hundert Politiker - Landtags- wie Bundestagsabgeordnete, zuzüglich der zuständigen Minister - unvermeidlich gewesen. Auch die Behandlung von "Hartz-IV-Kunden" sähe heute sicherlich völlig anders aus. In meinem Beitrag "Eine Utopie" habe ich ganz konkrete Maßnahmen angeführt, um unserer Gesellschaft den Weg aus der totalitär geprägten Postdemokratie zurück in die Demokratie zu weisen. Vielleicht wäre eine Grundgesetzänderung hinsichtlich der o. a. Formulierung noch als Ergänzung sinnvoll. Bloß: Bisher hat das noch keiner in vollem Umfang aufgegriffen. Wird wohl auch nicht passieren. Und falls doch, dann dürfte es sich wahrscheinlich um eine eher kleine Partei handeln. Damit solche Leute gar nicht erst zum Zuge kommen können, hat ein Ex-Bundespräsident sich ja für eine Wahlrechtsänderung stark gemacht: Unsere Elite weiß schon, wie sie uns unten halten kann! Fragt sich nur, ob wir alle uns das auch auf die Dauer gefallen lassen müssen ...

    hpbuttonebmon

  • Rücksichtnahme

    Miteinander zu leben bedeutet gegenseitige Rücksichtnahme, bedeutet die Eigenheiten und Verhaltensweisen der anderen zumindest bis zu einem gewissen Grade zu tolerieren und zu akzeptieren. Kann man machen ... Muss man aber nicht ... Rüdiger Hoffmann beschreibt in "Mein Mitbewohner" einen auf seine Weise durchaus sehr rücksichtsvollen Menschen ;). Kann es sein, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der immer mehr Mitmenschen uns dazu bewegen wollen, das auch gleich einzusehen?

    hpbuttonebmon

  • Ein Verriss

    Es geschieht selten, dass ich mich mit einem Buch vollkommen verkaufe, aber hin und wieder passiert es eben doch mal und ich greife versehentlich voll in die Sch... Dabei machte "Ole Reissmann, Christian Stöcker, Konrad Lischka: We Are Anonymous - Die Maske des Protests. Wer sie sind, was sie antreibt, was sie wollen" zuerst einen ganz ordentlichen Eindruck. Ich kaufte das Machwerk und begann zu lesen. Und ärgerte mich über soviel Dreck als Tatsachen präsentiertes Geschreibsel, dessen Ursprung vorwiegend bei 4chan (über "/b/" spricht man nicht) zu finden ist.

    Um es kurz zu machen: Die Autoren gelangen zu dem Schluss, das Anonymous- und Occupy-Aktivisten (jawohl, beide!) durchweg pubertierend-pädophile Nerds mit behandlungsbedürftiger Vollmacke sind, denen es nur Befriedigung bringt, wenn sie andere schädigen können. Das von Spiegel-Online herausgegebene Buch wartet mit haarsträubenden "Facts" auf, die letztlich nur belegen, das der einzige Unterschied zwischen SPIEGEL und BILD in der Zielgruppe, nicht jedoch im Inhalt der Beiträge besteht. Hier wird das geschrieben, was die Zielgruppe braucht, um ihre Vorurteile zu zementieren. Wer also die 8,99 Euro nicht in den Sand setzen will, der verzichtet auf dieses ...Etwas...

    hpbuttonebmon

  • Weiter hinten ...

    Der Juni ist wegen der Geburtstage und so für mich ja immer der Stressmonat. Man kommt zu rein gar nichts ... Leser meines Blogs werden es an der gesunkenen Anzahl der Beiträge in der letzten Zeit bemerkt haben. Auch zum Zeitunglesen bleibt kaum 'ne freie Minute. Mit den Medien ist das sowieso so eine Sache. Die ersten vier Seiten kann man getrost vergessen, denn die dienen einzig der Meinungsmache. Die wirklich interessanten - obgleich mitunter gleichfalls manipulativ aufgemachten - Meldungen erscheinen weiter hinten. Das sind die Meldungen, aus denen sich eine direkte Beeinflussung unseres Lebens ableiten lässt. Hier sind mal ein paar dieser "Weiter-hinten"-Meldungen aus den letzten Tagen.

    Handelsblatt: Produktivität leidet unter befristeten Arbeitsverträgen
    Welch Wunder, wenn Selbstverständlichkeiten eben NICHT selbstverständlich sind! Arbeitgeber sind es gewöhnt, das Engagement der Arbeitnehmer für die Firma - und damit für den eigenen Gewinn - als selbstverständlich voraus zu setzen. Das war in diesem, unserem Lande über Jahrzehnte hinweg so. Allerdings hatten die Arbeitnehmer auch über Jahrzehnte hinweg berufliche Perspektiven. Heute hingegen stellt das die ganz große Ausnahme dar. Und mal ehrlich: Wenn ich weiß, dass mein Arbeitsvertrag ab dann und dann nicht mehr verlängert wird und ich mir was anderes suchen muss oder - noch schlimmer! - bei der Bundesagentur für Neosklaverei und Existenzvernichtung lande, dann ist mir das Unternehmen, für das ich gerade arbeite, doch sowas von sch...-egal ... Was interessiert mich dessen Produktivität? Soll die Chefetage doch zusehen, wie sie klarkommt! Außerdem: Wer bis zum Umfallen zur Dumpinglohn-Maloche gezwungen wird, der ist nicht mehr kreativ, sondern einfach nur fertig. Aber Kreativität ist auch ein Motor von Produktivität!

    Spiegel: Deutschland wird zur Hochburg der Millionäre
    Das hat doch was! Deutschland geht es gut! Die Deutschen werden immer reicher! Na ja, ein paar Wenige jedenfalls. Das Gros der Bewohner in der Bananenrepublik Abzockistan hingegen nicht. Das wird immer ärmer. Ist ja auch nur logisch, denn wenn bei begrenzter Geldmenge der eine immer mehr kriegt, dann muss der andere zwangsläufig ... Gut, lassen wir das. Die "Hochburg"-Mitglieder bemühen sonst bloß wieder den geschmacklosen Euphemismus von der "Neiddiskussion". Was mir aber aufgefallen ist: Vor fünf Jahren wanderten Nachbarn von mir nach Kanada aus. Zwei Jahre später folgten ihnen die Betreiber einer Zoohandlung in Rodenberg. Vor knapp einem Jahr setzten sich die Besitzer unserer hiesigen Zoohandlung nach Neuseeland ab. Und am Wochenende meinte ein Bekannter - seines Zeichens Beamter - zu mir: "In ein paar Jahren gehe ich in Frühpension. Dann verscheuere ich hier von heute auf morgen alles und verschwinde ins Ausland. Deutschland ist mir nämlich zu heiß geworden. Hier läuft doch nichts mehr rund und bis soziale Unruhen ausbrechen, ist es nur noch eine Frage der Zeit." Auswanderungsland Deutschland? Hmm..., ja... - wie war das doch gleich mit den Ratten, die das sinkende Schiff verlassen?

    Ärzte Zeitung: Depressive Arme, ausgebrannte Reiche
    Wer arbeitet, um vergeblich gegen die Berlin-gemachte Verarmung anzukämpfen, der kann durchaus depressiv werden. Vielleicht ist das ja sogar wirtschaftlich-politisch erwünscht, denn Depressive sind keine "Unruhestifter" und kurbeln den Absatz von Antidepressiva an. Anders auf Seiten der Reichen. Da wird Leben nicht selten und völlig irrig über Besitz definiert. Und den Letzteren gilt es zu mehren. Auch mit Methoden der Verrohung. Vor allem aber rücksichtslos. Das strengt wahnsinnig an. Den Millionären gilt daher mein volles Mitgefühl. Was schrieb Douglas Adams doch gleich über die Marketing-Abteilung der Sirius-Kybernetik-Corporation? "Ein Rudel hirnloser Irrer, die als erste an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt." Warum nur muss ich bei obiger Medienmeldung immer an diesen Satz denken?

    Die Zeit: Von Pressetexten sollten künftig besser alle die Finger lassen
    ACTA ist de facto gescheitert. IPRED2 kommt nicht so richtig in Gang. Das Internet als Sprachrohr von Otto Normalverbraucher existiert noch immer. So'n Mist aber auch! Und weil wir hier nicht in China, Ägypten oder Syrien sind, muss man sich etwas anderes einfallen lassen, um mit den totalitären Regimen gegen die eigene Bevölkerung gleichziehen zu können. Hmmm... schwierig ... - doch halt, war da nicht was? Das Internet basiert letztlich ja auf Verlinkungen. So ist es von Tim Berners-Lee und Robert Cailliau konzipiert worden. Wenn man jetzt also das Verlinken durch Knebel-, Knechtungs- und Maulkorbgesetze unter Strafe stellt, dann stirbt das Web ganz von selbst. Ende der Informationsfreiheit. Und natürlich alles "streng demokratisch" - entschieden von Volksverrätern Volksvertretern. Von digitalen Stümpern, die über etwas entscheiden, das sie nur vom Hörnsagen kennen. Zu unserer aller Gunsten, versteht sich! Ein Blog wie dieses wäre mit dem neuen Leistungsschutzrecht unmöglich, weil ich aufgrund der Verlinkungen im Knast landen würde. Ich bin dann nämlich per Gesetz ein ganz Böser!

    Project Syndicate: Das Ende der Welt, wie wir sie kennen
    Und das war's dann. Ende, aus, Zusammenbruch des Euro-Raumes, verursacht durch die Gier einiger Weniger zulasten von ganz, ganz vielen. Great Depression. Hier entwirft ein renommierter Harvard-Professor für Ökonomie ein Worst-Case-Szenario, das gar nicht so weit entfernt und daher durchaus wahrscheinlich ist. Unbedingt lesen! Möglicherweise aber ist gerade dieses Worst-Case-Szenario das Beste, was uns passiern könnte ... :>

    Und was nicht in den Medien steht: Gestern abend fand ich meinen dritten Rehkadaver in diesem Jahr. Eine gut ausgeprägte Spur daneben, etwa so groß wie meine Handfläche. Demnach müsste die Katze ungefähr Schäferhundgröße haben. Ich will anstelle der Essenreste die Mieze selbst endlich mal vor die Kamera bekommen, verdammt nochmal! Ist immerhin schon acht Jahre her, seit ich mich an die Letzte ranpirschen und die mehr schlecht als recht ablichten konnte!

    hpbuttonebmon

  • Geburtstagstag

    Heute mal nur ein gaaaanz kurzes Lebenszeichen ... - denn es war ein Tag, der im Zeichen einer Familienfeier stand. Schwiegervater ist 80 Jahre alt geworden. Sowas passiert einem ja nicht so oft. Und ich selbst bin in gewisser Weise 24 geworden, denn heute vor vor 24 Jahren habe ich kurzfristig den Löffel abgegeben und bin reanimiert worden: Ein Ereignis, das mein Leben von Grund auf verändert hat und das mir deshalb irgendwo wichtiger als mein biologischer Geburtstag ist. Passiert einem eigentlich auch nicht ständig ... Der Tag verlief so: Zuerst am Band ca. 6 Tonnen Pappe bewegt, danach mich auf "wieder menschlich" zurecht gemacht, dann Feier mit mir als Fotografen und Taxifahrer und jetzt helfe ich meiner Tochter bei den Hausaufgaben in Mathe. Daher auch keine weitere Tipperei mehr ...

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    Selbst die Luftwaffe ließ es sich nicht nehmen, Schwiegervater mit einer privaten Flugshow zum Achtzigsten zu gratulieren ... :))

    geb02
    Der euch bestens bekannte Blog-Schreiber und Digiknipsen-Quäler in Action ... ;)

    hpbuttonebmon

  • Am Wierser Tor

    Unbeständiges Wetter draußen, dazu ein verdammt kräftiger Wind. Könnte in Böen durchaus Sturmstärke sein. Trotzdem, wenn man die ganze Woche über nicht wirklich rausgekommen ist ... Eigentlich wollte ich heute vormittag in den Deister. Eigentlich. Aber dann erwiesen sich alle Straßen dorthin wegen einer Radsportveranstaltung als gesperrt und ich musste kurzentschlossen umdisponieren. Machte ich und fuhr in Richtung Bückeberge, ließ am Waldrand das Auto stehen und wanderte in Richtung "Wierser Tor" oberhalb von Reinsdorf. Hier sind ein paar 3D-Fotos davon - Farbanaglyphen für Rot-Cyan-Brille mit dem Rotfilter vor dem linken Auge.

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    Immer dieser misstrauische Blick nach oben - hält sich das Wetter oder bekomme ich doch noch einen nassen Ar...? Es hielt sich.

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    Ich sah einen Fuchs und einen Eichelhäher. Beide waren schneller weg als ich sie fotografieren konnte. Ersatzweise mussten dann ein paar Pflanzen herhalten. Sowas wie das hier - wunderschön und hochgiftig: Roter Fingerhut.

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    Am Wierser Tor. Folgt man der Ausschilderung "Porta Westfalica", dann führt der Weg über hunderte von Kilometern durch den Wald, denn die Bückeberge gehen in das Wiehengebirge und letzteres in den Teutoburger Wald über. Das Ganze nennt sich "Naturpark TERRA.vita" und reicht fast bis zur niederländischen Grenze.

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    Unglaubliche Fernsicht: Blick auf das Weserbergland und dahinter auf den südlichen Teutoburger Wald, so etwa in Höhe Detmold/ Paderborn.

    hpbuttonebmon

  • Übrigens ...

    Übrigens ... - Hartz-IV und so ... Wer immer noch glaubt, dass die Jobcenter ein Existenzminimum sichern, der sollte sich unbedingt mal DAS HIER durchlesen. Ein Bericht, der reine Amtswillkür belegt. Und wer steht dieser Bande vor? Uschi von den Lügen ... Manche Politiker sind m. E. fleischgewordene Argumente pro Euthanasie und Abtreibung.

    read

    "Menschen, die Arbeitslose als 'Parasiten' beschimpfen, haben nichts von Ökonomie und Parasitismus begriffen. Ein erfolgreicher Parasit ist einer, der von seinem Wirt nicht bemerkt wird und der seinen Wirt für sich arbeiten lässt, ohne als Bürde empfunden zu werden. Das macht die herrschende Klasse in der kapitalistischen Gesellschaft."
    (Jason Read, Philosoph)

    hpbuttonebmon

  • Im Heimatmuseum

    Letzte Woche sprach mich jemand vom hiesigen Heimat- und Museumsverein an. Der hatte meine 3D-Fotos vom Feggendorfer Stolln gesehen und war davon recht angetan. Ob ich nicht Lust hätte, im Heimatmuseum mal eine 3D-Fotoausstellung zu machen? Er drückte mir bei der Gelegenheit auch gleich eine Einladung zum heutigen "Terrassenfest" des Vereins in die Hand. Nun ja, bei dem Regenwetter ...

    Ich hatte mir das mit der Ausstellung mal durch den Kopf gehen lassen und war auf eine 3D-Fotoausstellung "Jahreszeiten in Deister und Süntel" verfallen. Die Bilder habe ich schon, muss ich bloß nochmal auf DIN A3 drucken lassen; Brillen sind von der Foto AG in der Schule auch noch übrig geblieben, Stellwände stellt der Verein und somit dürften sich die Kosten durchaus in Grenzen halten. Ergo schnappte ich mir eine meiner Präsentationsmappen sowie die Kamera und folgte der Einladung.

    Vor Ort dann alles kurz durchgesprochen, Blick auf die Räumlichkeiten, die Stellwände und so (alles OK) und im Spätherbst soll die Ausstellung starten - für ein paar Monate. Geld verdiene ich damit zwar keins, aber vielleicht kommt's ja zu 'nem Zeitungsbericht und in Folge auch zu 'nem Fotoauftrag. Daneben habe ich die Gelegenheit genutzt, um ein paar der Museums-Exponate mal in 3D abzulichten. Hier sind ein paar Bilder davon - für Rot-Cyan-Brille mit dem Rotfilter vor dem linken Auge.

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    Eine herrliche, uralte, mechanische Nähmaschine. Ich liebe diese stromfreien Techniken! Übrigens mal so als Tipp für die, die sowas noch irgendwo rumstehen haben: Ersetzt man die Nähmaschine durch eine Lichtmaschine nebst Gleichrichter, setzt eine Autobatterie dahinter und schließt an die einen Wechselrichter an, dann hat man sein eigenes Strom-"Kraftwerk": 230 V aus Muskelkraft.

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    Typisches "Handy" vergangener Zeiten - quasi so eine Art von Vorläufer. Im Hintergrund steht übrigens ein altes W48. Im Gegensatz zu heutigen Telefonen durfte das schon mal runterfallen. Wenn einem heute das Telefon auf den Fuß fällt, dann ist das Telefon kaputt und der Fuß heile. Beim W48 war's umgekehrt!

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    Die "Musiktruhe" aus den sechziger Jahren - typisches Kennzeichen von bescheidenem Wohlstand für Viele anstelle von obszönem Reichtum für einige Wenige, wie es heute leider der Fall ist. Unten drin saß ein mördermäßiger Lautsprecher, darüber das in Röhrentechnik ausgeführte "Dampf"-Radio und der Kasten ganz oben enthielt den Plattenspieler - bei Luxusgeräten sogar einen Plattenwechsler.

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    Diese Art von Stühlen dürfte sicher jedem noch gut bekannt sein, der bis etwa 1970 die Schulbank gedrückt hat. Die frühere Firma "Casala Schulmöbel" baute die Stühle für ganz Deutschland und unter der Sitzfläche ließen sich die Mogelzettel prima verstecken. Leider wussten die Lehrer das auch ...

    hpbuttonebmon

  • eBook-Bastelei

    So, die Handwerker sind wieder aus dem Haus und die zerlegten Möbel sind auch wieder aufgebaut. Meine Erkältung ist dank des kulinarischen Experimentes auf dem Rückzug. So nach und nach normalisiert sich hier wieder alles. Langsam zwar, aber da ist ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Hoffentlich ist es kein Zug ... ;) Im Verlauf dieser Woche ist auch mein eBook-Reader angekommen. Nach langer und reiflicher Überlegung hatte ich mich ja entschlossen, mir auch mal so ein Ding zuzulegen. Fehlte bloß noch das "Futter" für den Reader. OK, Projekt Gutenberg liefert ja viele Texte, aber die müssen doch noch irgendwie auf den Reader drauf. Außerdem habe ich noch 'ne Menge an PDFs, die theoretisch vom Reader angezeigt werden müssten, praktisch hingegen ...

    Um es kurz zu machen: Die ganzen Sachen müssen konvertiert werden. Ich verwende dazu das bereits beschriebene und sehr gute Programm PDF4eBook, und zwar noch in der Version 1.4. Die zwischenzeitlich bereits erhältliche Version 1.5 habe ich mangels Zeit noch nicht testen können. PDF4eBook macht aus dem Text ein Reader-konformes PDF mit Ein-Spalten-Satz, Auflösung 600*800px, Hochformat und Abbildungen in 16 Graustufen. Ein Hinweis an dieser Stelle: PDF und PDF ist bei eBook-Readern NICHT das Gleiche wie auf dem Computer! Es handelt sich nur um das gleiche Dateiformat, nicht jedoch um kompatible Layouts. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, der dazu führt, dass herkömmliche "Computer"-PDFs mit Mehrspaltensatz, Textformatierungen, Farbbildern etc. auf eBook-Readern nur höchst unzureichend wiedergegeben werden können. Man muss also - um ein Reader-kompatibles PDF zu erzeugen - im Grunde genommen alles neu layouten.

    Wie bastelt man folglich aus einem Text jetzt ein eBook bzw. wie wird der Text zum eBook konvertiert? Zunächst einmal ist es am günstigsten, wenn als Ausgangsmaterial eine reine Textdatei (Plain-Text, Endung TXT) vorliegt. Das lässt sich durch "Bearbeiten/ Markieren" im Quelltext, gefolgt von "Bearbeiten/ Einfügen" im Editor, sehr zuverlässig bewerkstelligen (Herr zu Guttenberg lässt grüßen). Oftmals beinhaltet der Text jetzt noch Seitenzahlen. Ich habe keine Möglichkeit finden können, die automatisch zu beseitigen und lösche so etwas folglich manuell. Das dauert.

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    Weiterhin weist der Text i. d. R. so genannte "harte" Zeilenumbrüche auf. Die können durchaus sinnvoll und zweckmäßig sein, wenn damit eine Art von rudimentärem Layout des Schriftsatzes erreicht wird. Allerdings geschieht es nicht selten, dass ein Satz mittendrin "abhackt" wird und in der nächsten Zeile weitergeht. Das ist nevig und ätzend und kommt insbesondere immer dann vor, wenn der Quelltext einem PDF entstammt. Hier hilft allerdings die "Suchen-Ersetzen"-Funktion einer Textverarbeitung weiter. Dazu lädt man den von Seitenzahlen befreiten Text unter die Textverabeitung und setzt den Cursor an den Textanfang. Jetzt die "Suchen-Ersetzen"-Funktion aktivieren. Unter "Suchen" gibt man "^p" ein und unter "Ersetzen" ein Leerzeichen. Danach alles ersetzen und die Datei im Plain-Text-Format abspeichern.

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    Man erhält auf diese Weise einen einzigen, gigantischen Block an Fließtext. Auch die Kapitelaufteilung ist hierbei auf der Strecke geblieben. Das muss nun anschließend wieder händisch durch das nachträgliche Einfügen von Leerzeilen "repariert" werden, was am einfachsten wieder im Editor zu bewerkstelligen ist.

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    Am Ende steht auf diese Weise ein rudimentär formatierter Textblock. der sich gut mit PDF4eBook einlesen lässt. Was zum Reader-PDF jetzt noch fehlt, ist das Titelbild. Das sollte man tunlichst selbst basteln, denn wenn man bloß die Google-Bildersuche bemüht und sich einfach was runterlädt, dürfte es sich vermutlich um eine Copyrightverletzung handeln. Letztlich wird das Titelbild mittels Grafikbearbeitungs-Software auf eine maximale Höhe von 800 px bzw. auf eine max. Breite von 600 px skaliert. Unterschreitungen sind möglich; Überschreitungen hingegen nicht.

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    Es folgt die Konvertierung mit PDF4eBook und zuletzt kopiert man dieses PDF auf den eBook-Reader. Fertig! Was hier so "konvertierungsmäßig" vielleicht etwas kompliziert erscheinen mag, ist im Gunde genommen ganz einfach. Aber es ist auch eine Fleißaufgabe ... Den Lohn der Arbeit bildet eine immer weiter anwachsende Bibliothek für den eBook-Reader - und die gibt's gratis!

    hpbuttonebmon

  • Märchenerzähler

    Es gibt Tage, da denkt man, man ist so halbwegs auf Reihe und dann kommt was Unerwartetes, das einen stundenlang auf Trab hält. Heute war so ein Tag ... - ohne Unterlass! Deswegen habe ich auch keine übersteigerte Lust mehr zum Tippen von Blog-Einträgen. Etwas Musik muss reichen, von einem schottischen Märchenerzähler: "Atlantis" von Donovan. Ein Hit von 1968.

    hpbuttonebmon

  • Bastelarbeit: Kleine Diashow

    Basierend auf diesem Verfahren habe ich jetzt an meine HP noch eine kleine Diashow der zwar missglückten 3D-, doch wie ich meine immer noch recht ansehnlichen 2D-Fotos dran gehängt. Ihr findet die Diashow HIER direkt oder aber, indem ihr auf der HP den Menüpunkt "3D-Fotografie" wählt und dort ganz unten auf der Seite dem Link "2D-Diashow" folgt. Den Lesern meines Blog dürften viele der Aufnahmen bereits bekannt vorkommen - hier sind sie noch einmal, bloß größer. Viel Spaß beim Betrachten der Viecher!

    hpbuttonebmon

  • Perspektive? Keine!

    So, die erste Schicht für heute - nämlich am Fließband - liegt hinter mir. Die zweite Schicht - die Foto-AG in der Schule - kommt heute Nachmittag. Und irgendwie ist es diese zweite Schicht, die mir in zunehmendem Maße Kopfzerbrechen bereitet. Ich meine, ich betreue die Kids in dieser zweiten AG jetzt fast schon ein Jahr lang. Da sind Entwicklungen zu verzeichnen, sowohl zum Positiven wie auch zum Negativen hin. Genau wie in der ersten AG - die Geschichte wiederholt sich nämlich.

    Ich habe Schüler dabei, die zuerst "Iiiiihhh.... Elektronik!" sagten und bei denen ich heute zum Ende des Unterrichts oftmals den Stecker ziehen muss, um sie loszuwerden. Das betrifft seltsamerweise in erster Linie die Mädchen. Und dann sind da die Schüler, die zuerst mit großem Elan und der Auffassung "Ich schmeiße den Computer an, drücke einen Knopf und der macht das dann schon alles von alleine" an die Sache rangegangen sind. Die jedoch feststellen mussten, dass semiprofessionelle Fotografie nebst Bildbearbeitung richtig Arbeit bedeutet und die keinen Bock auf Arbeit haben. Das betrifft in erster Linie die Jungs.

    Daneben habe ich noch so ein paar Spezies, bei denen ich ein ganz großes, kreatives Potenzial vermute - sowohl was die Fotografie wie auch die Kreativität und die Computerei betrifft. Eine Förderung solcher Schüler (hab's versucht!) scheitert schulseitig aber an den finanziellen Mitteln und an obskuren "Verwaltungsvorschriften". Auch diese Schüler haben folglich irgendwann keine rechte Lust mehr. Ich kann denen - und der o. a. desillusionierten Gruppe - das kaum verdenken. Weil: Wie sieht es denn in der Realität aus? Wer aus beseren Verhältnissen stammt, wird in der Schule bevorzugt. Das war in Deutschland schon immer so und wird wohl auch immer so bleiben; aktuell hat diese Chancenungleichheit bloß eine neue Dimension erreicht.

    Die anderen strampeln sich ab. Für gute Zensuren, für die Versetzung, für weiterführende Schulen. Irgendwann machen sie einen Abschluss und kämpfen sich verbissen durch irgendeine Ausbildung. Aber wofür? Um dann doch nicht übernommen zu werden! Um bestenfalls in einem 400-Euro-Job irgendwas, was ihnen nicht liegt, zu machen oder aber um gleich nach Hartz-IV abgeschoben zu werden. Nach Ablauf von sechs Jahren erkennt ihnen die Bundesagentur für Versichertenbetrug und Existenzvernichtung sogar noch die durchgestandene Ausbildung ab und stempelt sie als "unqualifiziert". Wer ganz viel Glück hat, bekommt zunächst einen qualifizierten Job, wird dann spätestens mit ungefähr vierzig gekündigt, muss alles vertickern, wofür er immer gebuckelt hat und darf danach Hartz-IV beantragen.

    Geld, um eine Familie zu gründen? Nein! Vielleicht irgendwann mal ein klitzekleines Eigenheim im Grünen? Vollkommen illusorisch! Ein Auto? Möglicherweise, aber dann bestimmt nur ein gebrauchter Kleinwagen, der gerade mal noch zwei Jahre TÜV mitbringt. Reich werden? Ist legal gar nicht möglich ... Perspektive? Keine! Leistung lohnt sich nicht. Es profitieren immer andere. Insofern kann ich die Kids durchaus gut verstehen. Und dennoch soll ich sie motivieren. Aber anlügen will ich sie auch nicht ... Schwieriges Thema ... Ob es sich eine Gesellschaft überhaupt leisten kann, Nachwuchstalente derart zu demotivieren, ja sogar gänzlich auf sie zu verzichten? Und falls ja, wie lange?

    hpbuttonebmon

  • Geld oder Leben?

    Gerade in den Nachrichten gehört: Gestern ist bei Barsinghausen ein Linienbus ausgebrannt. Verletzte hat es wohl nicht gegeben. Die Ursache des Brandes ist noch unklar; vermutet wird ein technischer Defekt. Ein technischer Defekt? Könnte da nicht eine hinreichende Wartung vorbeugen? Manchmal habe ich das Gefühl, das genau an dieser Stelle bewusst gespart wird. Dazu ein Beispiel aus meiner früheren Tätigkeit in den Bereichen Umweltschutz und Arbeitssicherheit.

    Man trägt die Konzentration einer Noxe (d. h. eines wie auch immer gearteten Schadstoffes) gegen die Kosten, die eine entsprechende Gesundheitsversorgung des Betroffenen verursachen würde, auf. Danach trägt man die Kosten, die eine Noxenvermeidung kosten würde, gegen die Konzentration auf. Da, wo beide Kurven sich schneiden, wird der MAK-Wert u. d. h. die maximale Arbeitsplatzkonzentration des Schadstoffes festgelegt. Der MAK-Wert besagt also nicht, dass das Zeug ab dieser Konzentration ungefährlich ist. Er besagt lediglich, dass sich eine Begrenzung des Schadstoffausstoßes unterhalb dieser Grenze für das Unternehmen nicht mehr rechnet - Geld oder Leben? Was ist wichtiger?

    Kann es sein, dass es mit den Verkehrsmitteln genauso läuft? Ein Bus, der in der Werkstatt steht, bringt keinen Gewinn. Im Gegenteil, die Wartung kostet das Unternehmen Geld. Fällt er hingegen aus, dann ist das u. U. ein Versicherungsfall. Könnte sich durchaus rechnen ... Auch ein Flugzeug im Hangar bringt kein Geld. Und warum wohl hat die Bahn vor einigen Jahren die meisten Ausbesserungswerke (AWs) dicht gemacht? Geld oder Leben?

    hpbuttonebmon

  • PDF4eBook

    So ... Schwiegerelterns Schlafzimmer für die kommende Tapezieraktion ausgeräumt und dazu Möbel zerlegt, mit Töchterchen für die Bio-Arbeit kommende Woche gepaukt - es geht um DIESES Thema - und am Nachmittag mit dem Rad durch den Deister gedüst. Der Vormittag stand ja ganz im Zeichen der Software. Heinz hat in Frankreich programmiert und ich in Deutschland getestet. Dazwischen jagte eine E-Mail die andere ... Internationale Zusammenarbeit eben. Also worum geht's? Es geht um die portable Windows-Freeware PDF4eBook, seit heute Nachmittag in der wirklich sehr guten Version 1.4 vorliegend und in meinem letzten Beitrag ja schon einmal kurz erwähnt.

    pdf4ebook

    Was macht das Programm? Es formt Fließtexte in ebook-Reader kompatible PDFs um und versieht sie mit einem Titelbild. Derart formatierte ebooks können auf ebook-Reader kopiert werden. Eine etwaige Konvertierung bspw. in das EPUB- oder in das MOBI-Format führt Calibre zuverlässig durch. Gehen wir es einmal der Reihe nach durch.

    PDF4eBook kommt als 740 kB großes ZIP-Archiv. Nach dem Entpacken hat man das direkt ausführbare Programm pdf4ebook.exe, welches beim Erststart einen Unterordner "pdfeBook" anlegt. Letzterer dient zur Aufnahme des fertigen ebooks. Was braucht man jetzt? Man benötigt - logischerweise - erst einmal den Text, den man zum ebook verabeiten will. Der wird - bspw. per Editor oder Textverarbeitung - markiert und in die Zwischenablage kopiert. Er sollte nach Möglichkeit frei von Formatierungen u. ä. sein und KEINESFALLS irgendwelche Abbildungen enthalten. Mit dem "Insert"-Button fügt man ihn in das neu zu generierende ebook ein. Anschließend wählt man die Schriftart (TimesRoman oder Arial) und die gewünschte Schriftgröße (22-26dpi, je nach Schriftart). Was man da selektiert, hängt vom persönlichen Geschmack ab.

    Jetzt fehlt noch ein Titelbild. Prinzipiell kann man da jedes farbige (u. d. h. 24 Bit Farbtiefe aufweisende) JPG-Bild nehmen; ein Vollbild für das PDF hat die Maße 600*800px (Breite*Höhe). Größere Bilder werden automatisch verkleinert. Die Software formatiert die Bilder passend und setzt sie Reader-konform in 16 Graustufen um. Hinweis: Verwendet man ein Graustufen-JPG (welches normalerweise nur 8 Bit Farbtiefe aufweist), dann können Proportionsverzerrungen auftreten. Also sollte der Anwender die Arbeit des Bildformatierens getrost dem Programm überlassen; das macht das schon! Mit "Titelbild (farbig) laden" wird das Titelbild eingefügt.

    In der Titelbild-Vorschau sind jetzt die Vorgaben "Buchtitel" und "Untertitel" zu sehen. Diese beiden Begriffe werden - so man die betreffenden Felder leer lässt - NICHT in das PDF übernommen (womit es möglich wird, auf fertige Cover zurück zu greifen, was allerdings mit Hinblick auf etwaige Copyrights rechtlich gesehen nicht ganz unproblematisch ist). Es gibt dann noch zwei Felder für den "Buchtitel", der pro Feld max. 18 Zeichen lang sein darf, denn andernfalls wird er hinterher links und rechts abgeschnitten. Zusätzlich kann ein etwaiger und etwas längerer "Untertitel" in das Untertitelfeld eingegeben werden. Dann ist in das "Author"-Feld noch der Name des Buchautors einzutippen. Zuletzt fehlt unter "Filenamen eingeben" nur noch der Name der zu erstellenden PDF-Datei (die Endung "PDF" wird dabei NICHT angegeben). Damit ist das ebook fast schon fertig. Der Klick auf "PDF erstellen" erzeugt das PDF-ebook und mit dem Button "Ende" wird PDF4eBook beendet. Das fertige PDF kopiert man anschließend auf den ebook-Reader. Oder man bietet es im Handel an, wenn man die Rechte daran besitzt (also eigene Texte und Bilder verwendet hat) und vernünftige Konditionen eingeräumt bekommt.

    Das mit PDF4eBook erzeugte ebook-Format weist die größte Kompatibilität auf, denn es wird m. W. von ebook-Readern folgender Hersteller unterstützt: Sony, Kobo, Bookeen, Kindle, Acer, iRiver, ImCoSys, Trekstor/Weltbild, Pocketbook, BeBook, OYO/Thalia, Hexaglot, iRex, Foxit, Archos, Hanvon, Odys, Arnova, Elonex, eLyricon, WISE u. a. Neben eigenen Texten gibt es aber im Web auch reichlich und ganz legal Gratis-ebooks. Dabei aufpassen: Vieles von dem, was als "Gratis" angepriesen wird, sind nur Leseproben! Einige Quellen für Gratis-Texte, aus denen man mit PDF4eBook ebooks machen kann:

    - Projekt Gutenberg
    - Zeno
    - mobileread
    - ngiyaw eBooks
    - buchlinks
    - Google Books
    - beam
    - Reader club
    - Libri (nur selten mal im Zusammenhang mit Aktionen)
    - Herder Shop24 (Suchbegriff "kostenlos")
    - Internet-Märchen
    - JoeToe Märchenseite
    - Maerchen.com

    Die o. a. Quellen beinhalten sowohl kostenpflichtige wie auch kostenfreie ebooks. Mitunter ist Anmeldung bzw. Registrierung erforderlich. Man beachte auch die Formate der zur Verfügung gestellten ebooks - ggf. ist hier die Konvertierung mittels Calibre (s. o.) vonnöten. Daneben lohnt sich auch die direkte Recherche per Suchmaschine nach Autorennamen, denn im regulären Buchhandel ist der Autor i. d. R. weniger wert als die Druckerschwärze unter den Fingernägeln. Den Reibach machen andere und daher bieten viele Autoren ihre Werke - zumindest zeitlich begrenzt mal - auch als Gratis-ebooks an.

    hpbuttonebmon

  • Ein paar PDF-Tools

    Das Portable Document Format, kurz PDF genannt, ist eigentlich das plattformübergreifende Format für Textdokumente schlechthin. Es eignet sich sowohl für Abbildungen enthaltende Dokumente von eher technischem Inhalt wie auch für Fließtexte, bspw. in der Literatur. PDF ist wie eine fertige Zeitung zu betrachten - gedruckt, Endformat, abgehakt. Korrekturen bzw. Veränderungen sind an dieser Stelle nicht mehr vorgesehen, weshalb PDF bspw. auch gerne für Rechnungen in digitaler Form genutzt wird. Dennoch besteht nicht selten die Notwendigkeit, PDF-Dokumente einerseits zu erzeugen und andererseits weiter zu bearbeiten. Dazu dienen zahllose PDF-Tools. Einige davon - die, die mir bei Windows positiv aufgefallen sind - will ich hier mal kurz erläutern.

    PDF-Erzeugung (Texte)
    Wenn man einen fertig geschriebenen Text hat, dann lässt der sich in das PDF-Format konvertieren. Die Mittel der Wahl sind dabei OpenOffice oder LibreOffice, welche eine entsprechende Exportfunktion aufweisen. Beide Office-Suiten sind Freeware und auch portabel verfügbar. Bei Microsoft Office ist eine entsprechende Funktionalität zwar nicht eingebaut, kann aber ab Office 2007 als Add-In nachgerüstet werden. Ein Tipp an dieser Stelle: Platziert man mittels Textverarbeitung mehrere Fotos auf einer Seite, exportiert das nach PDF und druckt es in hoher Qualität aus, dann lassen sich auf diese Weise Abzüge von Fotos sehr viel preiswerter realisieren, als wenn man die Fotos einzeln direkt druckt.

    PDF-Erzeugung (Bilder)
    Drei Grafikprogramme erzeugen von Fotos, die man thematisch in Ordnern abgespeichert hat, auf einfache Weise PDF-Kontaktbögen. Alle drei Programme sind portable Freeware. Es handelt sich dabei um den FastStone Image Viewer, um XnView und um FotoControl. Die Bildverwaltung anhand von PDF-Kontaktbögen hat gegenüber unmittelbar auf die Fotos zugreifenden Katalogisierungsprogrammen den Vorteil, betriebssystemübergreifend zu funktionieren und gestattet es bspw. Bögen per Mail zwecks empfängerseitiger Bildauswahl zu verschicken.

    PDF-Betrachtung/ PDF-Reader
    PDF-Reader gibt's wie Sand am Meer. Zweifellos am bekanntesten ist der Adobe Acrobat Reader, eine Freeware, die allerdings installiert werden muss und die doch ziemliche Ansprüche an die Hardware stellt. Dafür kann man jedoch sicher sein, dass der Reader immer die aktuellsten PDF-Varianten unterstützt. Gute portable Alternativen sind Sumatra PDF und der Foxit Reader, daneben aber auch noch der mehr Möglichkeiten aufweisende PDF-XChangeViewer (s. u.).

    PDF-Verkettung/ Zerschneiden von PDFs
    Für die Verkettung einzelner, kleiner Dokumente zu einer größeren PDF-Broschüre oder aber zum Zerschneiden größerer Broschüren in kleinere PDFs eignet sich m. E. die portable Freeware PDF Merge Split Extract am besten. Sie setzt allerdings auf dem Rechner ein vorinstalliertes .NET 2.0 oder höher voraus. Die Extraktionsfunktion (d. h. die Konvertierung von PDF bspw. nach TXT) hierbei lässt mehr als nur zu wünschen übrig; sie ist de facto unbrauchbar. Die Merge-Funktion eignet sich bspw. hervorragend, um Kontaktbögen von Foto-Ordnern zwecks Katalogisierung von Bildersammlungen zusammen zu fassen. Weitere gute und portable Freeware-Alternativen dazu sind 7-PDF Split & Merge, Gios PDF Splitter and Merger sowie PDFTK Builder.

    PDF-Verwaltung
    Die portable Freeware Calibre ist eigentlich ein Programm zur Verwaltung von ebooks. Ganz gleich, ob es ein Reader von Sony, Kobo, Bookeen, Kindle etc. ist, sie unterstützen alle unterschiedliche Dokumentformate - leider! Der kleinste gemeinsame Nenner aber ist PDF im Seitenformat 600*800px oder 480*800px - je nach Reader. Deswegen eignet sich Calibre auch hervorragend zur Verwaltung von PDF-ebooks. Und nicht nur das: Auch Foto-PDF-Kontaktbögen werden von Calibre verwaltet. Wie das funktioniert, habe ich an anderer Stelle in meinem Blog schon einmal detaillierter beschrieben.

    Konvertierung von PDF nach RTF/ TXT/ HTML
    Die Freeware Some PDF to Word Converter wandelt PDF-Fließtext-Dokumente in das RTF-Format, das von jeder Textverarbeitung unterstützt wird, um. Das Programm kommt zwar als Installer, aber die 1:1-Kopie der installierten Software ist portabel. Sehr ähnlich arbeiten Some PDF to Text Converter - erzeugt Plain-Text-Files - und Some PDF to Html Converter - erzeugt HTML-Files. Aber: Diese Konverter kommen NICHT mit jeder PDF-Variante zurecht! Einen Versuch sind sie allemal wert, doch wenn es nicht funktioniert, dann bleibt eigentlich nur der PDF-Aufruf im Reader, das Kopieren des gesamten Dokuments in die Zwischenablage und die Übernahme nebst erforderlicher Nachbearbeitung mit einem Editor bzw. mit einer Textverarbeitung. Das kann u. U. dann vonnöten sein, wenn man aus einem Bilder enthaltenden PDF einen Fließtext für ebook-Reader machen will.

    Konvertierung von ebook-Formaten nach PDF und umgekehrt (nur Texte)
    Bei der Konvertierung von ebook-Formaten nach PDF und umgekehrt muss differenziert werden. Das Mittel der Wahl ist das bereits o. e. Programm Calibre, welches die Formate EPUB, FB2, HTMLZ, LIT, LRF, MOBI, PDB, PDF, PMLZ, RB, RTF, SNB, TCR, TXT und TXTZ ineinander umwandeln kann. Das funktioniert allerdings nur bei Fließtexten vernünftig; Grafiken - u. U. bereits ein Titelbild - können Probleme verursachen und die Konvertierung aussichtslos werden lassen. Daneben gibt es noch den freien Webdienst http://www.epub-to-pdf.com/ für die ausschließliche Konvertierung von epub nach PDF.

    Konvertierung von PDF nach JPG
    Zur Konvertierung von PDF nach JPG eignet sich die portable Freeware PDF-XChangeViewer. Mit der Exportfunktion dieses PDF-Readers kann jede einzelne Seite eines PDF-Dokuments als JPG-Bild ausgegeben werden. Das ist immer dann von Interesse, wenn aus PDFs ein Fotobuch gemacht werden soll. Wie das im Detail zu bewerkstelligen ist, hatte ich HIER ja schon einmal beschrieben.

    Konvertierung von JPG nach PDF
    Den umgekehrten Fall zum obigen Fotobuch - einfacher zu handhaben und mit etwas abweichenden Möglichkeiten - bietet die portable Freeware Fotobuch.

    Konvertierung von Fließtext nach ebook-Reader-PDF
    Wenn man einen Fließtext ohne Abbildungen hat, dann lässt der sich mit einem Titelbild versehen und in das von ebook-Readern unterstützte PDF-Format umwandeln (vgl. oben). Dazu dient die (z. Zt. noch in der Entwicklung befindliche) portable Freeware PDF4eBook.

    hpbuttonebmon

  • Moor, Sumpf, Modder, Matsch, Pampe

    Heute 16 °C und heiter bis wolkig. OK, zum Nachmittag eher wolkig als heiter. Dazu gefühlte Windstärke 12-18. Na ja, es war nur 7-8, aber in Böen mehr. Zu windig zum Radfahren. Dafür ist es trocken geblieben. Ein viel zu schöner Tag, als dass man drinnen rummuckelt. Ich sprach mit Engelszungen und habe meine Familie zu einem Ausflug ins Winzlarer Moor überredet. Bäähhh, Matsch, Modder, Pampe, Sumpf ... Das war die erste Reaktion. Dabei sind die Wege durch's Moor gut und befestigt. Meine Frau und unsere Kleine staunten ob der Vielfalt an Viechern (unsere Große wohnt ja inzwischen in Hannover und durfte sich den heutigen Tag an der Uni um die Ohren schlagen).

    Und dann war da dieser §$%###!!&!-Fuchs! Meine Tochter erblickte ihn zuerst und ich sah ihn nur noch nach rechts im hohen Gras verschwinden. Ein Prachttier! Kamera in die Richtung geschwenkt; irgendwo muss er ja sein! Denkste - plötzlich links von mir ein Rascheln und er schlug sich blitzschnell ins Unterholz. Der war so nah dran, dass ich die Flöhe in seinem Fell hätte ablichten können! Und der hat uns nach Strich Faden verar... Demnächst fahre ich wieder hin. Das Vieh ist fällig! Die Seeadler haben wir mit dem Fernglas zwar sehen können, aber zum Fotografieren waren die zu weit weg. Noch ein Grund, da wieder hinzufahren. Hier sind erstmal ein paar Bilder von heute.

    entenfamilie
    Allgegenwärtig: Entenfamilien.

    entenkuecken
    Und hier die Kleinen nochmal ohne die Mama.

    reiherfamilie
    Auch die Graureiher waren reichlich vertreten.

    reiher
    Noch ein Reiher, aber in einem anderen Revier.

    graugans
    Die Graugänse hielten sich von uns Menschen fern - dabei finde ich Gänse doch zum Anbeißen ... *ggg*.

    reh
    Bei diesem Reh geriet ich an die Grenzen meiner Kamera.

    schwalbe
    Eine Schwalbe: Mitunter lohnte sich in den Beobachtungsstationen auch mal der Blick zur Seite oder nach oben.

    piepmaetze
    Das Foto der Jungschwalben-Piepmätze stammt von meiner Tochter Sonja, weil meine eigenen Bilder nichts geworden sind (scheint immerhin so zu sein, als wären meine erzieherischen Anstrengungen nicht gänzlich vergeblich gewesen).

    hpbuttonebmon

  • Heute Schlecker, morgen Aldi?

    Es gibt eine Forbes-Liste mit dem Titel "The World's Billionaires". Da sind die reichsten Menschen der Welt drin aufgeführt. Auf Platz Nummer Zehn steht ein Deutscher, nämlich Karl Albrecht, Chef und Gründer von Aldi. Er gilt als der reichste Mensch Deutschlands und sein (mit Aldi) erworbenes Vermögen wird auf ca. 25,4 Mrd. US$ geschätzt. Aber ach, sein Konzern ist so arm dran!

    So arm, dass er seit Jahren vom Staat - und damit von uns allen! - subventioniert werden muss. Berichtet jedenfalls der Spiegel unter dem Titel "Aldi sackt seit Jahren staatliche Subventionen ein". Arme, notleidende Milliardäre! Denen muss doch geholfen werden, damit die Wirtschaft floriert! Sonst könnte es ja durchaus passieren, dass das, was jetzt mit Schlecker geschehen ist, auch Aldi droht ... Ob wir nicht vielleicht mal einen Rettungsschirm für notleidende Milliardäre auflegen und für das ganze, verfluchte Gesockse spenden sollten? Ich wüsste auch schon, was ich spenden würde. Im Stall steht nämlich noch Rattengift!

    hpbuttonebmon

  • Gedanken zur Rente

    Deutsche männliche Arbeitnehmer in prekären Jobs sterben - rein statistisch gesehen - mittlerweile im Durchschnitt schon mit 70 Jahren. Das Renteneintrittsalter liegt bei 67 Jahren und immer wieder gibt es seitens gewisser Politclowns hirnrissige Vorstöße, es über die 70-Jahres-Grenze hinweg erhöhen zu wollen. Macht ja auch Sinn: Malochen bis zum Umfallen, vom Fließband direkt ab in die Kiste. Eine Rentenversicherung braucht man dann nicht mehr, weil die sich von selbst erübrigt. Zum Leidwesen unserer Volksverräter "Volksvertreter" (woher kommen heute bloß immer die Tippfehler?) liegt das Renteneintrittsalter aber noch nicht über 70. Und bis dahin muss die Rente eben gesenkt werden! Das dient ja alles dem Wachstum der Wirtschaft und dafür muss eben jeder Opfer bringen! Marktkonforme Demokratie nennt sich das!

    Es geht aber auch ganz anders. Der "böse Linke" aus Frankreich, nämlich François Hollande, macht es jetzt vor: "Frankreich führt teilweise Rente mit 60 ein". Woraus unschwer zu erkennen ist, dass die Franzosen trotz permanenter Gehirnwäscheversuche seitens Das Merkel immer noch nicht begriffen haben, wie Neosklaverei (schon wieder!) neoliberale Politik funktioniert. Vielleicht wollen die das auch gar nicht begreifen. Kein Wunder, das derjenige, der das Volksenteignungsgesetz H4 eingeführt hat - nämlich Altkanzler Schröder - gegen Hollande Sturm läuft.

    Oder aber - was ich kaum zu denken wage - da steckt was ganz anderes dahinter. Ein ganz großer Verschwörungsplan. Nehmen wir mal an, Das Merkel ist in Wirklichkeit die zum Selbstläufer gewordene Geheimwaffe Erich Honneckers. Ihr Auftrag: In ganz Europa einen gnadenlosen Raubtierkapitalismus einzuführen, bis alle Europäer GEMEINSAM die Schnauze davon gestrichen voll haben und es zu einer ganz großen Revolution kommt. Am Ende könnte dann ein sozialistisches Gesamteuropa stehen ... :>

    hpbuttonebmon

  • Nehmt Alufolie!

    Report München hat neulich auf die neuen funkgestützten Kreditkarten nebst der damit einher gehenden Sicherheitslöcher hingewiesen. Weil: Diese Karten - welche die bisherigen Kreditkarten wohl längerfristig ablösen werden - funken ihre "Bezahl"-Daten an Kassenterminals. RFID macht's möglich. Das gestattet es dem Handel, auf die Dauer mit weniger Kassenpersonal auszukommen: Es lebe die Wirtschaft! Ist aber nur die eine Sache dabei. Die andere Sache ist der Datenklau. Ich will's mal so ausdrücken: Wenn ihr auf einem Bahnhof, bei einem Schützenfest oder wo auch immer unterwegs seid, wo sich viele Menschen rumtreiben, dann gibt's da garantiert auch Taschendiebe. Die brauchen allerdings - da sie die Brieftasche ja physisch entwenden müssen - eine gewisse Fingerfertigkeit.

    Mit den neuen Kreditkarten ist das einfacher, weil kein physischer Zugriff mehr nötig ist. Die RFID-Ansteuerung besorgt das Smartphone. Es reicht völlig aus, das Handy in die Nähe der Einkaufs- oder der Hosentasche zu bringen, damit es die Kartendaten von wildfremden Menschen auslesen kann: Name, Kartennummer, Verfallsdatum, Kartenunternehmen. Im nächsten Schritt sucht sich der Datendieb einen Online-Versand, der den dreistelligen Sicherheitscode auf der Kartenrückseite NICHT abfragt. Da bestellt er im Namen seines Opfers und gibt einfach nur eine abweichende Lieferadresse an. That's it! Die Ware kommt - schlimmstenfalls bis zum Kartenlimit. Besonders perfide dabei: Als Kunde wird man seitens des Kreditkartenunternehmens NICHT darüber informiert, ob man eine funkende Karte sein Eigen nennt.

    In der Haftung ist der Händler. Aber: Die Beweislast dahingehend, dass er nicht selbst eingekauft hat, liegt beim Karteninhaber. Schwierig. Problematisch. Letztlich dürften sich Karteninhaber und Händler dadurch gehörig in die Haare kriegen. Und wer ist der lachende Dritte, der die Waren bspw. über ebay o. a. gewinnbringend vertickert? Abhilfe bietet Alufolie. Jede Kreditkarte muss in Alufolie eingepackt werden (damit entsteht ein Faraday'scher Käfig) und das Ausleseverfahren funktioniert nicht mehr. Zwar leicht machbar, aber doch auch extrem unpraktisch. Ich sehe schon wieder eine Renaissance der alten Zigarettenetuis aus Metall kommen. Die müssten nämlich ganz genauso wie die Alufolie funktionieren und sind viel bequemer zu handhaben. Der ganze Report-Beitrag ist HIER und das PDF-Manuskript zur Sendung HIER abrufbar.

    hpbuttonebmon

  • Lange her ...

    Was für ein Stresstag ... - zuerst, wie üblich, am Band. Lief heute nicht gut. Danach zuhause gefühlte tausend Kleinigkeiten, dann Einkaufen und wieder einmal "Taxi Papa". BTW: Über meinem Schreibtisch hängt ein Schild, das ich mal zu irgendeinem Geburtstag von meinen Töchtern bekommen habe. Die Aufschrift: "Firma Papa GmbH. Wartungs- u. Reparaturarbeiten, Kurierdienste rund um die Uhr, Finanzdienstleistungen aller Art, Autovermietung, sämtliche Dienstleistungen." Irgendwie ist da auch was Wahres dran ...

    Und daneben habe ich heute noch stundenlang versucht, was Neues anzuschieben, weil ich jetzt seit acht Monaten am Band bin und mein dortiger Vertrag in spätestens vier Monaten ausläuft. Die Zeit danach will ja auch irgendwie gesichert sein! Jedenfalls habe ich heute keine übersteigerte Lust mehr zum Tippen. Aber zum Musikhören! Woodstock ist verdammt lange her ... - Country Joe McDonald & The Fish mit dem "I-Feel-Like-I'm Fixin'-To-Die Rag". Könnte für den Irak aktuell auch zutreffen ...

    hpbuttonebmon

  • Zeitungsmeldungen

    Bereits gestern hatte ich ja geargwöhnt, dass der aktuell an den Tag gelegte blinde Aktionismus unserer ReGIERung Ablenkungszwecken dienen könnte. Daraufhin sah ich mir mal ein paar Zeitungen an. Und siehe da ... es gibt wahrlich brennendere Themen!

    - Fachkräftemangel kurzfristig noch nicht in Sicht
    Auch wenn mancher das vielleicht anders sieht, so bleibe ich doch meiner Meinung, dass wir hinreichend viele Fachkräfte haben und dass die ganze Geschichte nur eine Ablenkungskampagne ist. Interessanterweise sieht selbst das DIW - das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung - auch keinen Fachkräftemangel.

    - Rentensenkung
    Das war absehbar. Wenn kaum jemand noch SV-pflichtig arbeitet und den oberen Zehntausend ein Steuergeschenk nach dem anderen in den Allerwertesten geblasen wird, dann kommt selbstverständlich auch nichts mehr in die Rentenkassen rein. Unausweichliche Folge ist daraufhin die Rentensenkung. Selbst eine in Finanzdingen nicht sonderlich bewanderte "Lieschen Müller vun't Dörpe" kann sich das an fünf Fingern ausrechnen. Aber für unsere selbsternannt-"elitären" Bezieher eines leistungslosen Grundeinkommens in fürstlicher Höhe ist das zu kompliziert.

    - Hälfte der Überstunden sind unbezahlt
    Eine simple Sache: Willst du deinen SV-pflichtigen Job behalten, dann halt auch die Schnauze und arbeite gefälligst mehr! Denn wenn nicht gibt es ein Heer von Arbeitslosen, die nur darauf warten, deinen Job besetzen zu können. Der Begriff "Ausbeutung" trifft es m. E. recht gut. BTW: Man achte bitte in Arbeitsverträgen auf die Formulierung "Die Arbeitszeit richtet sich in jedem Fall nach der Auftragslage". Das ist für den Arbeitgeber nämlich insofern ein Freibrief, als dass er Überstundenzuschläge schon mal einspart - weil die Überstunden einfach als "Arbeitszeit" deklariert werden können. Und welcher Arbeitnehmer ist mangels Kenntnis der Auftragslage schon dazu in der Lage, den Gegenbeweis anzutreten?

    - Die Änderung des Wahlrechts
    Ich glaube, die so genannten "Volksvertreter" in Berlin agieren wirklich realistisch und vorausschauend. Denn in absehbarer Zeit steht ja wieder eine Bundestagswahl an. Realistisch betrachtet kann Schwarz-Gelb wohl eher nicht von dem ganz großen Wahlerfolg ausgehen. Deswegen orientiert man sich jetzt schon anderweitig und sattelt frühzeitig um. Man versucht sich - recht erfolgreich übrigens - mit kabarettistischen Darbietungen und macht den Comedyans Konkurrenz.

    Hören Sie dazu einen Kommentar von Gernot Hassknecht.

    hpbuttonebmon

  • Wieder mal der Fachkräftemangel

    Wenn hierzulande von wichtigen Themen - bspw. der sozialen Schieflage, der Spaltung der Gesellschaft, der Verarmung, den prekären Jobs u. ä. - abgelenkt werden soll, dann setzen Regierung und Wirtschaft auf das Gespenst des vermeintlichen Fachkräftemangels und ignorieren dabei geflissentlich, dass die Bundesagentur für Versichertenbetrug und Existenzentzug Unqualifizierte erst macht, indem sie alle Berufsabschlüsse, die sechs Jahre oder länger zurück liegen, als nichtig einstuft. Aktuell scheint wieder einmal so eine Ablenkungskampagne zu laufen, denn gestern berichtete die Tagesschau reißerisch über "Anhaltende Konjunktur beschert Unternehmen Fachkräftemangel" und heute heißt es "Merkel berät mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften über Fachkräftemangel".

    Fragt sich bloß, wovon abgelenkt werden soll. Vielleicht ist die Konjunktur doch nicht so anhaltend, wie man uns weiß machen will? Die Financial Times Deutschland und die FAZ jedenfalls sprechen da nämlich eine gänzlich andere Sprache! Aber dem doofen TV-Glotzer kann man ja alles erzählen ... Der glaubt womöglich noch den Bären, den man ihm im amtlichen Berieselungskanal aufbindet ...

    mangel

    hpbuttonebmon

  • Der Pate

    (Alle Welt regt sich über die Korruption unserer Politgrößen ganz oben auf. Dabei setzen die bloß im großen Stil fort, was nur allzu oft im kleinen Stil auf Dorfebene begonnen hat. Hier ist mal eine Geschichte im kleinen Stil und natürlich auch wieder rein fiktiv. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Geschehnissen oder Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt - auch wenn manchem einiges bekannt vorkommen könnte.)
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    Es war einmal in Deutschland, dem Wirtschaftswunderland in den fünfziger Jahren. Wirtschaftswunder auch für das kleine Familienunternehmen Wensö irgendwo im Norden. Wensö stellte Haushaltsartikel für den täglichen Gebrauch her. Die Wirtschaft boomte. Wensö machte gute Geschäfte, wurde größer. Das Kapital des Unternehmens bestand nicht aus Maschinen, sondern lag im Know How und im Engagement der dort Beschäftigten. Wer bei Wensö Arbeit fand, der hatte ausgesorgt. So schien es jedenfalls. Das Betriebsklima konnte man getrost als sehr gut bezeichnen.

    Wensö wuchs. Aus dem kleinen Familienunternehmen mit nicht mal 20 Beschäftigten wurde ein vergleichsweise großes Unternehmen mit gut 250 Leuten. Das Geschäft florierte, weil jeder die Haushaltsartikel benötigte. Mit dem Wachsen der Firma wuchs die Verwaltung dem Ehepaar, welches das Unternehmen einst gegründet hatte, allerdings auch über den Kopf. Sie benötigten Hilfe und stellten einen jungen, adretten und zuvorkommenden Mann, den Herrn Wells, ein. Herr Wells überzeugte durch Sachkenntnis und Leistung. Er war wirklich kompetent. Man übergab ihm die Leitung von Buchhaltung und Personalwesen. Man machte ihn zum Prokuristen.

    Zeit für die Gründerfamilie, mal an eigenen Nachwuchs zu denken. Der stellte sich auch ein. Aber er war nicht gesund. Die Wensös mussten sich fortan neben ihrem Unternehmen auch noch um ein behindertes Kind kümmern. Das Kind ging vor. Die mit dem Unternehmen verbundenen Aufgaben übernahm mehr und mehr der Herr Wells. Das Unternehmerehepaar vertraute ihm und ließ ihm vollkommen freie Hand. Das wiederum wusste der Herr Wells geschickt für sich auszunutzen. Zuerst bekam es der Einkauf zu spüren, der nur noch minderwertiges Rohmaterial zu beschaffen hatte. Abgerechnet wurden allerdings hochwertige Waren. Der Differenzbetrag floss auf das Privatkonto des Herrn Wells. Und selbstverständlich wusste niemand von diesem Deal.

    Es hagelte Reklamationen. Aber das machte gar nichts. Denn es handelte sich ja nicht um das Unternehmen von Herrn Wells. Er fand immer einen Weg, den schwarzen Peter irgendeinem Beschäftigten zuzuschieben. Den er anschließend feuerte. Womöglich auch noch verklagte. Schuld waren nämlich immer die anderen. Wie viele Existenzen er auf diese Weise zerstörte und wie viele Familien er kaputt machte war ihm gleichgültig. Es betraf ja nicht ihn selbst. Bei Wensö hatte sich eine Schlange in Nadelstreifen eingeschlichen. Nur erkannten die Firmeninhaber die Schlange noch nicht und begannen, auf die unfähigen Arbeiter zu schimpfen. Auf diese Weise verschlechterte sich das Betriebsklima dramatisch. Allerdings endete auch etwa zu diesem Zeitpunkt die Wirtschaftswunderphase endgültig. Mit den Schiebereien beim Einkauf ließ sich nicht mehr genug Geld verdienen.

    Herr Wells verfiel auf Plan B, zumal sich die Unternehmensgründer ja bereits weitgehend zurückgezogen hatten. Er nahm die Lohngelder der Beschäftigten - die Lohnbuchaltung leitete er ja auch - und machte Optionsgeschäfte. Termingeschäfte. Er hatte ein glückliches Händchen dafür. Den Gewinn steckte er selbst ein. Aufgrund der Termingeschäfte konnten die Löhne oftmals nicht pünktlich ausgezahlt werden. Machte nichts. Herrn Wells kümmerte das wenig. Die Beschäftigten dagegen sehr viel mehr, mussten sie doch pünktlich ihre Mieten und ihre Rechnungen bezahlen. Nach und nach liefen Wensö die Leute weg. Leute mit Know How. Es gab keine Innovationen mehr. Die Produktqualität sank weiter und weiter. Irgendwann musste Firma Wensö Konkurs anmelden. Jetzt erst erkannten die Firmeninhaber, was wirklich geschehen war. Aber zu spät. Die Pleite kannte nur einen Sieger: Herrn Wells. Der besaß inzwischen etliche Millionen. Er kannte nur noch sein Geld. Er definierte Leben und Menschsein über den Besitz von Geld.

    Geld muss arbeiten; muss sich vermehren. Herr Wells wusste das nur zu gut. Ihm kam auch eine grandiose Idee. Was wäre, wenn er alle maßgeblichen Personen in einem Ort zu einer Gemeinschaft zusammenschweißen konnte, der er selbst vorstand? Wenn diese Gemeinschaft offiziell gemeinnützige Aktionen fördern würde, während er selbst im Hintergrund die Fäden zog und die tatsächlich wichtigen Entscheidungen traf? Wenn er den Mitgliedern dieser Gemeinschaft kostengünstige Kredite zukommen ließe und sie so an sich band? Gesagt, getan. Herr Wells gründete einen gemeinnützigen Verein zum Wohle aller. Darin vertreten Ärzte, Apotheker, Handwerker, Vermieter, Selbständige, Anwälte, Journalisten, Kommunalpolitiker, Geistliche usw. Nur keiner vom Fußvolk. Und Herr Wells leitete den Verein, wurde Vorsitzender. Der Kassenwart war ihm treu ergeben, weil er den beim Hausbau finanziell unterstützt hatte. Wie es um die Finanzen bestellt war, wussten nur die Beiden. Und die hielten dicht. Eine Hand wäscht die andere.

    Wenn einer der Gewerbetreibenden für sein Geschäft Geld benötigte, dann fragte er nicht mehr die Bank. Er ging gleich zu Herrn Wells, denn das gehörte sich inzwischen eben so. Denn der vergab privat weitaus günstigere Kredite. Und mit der Tatsache, das der hier und da dafür zum Ausgleich mal ein kleines Entgegenkommen verlangte, ließ es sich durchaus leben. Nach gut einem Jahrzehnt war die Gemeinschaft, für die alle darin vertretenen Journalisten nur Lobeshymnen fanden, tatsächlich zu einer Art von Dorfmafia geworden. Eine Dorfmafia, in der Herr Wells den Paten stellte. Nur er allein bestimmte.

    Alles ganz legal und geschickt hinter den Paragraphen versteckt. Und wann immer jemand von den maßgeblichen Personen - und nur um die ging es; alle anderen vom Fußvolk waren ohnehin verzichtbar - Geld benötigte, dann half Herr Wells gerne aus. Er wurde reicher und reicher. Geld und Macht korrelieren. Der Pate der Dorfmafia wurde immer mächtiger. Wenn jemand sich kritisch äußerte, dann fand er im Ort keine Arbeit mehr. Benötigte der Unternehmen, dann musste er die für teures Geld von außerhalb kommen lassen. Wer ein neues Gewerbe anmelden wollte, hatte sich mit Herrn Wells gut zu stellen. Denn andernfalls stand er auf verlorenem Posten. So manchem - sei es eine Privatperson oder ein durch überhöhte Mieten in den Ruin getriebenes Unternehmen - blieb nichts anderes übrig als wegzuziehen und woanders nochmal bei Null anzufangen. Der Pate und die Dorfmafia kontrollierten alles. Wehe dem, der ausgeschlossen worden war: Faschismus der neuen Form in Reinkultur. Faschisten in der Maske von Demokraten.

    Die Dorfmafia - pardon, der gemeinnützige Verein - blieb aber permanent dabei, auch der Allgemeinheit dieses oder jenes zukommen zu lassen. Die Krümel vom Kuchen sozusagen. Eine Bestätigung der neoliberalen Pferdeäpfeltheorie. Der Schein musste ja gewahrt bleiben. So wurde Herr Wells nach und nach zum Wohltäter der Ortschaft hochstilisiert und es gab kaum einen Zeitungsbericht, in dem seine Leistungen zum Wohle aller nicht entsprechend gewürdigt wurden. Unter der Hand allerdings bezeichnete schon so mancher Einwohner den vermeintlichen Wohltäter nur noch als "den alten Betrüger". Nun ist ein bisschen Macht ja vielleicht ganz schön, aber nicht wirklich ausreichend. Deswegen griff Herr Wells auch nach der Politik.

    Was eigentlich ganz einfach war, denn zum Verein zählten ja auch kommunale Größen aus der Politik. Besonders ein aufstrebender junger Mann, ein Herr Tlann, hatte es dem Paten angetan. Herr Wells überzeugte auf seine unnachahmliche Weise die Ratsmitglieder, dass Herr Tlann doch der ideale Kandidat für den Posten des Bürgermeisters sei. Und Herr Tlann wurde - wen wundert's - auch tatsächlich zum Bürgermeister gewählt. Er beabsichtigte, sich ein standesgemäßes Eigenheim zu bauen. Nichts Großes, bloß so ein kleiner Bungalow mit innenliegendem Swimming Pool und ein paar anderen Kleinigkeiten, auf die jemand seines Standes keinesfalls verzichten konnte. Herr Wells half - wie könnte es auch anders sein - wieder mit etwas Geld aus. Er machte Herrn Tlann allerdings unmissverständlich klar, dass Entscheidungen der Lokalpolitik künftig so auszufallen hätten, wie er - Herr Wells - das wünschte. Herr Tlann hatte keinerlei Problem damit. Denn, wie schon gesagt: Eine Hand wäscht die andere.

    Die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich. Um die Jahrtausendwende herum platzte die Dotcom-Blase und auch der größte Arbeitgeber im Ort - der in die falschen Aktien investiert hatte - musste seine Pforten für immer schließen. Herr Wells witterte dadurch ein Riesengeschäft. Welche Fäden er zog und welche Beziehungen er nutzte, um den Herrn Tlann zum Boss der Kommunalverwaltung zu machen, gelangte im Detail niemals an die Öffentlichkeit. Es gab nur hier ein Gerücht und da ein Gerücht. Als führender Kommunalpolitiker aber oblag es jetzt dem Herrn Tlann, das nun unbenutzte Industriegelände für einen geringen, symbolischen Preis zu kaufen und einer anderweitigen Nutzung zum Segen der Allgemeinheit zuzuführen.

    Genau das tat er auch. Das sein Mäzen, der Herr Wells, bei jeder einzelnen Aktion dieser Art - Ansiedlung von Kleingewerbe, das selbstverständlich nur dann eine Konzession erhielt, wenn die Personen Mitglied im o. e. Verein wurden, mehrere Sportstätten, ein Event-Zentrum usw. - seine Finger im Spiel hatte, wussten nur die Wenigsten. Und dass der Herr Wells viele der Gebäude für 'nen Appel und 'n Ei vom Herrn Tlann gepachtet hatte, musste auch nicht unbedingt an die große Glocke gehängt werden. Aber diese Vorgehensweise lohnte sich: Irgendwo, weit im Hintergrund, saß immer der Pate der Dorfmafia und trat als Arbeitgeber und als Vermieter auf. Und er kassierte.

    Aber nicht nur er. Auch für den Herrn Tlann, der seitens des Paten nach und nach zum Nachfolger aufgebaut wurde, rechnete sich die ganze Sache. Brauchte der Pate Personal, dann köderte er Arbeitslose mit vergleichsweise hohen Löhnen und meldete diese hohen Löhne auch an die Jobcenter weiter. Tatsächlich aber zahlte er nur zwei Drittel oder sogar noch weniger, woraufhin die Leute Probleme mit den Jobcentern bekamen, weil die denen unterstellten, mindestens ein Drittel ihrer Einkünfte zu verschweigen.

    Das aber interessierte den Herrn Wells nicht die Bohne. Besonders seine Sportstätten erwiesen sich als Goldgrube und da die nur gepachtet waren, machte die Kommune auch die Abrechnung. Wobei Stundenzettel "verschwanden" und Besucherzahlen "korrigiert" wurden, so dass die Sportstätten vorgeblich keinen Gewinn abwarfen. Das ermöglichte es, Beschäftigte über die Kommunalverwaltung für einen Euro zu bekommen. Immer hatten die Beschäftigten das Nachsehen (und die Beweislast) und immer hielt der liebenswerte Herr Tlann seine Hand schützend über die krummen Geschäfte des Herrn Wells. Weshalb der Letztere auch dafür sorgte, dass in den Gemeinderäten der betreffenden Ortschaften nur noch willfährige Abnicker saßen. Jemand anders konnte sich gar nicht mehr zur Wahl stellen.

    Herr Wells wusste sich gegenüber dem Herr Tlann selbstverständlich zu revanchieren, verfügte er doch mittlerweile über gut gepflegte Beziehungen nach ganz oben, zu Baulöwen und ähnlich bessergestellten Personen. Und so durfte der Herr Tlann - mit finanzieller Unterstützung durch Herrn Wells - das eine oder andere Eigenheim auch in eigentlich nicht dafür vorgesehenen Gebieten bauen. Das wiederum brachte sehr gute Mieteinnahmen, von denen sie beide profitierten. Dann hier und da noch ein größeres Wohnheim-Objekt mit seitens Herrn Tlann vermieteten Luxus-Suiten - selbstverständlich finanziell vom Herrn Wells abgesichert - und so wurde der Leiter der kommunalen Behörde nach und nach auch noch zu einem der einflussreichsten Vermieter im Ort.

    Nun machen Mietwohnungen und Luxus-Suiten allein natürlich nicht wirklich viel her. Um da zahlungskräftige Mieter rein zu bekommen, muss auch das dörfliche Umfeld stimmen. Also die Parkanlagen, die Verkehrsanbindung, das gesamte Aussehen des Ortes. Und so ließ der Herr Wells seine Beziehungen nach ganz oben spielen und der Herr Tlann räumte erst einmal alle potenziellen Widerstände aus dem Weg. Langjährige Anwohner wurden kommunalbehördlich weggemobbt. Häuser mussten weichen, weil die baufällig geworden waren. Das hatten Gutachten ergeben. Die Gutachter wurden vom Herrn Tlann engagiert und bezahlt. Das Geld dafür nahm er aus dem Steueraufkommen, zu dem auch die Anwohner, die er wegekelte, selbst mit beigetragen hatten. Natürlich sprachen manche Leute von Gefälligkeitsgutachten, aber wer glaubt schon so etwas? Bei der Gelegenheit konnte er sich auch gleich auf elegante Weise der oppositionellen Stimmen im Gemeinderat entledigen. Der Weg war geebnet worden und der Pate konnte sich zur Ruhe setzen. Herr Tlann nahm dessen Stelle ein.

    Nachdem alle möglichen Widerstände schon im Vorfeld beseitigt worden waren, rief der Herr Tlann ein Projekt "Unser Dorf soll schöner werden!" ins Leben. Der Wert seiner Mietobjekte würde sich dadurch immens steigern. Zur Kasse allerdings wurden die Anlieger gebeten. Mit Vorteilsnahme hatte die ganze Geschichte jedoch ganz und gar nichts zu tun, denn wer will es jemandem verwehren, dass der "rein zufällig" ein paar Mietshäuser in der betreffenden Gegend besitzt? So ein Projekt läuft natürlich nicht von heute auf morgen und es verging Zeit. Viel Zeit. Auch Herr Tlann begann in die Jahre zu kommen. Er sah sich nach einem Nachfolger um und fand Herrn Dörg. Der sollte das Projekt "Unser Dorf soll schöner werden!" quasi als Gesellenstück umsetzen: Straßenverlegungen, Änderung der Verkehrsführung, Neugestaltung von Parkanlagen und und und. Teuer, teuer, teuer.

    Das tat der auch. Zuerst gab es eine Bürgerinformation, in deren Verlauf die Bürger das Projekt einhellig ablehnten und die dem Herrn Tlann hündisch ergebenen Ratsherren das Projekt einhellig abnickten. Dann wurde gebaut. Jahrelang. Die Bürger hatten für etwas zu zahlen, das sie nicht brauchten, weil es die Kommunalverwaltung so wollte. Der eine oder andere, selbstverständlich vollkommen "unbeabsichtigte" Buchungsfehler - wenn bspw. eine Parkumgestaltung beim Straßenbau den Anliegern angelastet wurde - machte die Sache für die Anwohner nicht gerade billiger. Und wenn etwas von den Buchungsfehlern aufflog, ja dann war das eben ein peinliches Versehen gewesen und sehr gut, dass aufmerksame Beobachter das gerade noch rechtzeitig bemerkt hatten. Man wollte ja die Bürger nicht über Gebühr zur Kasse bitten!

    Als sich die ganze Angelegenheit nach Jahren ihrem Ende näherte, da war der Herr Tlann ein gemachter Mann, der sich zu seinem einstigen Förderer, Herrn Wells - dem Paten der Dorfmafia - auf's Altenteil zurückziehen konnte. An der Front stand jetzt der Herr Dörg. Viele frühere Anwohner hatten aufgrund finanzieller Probleme ihre bisherigen Wohnungen aufgeben müssen und zogen woanders hin. In diese Lücke stieß eine zahlungskräftige Klientel, nämlich finanziell gut gestellte Stadtflüchtlinge. Der Ort florierte. Nach denen aber, die das finanziert hatten, fragte keiner mehr. Die Kommunalpolitiker und Gewerbetreibenden fühlten sich in ihrem Handeln durch und durch bestätigt. Der Verein und der durch ihn repräsentierte Faschismus im neuen Gewand waren zum Selbstläufer geworden. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann mauscheln sie noch heute. Ganz legal, versteht sich ...

    hpbuttonebmon

  • Grau in Grau

    Draußen ist ausgemachtes Sch...-Wetter, grau in grau. Es regnet. Positiv daran: Man kann es draußen noch ohne Taucheranzug aushalten. Dazu eine Temperatur wie in einem wirklich milden Winter. Wie verbringt man so einen Tag? Man macht Hausaufgaben. Mit Töchterchen. Kreisberechnung, Umstellen von Formeln, Wurzeln, Potenzen, dabei Einheiten umrechnen und sowas. Kreiszahl Pi forever. Man gönnt sich ja sonst nichts. Dabei spreche ich gar kein "Mathe"! Jedenfalls versuche ich immer, das meiner Tochter klar zu machen. Glaubt sie mir aber nicht! Englisch kommt nachher auch noch. Ich habe zu ihr gesagt: "I don't speak english. Not a single word. Believe me!" Tut sie nicht ... Göre ... Wer hinreichend viel Kohle - aber keine Ahnung - hat, der schickt sein Kind zur Nachhilfe. Andernfalls sind die Eltern gefordert - die "unqualifizierten Minijobber" - oder die Kinder am Ar... Was machen eigentlich die Lehrer?

    hpbuttonebmon

  • Test Netbook Meteorit NB-7 (2)

    Nachdem ich das Netbook Meteorit NB-7 im Teil 1 eher so "hardwaremäßig" vorgestellt hatte, will ich jetzt mal etwas näher auf die Apps eingehen, weil es erst die sind, die das Ding wirklich funktionell machen. Dazu müssen die meisten Apps nachträglich installiert werden. Macht man das, dann fällt auf, dass nahezu alle Apps (es existieren nur wenige Ausnahmen) Ordnerstrukturen glatt überlesen. D. h. hat man bspw. einen Ordner "Musik" und darunter die Subdirectories "Heavy Metal", "Klassik", "Folk" usw., dann wird "Musik" nicht angezeigt, stattdessen aber alle untergeordneten Verzeichnisse. Das ist etwas unübersichtlich und verwirrend.

    Dann kommt noch hinzu, dass das Betriebssystem Android die Apps nicht beendet, sondern einmal gestartete Apps bei Nichtbenutzung nur "schlafen legt". D. h. bei den Apps fehlt durchweg ein Button oder Icon zum Abschalten. Um eine App wirklich abzuschalten, muss man den Taskmanager bemühen. Einige Apps sind vorinstalliert und zählen zum Google App Pack. Zum Runterladen gibt es daneben noch zwei Quellen, nämlich den Google (Android) App Market und - bei Pearl-Geräten - das Pearl App Center. Diese beiden "Packetmanager" sind auch als Apps vorinstalliert, unmittelbar runterladen lassen sich allerdings nur die geprüften Apps von Pearl. Um Apps vom Google bzw. Android App Market mit hinzu nehmen zu können (was sich unbedingt empfiehlt!), muss man zuerst unter "Einstellungen/ Anwendungen" die Option "Unbekannte Quellen/ Installation von Nicht-Market-Anwendungen zulassen" aktivieren. Das Aufrüsten mit den Apps funktioniert so ähnlich wie Luffi unter Windows. Jetzt aber zu den Apps selbst - na ja, jedenfalls zum Anfang davon, denn das Thema ist schier endlos ...

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    Funktionalität: PDF-Darstellung, Netbook als Reader für PDF-E-Books
    App: Adobe Reader
    Bezug: Google App Market
    Preis: Kostenlos

    pdfapp
    Das NB-7 als E-Book-Rearder mit um 90° gedrehtem Bildschirm.

    Hinweise: Zunächst auf "Dokumente" klicken, um alle PDF-Dokumente einzulesen, erst danach die Auswahl des darzustellenden Dokuments vornehmen. Wichtig: Das Einlesen dauert einige Zeit! Navigiert wird mit den Pfeiltasten und der PDF-Reader unterstützt (zumindest teilweise) eingebettete Grafiken. Mit der "Seite-Drehen"-Funktionstaste (rechts unten neben der Leerzeichen-Taste) kann das Bild um 90° Grad gedreht werden, so dass das NB-7 zum E-Book-Reader wird. Lesezeichen sind möglich. Bitte NIEMALS den Finger auf den Pfeiltasten parken! Das NB-7 reagiert zwar etwas träge, aber es reagiert - auch auf "geparkte" Finger!
    Sonstiges: Bei PDF und Android prallen zwei grundverschiedene Welten aufeinander, denn PDF ist nie für Android vorgesehen gewesen und umgekehrt. Ich habe zahllose PDF-Apps ausprobiert, aber diese funktioniert mit ganz großem Abstand am allerbesten!

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    Funktionalität: Netbook als einfaches Notizbuch
    App: Jota Text Editor
    Bezug: Google App Market
    Preis: Kostenlos

    jotaapp
    Das NB-7 als Notizbuch.

    Hinweise: Das Schreiben von Texten ist auf dem NB-7 weder vorgesehen noch mit der winzigen Tastatur besonders gut machbar. Dennoch ist eine App für ein paar schnelle Notizen zwischendurch nicht verkehrt. Der Jota Text Editor erzeugt reine TXT-Dateien und unterstützt auch Umlaute. Nur leider speichert die App alle so erstellten Notizen irgendwo in den "Tiefen" des NB-7 ab und ignoriert alle dabei gemachten Pfadangaben geflissentlich: Verschärfte Dateisuche ist zum Datenaustausch angesagt - ja, wo isse denn? Abhilfe ist allerdings auf simple Weise möglich: Man legt einfach einen Ordner "Notizen" auf der Speicherkarte an und speichert darin eine leere Plain-Text-Datei "Notizen.txt" - kann man ja notfalls unter Windows mit dem Editor erstellen. Unter dem Jota Text Editor ruft man eben diese Datei auf, tippert die Notizen ein und klickt nur noch auf "Save". Dann sind die Notizen plattformübergreifend und austauschbar in immer der gleichen Datei auf der Speicherkarte enthalten. Ohne langes Suchen!

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    Funktionalität: Dateihandling
    App: File Explorer
    Bezug: Komponente des Google App Pack
    Preis: Kostenlos, mitgeliefert und vorinstalliert

    feapp
    Der "Dateimanager" des Netbooks.

    Hinweise: Man kann nicht sagen, dass ich mich nicht bemühe - und bei diesem Teil habe ich mich wirklich bemüht, doch ich werde damit einfach nicht "warm". Sicher, der File Explorer hat unbestritten seine Vorteile. So zeigt er bspw. Ordner und Unterordner in der richtigen Struktur an. Er zeigt auch etwaige Dateireste längst deinstallierter Apps an. Unten links sieht man auf einen Blick, wieviel Speicherplatz im Gerät noch zur Verfügung steht. Aber die Differenzierung zwischen "Lokal" und "SD-Karte", also zwischen dem geräteinternen Speicher und der Speicherkarte funktioniert schlichtweg nicht und Dateioperationen wie Kopieren, Verschieben, Löschen etc. werden zur zeitraubenden Zumutung. Deswegen war ich da ganz schnell auf eine Alternative aus.

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    Funktionalität: Dateihandling
    App: ES Datei-Explorer
    Bezug: Pearl App Center
    Preis: Kostenlos

    esapp
    Die Alternative zum mitgelieferten "Dateimanager".

    Hinweise: Dieser Datei-Explorer "überliest" wieder alle Ordnerstrukturen. Dafür aber sind Dateioperationen wie Kopieren, Verschieben, Löschen etc. mit der rechten Maustaste schnell und einfach möglich. Deswegen gefällt mir diese App auch viel, viel besser!

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    Funktionalität: Taskhandling
    App: Task Manager
    Bezug: Komponente des Google App Pack
    Preis: Kostenlos, mitgeliefert und vorinstalliert

    tmapp
    Ein Taskmanager wie unter Windows - bloß bunter.

    Hinweise: Android beendet einmal aufgerufene Apps nicht (weswegen die Apps auch über keinen Programmende-Button verfügen), sondern legt sie stattdessen "schlafen", damit sie bei einer Reaktivierung sofort zur Verfügung stehen. Bei nur 256 MB RAM und im Verlauf einer Session können u. U. viele Apps aufgerufen werden und folglich auch viele Tasks im Hintergrund laufen, wodurch das Netbook langsam wird. Mit dem Taskmanager lässt sich das Schließen dieser "Blockadesoftware" erzwingen, so dass das Gerät wieder schneller läuft.

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    Funktionalität: Diktiergerätefunktion (Aufnahme)
    App: VirtualRecorder
    Bezug: Google App Market
    Preis: Kostenlos

    vcapp
    Gespräche aufnehmen wie früher mit dem Kassettenrekorder.

    Hinweise: Für den Virtual Recorder braucht man keine Anleitung, denn die Bedienung erfolgt ganz exakt genauso wie früher beim Kassettenrekorder u. d. h. sie erschließt sich von selbst. Die Aussteuerung wird durch einen Balken in Bildmitte kenntlich gemacht. Aber: Der trickreiche Teil kommt DANACH! Weil VirtualRecorder das ziemlich mongolische RAW-PCM-Format liefert, mit dem kein Mensch etwas anfangen kann. OK, lässt sich mit VirtualRecorder zwar wieder abspielen, aber das war's dann auch schon. Datenaustausch, z. B. mit dem PC? Fehlanzeige! Doch das ist machbar, und zwar mit einer weiteren App namens FreeMP3Droid (s. u.). Richtwert zum Speicherbedarf bei der Aufnahme: Eine Minute entspricht rund 4 MB und die Datei wird grundsätzlich im 512-MB-Internspeicher des Netbooks abgelegt. D. h. viel mehr als maximal eine halbe Stunde an Aufnahmedauer dürfte kaum drin sein. Allerdings gibt's ja die Pausen-"Taste", um die Aufnahme auch unterbrechen zu können. Und die Aufnahmequalität ist überraschend gut; besser als bei so manch teurem Gerät!
    Sonstiges (WICHTIG): Das NB-7 verfügt über kein eingebautes Mikrofon. Das Mikro - normalerweise ein Billigteil - muss somit extern angestöpselt werden. Genau an der Stelle wird's klein, bunt und lustig. Dazu ist Basteltalent gefragt. Die wackelkontaktträchtigen Anschlüsse für Lautsprecher und auch Mikrofon rühren daher, dass das Gehäuse nur sehr dünne 3,5mm-Klinkenstecker zulässt. Das Plastik steht nämlich zu weit über. Normal gebaute Stecker an Kabeln oder gar die üblicherweise richtiggehend "wuchtig" ausgeführten Stecker an Mikrofonen sind viel zu dick und es gibt kaum einen Kontakt, meistens sogar gar keinen - Plastik stößt auf Plastik. Abhilfe ist auf zweierlei Weise möglich. Entweder bastelt man sich einen Adapter mit einem dünnen Stecker am einen und einer Kupplung am anderen Ende. Der dünne Stecker kommt ins Netbook und das Mikro in die Kupplung. Das ist die elektrisch-elegante Lösung. Und dann gibt's noch die rustikale Variante. Dazu braucht man eine Dreikantfeile. Mit der wird alles das vom Stecker, was beim Einstecken stört, radikal entfernt. Ich bevorzuge diese zweite Variante, weil sie keine Wackelkontakte hat.

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    Funktionalität: Diktiergerätefunktion (Datenkonvertierung und -transfer)
    App: FreeMP3Droid
    Bezug: Google App Market
    Preis: Kostenlos

    fmapp
    Die Konvertierung von Aufnahmen zwecks Datenaustausch.

    Hinweise: Zuerst kopiert man mittels ES Datei-Explorer die PCM-Datei vom VirtualRecorder an einen bestimmten Ort auf der Speicherkarte, damit man nicht ständig mit FreeMP3Droid hin und her springen muss (was kompliziert ist). Auf diese Weise greift man nämlich immer nur ganz bequem auf eine Stelle zu. Jetzt wird die Datei bloß noch geladen und per simplem Mausklick nach MP3 umgefummelt. Sie landet danach aber (wieder) im Internspeicher des Gerätes und ist per ES Datei-Explorer auf die Karte zu kopieren. Danach sowohl die PCM-Datei (im VirtualRecorder-Ordner des Gerätes) wie auch die frisch erzeugte MP3-Datei (im FreeMP3Droid-Ordner des Gerätes) mittels ES Datei-Explorer löschen, damit man sich nicht den knappen Internspeicher zumüllt (was bei Soundfiles ganz schnell geht). Ausschneiden bzw. Verschieben geht übrigens nicht (ausprobiert). Wäre ja auch zu einfach ...
    Sonstiges: Jetzt ist natürlich der Datenaustausch noch von Interesse. Dazu wird die MP3-Datei von der Karte auf den PC kopiert. Und dann erlebt man eine Überraschung: Sie wird nämlich viel zu schnell mit einer Mickey-Maus-artigen Stimme abgespielt. Abhilfe leistet hier unter Windows die portable Freeware "Audacity". Darunter die MP3-Datei laden, dann "Bearbeiten/ Auswählen/ Alles" selektieren. Jetzt "Effekt/ Tempo ändern.../ -50%" wählen und das war's. Irgendwie zwar "von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge", aber es funktioniert zuverlässig.

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    Soviel erst einmal für heute; bei Gelegenheit kommt noch mehr. Musik und Video, Grafik und Internet fehlen nämlich noch. Spiele und einige Dienstprogramme ebenfalls. Da kommen noch ein paar Apps zusammen. So, und jetzt werde ich mich in meine Werkstatt im Keller begeben und das zweite Mikro passend feilen ... ;)

    hpbuttonebmon

  • Uralt und gut!

    Glenn Miller und John Denver. Buddy Holly und Ritchie Valens. Sie alle teilten das gleiche Schicksal, nämlich den vorzeitigen, eigentlich viel zu frühen Tod durch Flugzeugabsturz. Heute habe ich mal was Uraltes rausgesucht: "Peggy Sue" von Buddy Holly. Immer noch gut und immer wieder gern gehört ...

    hpbuttonebmon

  • Radfahren

    Vor etlichen Jahren habe ich an Demos und an Unterschriftenaktionen für mehr Radwege teilgenommen. Mittlerweile hat sich die Situation - zumindest in den Sommermonaten - ja auch erheblich verbessert, denn es gibt sehr viel mehr Radwege als früher. Heute bin ich sowohl Rad- wie auch Autofahrer. Für Kurzstrecken ohne schwere Lasten (d. h. bis maximal hin zu zwei Getränkekisten beim Einkaufen) nehme ich im 10km-Radius das Rad, ggf. mit Hänger. Darüber hinaus benutze ich das Auto. In beiden Funktionen aber kann es mich jedes einzelne Mal rasend machen, wenn die "Bunten" NEBEN dem Radweg und möglichst auch noch verkehrsbehindernd nebeneinander her fahrend auf der Straße unterwegs sind. Ich meine, wofür haben wir uns denn früher stark gemacht? Dafür, dass heute jemand, der ein Teuer-Teuer-Rad besitzt und sich in eine Augenkrebs-verursachende grellbunte Pelle hüllt, meint, dass er mit Rad und Klamotten die Straße gleich mitgekauft hat?

    Die Blauen in ihren chromglänzenden Dienstwagen haben für sowas kein Auge. Die machen höchstens unsereinen an, wenn man im Winter bei Schnee gezwungenermaßen auf der Straße fahren muss, weil auf dem Radweg die Schneematschpampe dreißig Zentimeter hoch liegt und das Fahren unmöglich macht. Ist mir nämlich schon passiert und deswegen erwähne ich's hier. OK, zurück zum Sommer. Ich wohne auf dem Land. Es ist nicht der Ar... der Welt, aber man kann ihn von hier aus schon ziemlich gut sehen. Der nächste Bahnhof ist 12 km entfernt, ergo mit dem Rad auch noch gut zu erreichen. Da führen Radwege hin. Aber es fährt kein Zug, der die Mitnahme des Rades gestattet. Das ist nur am nächsten Knotenpunkt möglich. Der ist 15 km weit weg. Da enden die Radwege aber vorher irgendwo im Nirgendwo.

    Gut, der Bahnhof ist trotzdem erreicht worden, was nicht ganz ungefährlich war. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man nimmt das Rad mit und muss für dessen Beförderung extra bezahlen - zwar nicht immer, aber während der Hauptverkehrszeiten. KEIN schöner Zug der Bahn. Oder aber man lässt das Rad am Bahnhof stehen. Das wird nochmal wesentlich teurer, denn wenn man zurück kommt, dann braucht man so oder so ein neues Fahrrad. Entweder ist das Ding gleich komplett geklaut worden oder aber man findet bestenfalls noch ein paar zertrümmerte Teile vor. Das ist also auch nicht der Weisheit letzter Schluss und hier wären die Bahn (hinsichtlich der Logistik und des Stellplatzes) sowie die Verkehrsplaner (hinsichtlich der Radwege) gefragt. Aber so lange es da keine zufriedenstellende Regelung gibt, nehme ich zum Bahnhof weiterhin das Auto. Ist nämlich billiger als ein neues Fahrrad.

    Die vorhandenen Radwege reichen m. E. nicht aus - nur allzu oft ist man gezwungen, dann doch wieder auf eine Bundesstraße auszuweichen. Selbst bei neuen Straßen - gerade hier bei uns im Ort wieder zu erleben - werden lebensgefährliche Kreuzungen von Radwegen und stark befahrenen Straßen von vornherein mit eingeplant und die Schreibtischtäter verlassen sich da drauf, dass es ein Schild mit einer Geschwindigkeitbeschränkung schon irgendwie richten wird. Klar, wenn die Radfahrer hinreichend dezimiert worden sind, dann nehmen auch die Unfälle ab ... Da wird man von Autofahrern brutal abgedrängt. Häufig von Leuten mit "Obere-Zehntausend"-Schüsseln, weil die eben auch ganz selbstverständlich glauben, mit ihrer Penisverlängerung Schrottkiste die Straße mitgekauft zu haben. Ich kenne das aus Erfahrung. Mehrfach! Weitere (und vor allem durchdachte) Radwege, gerade auf dem Land, sind m. E. wirklich notwendig. Und die vorhandenen Radwege bedürfen nur allzu oft einer neuen Decke, bestehen sie doch aus Loch an Loch. Oder sie erfordern eine verkehrstechnische Entschärfung. Obwohl - jeder Tote entlastet ja auch die Rentenversicherung ...

    Allerdings hat unsere herzallerliebste ReGIERung noch im September des vergangenen Jahres den Etat für Radwege gekürzt. Fand ich gaaaanz toll! Und jetzt, urplötzlich, entdeckt ein Herr Ramsauer wieder sein "Herz für Radfahrer". Aber offensichtlich wohl nur in den Städten. Ja, was soll der Schwachsinn denn? Das ist doch reine Augenwischerei! Sinnloser Aktionsmus, vermutlich mit Hinblick auf nur noch ein Jahr entfernte Wahlen. Wenn die Typen aus der Flaschensammelstelle dem Reichtag es wirklich ernst meinten, dann hätten sie doch das Umland der Städte in den Radverkehrsplan mit einbeziehen können. Warum haben die das wohl nicht gemacht?!? Aber wozu denke ich eigentlich noch selbst ... Ich bin wohl doch KEIN guter Untertan ...

    dasmerkel

    hpbuttonebmon

  • Test Netbook Meteorit NB-7 (1)

    nb700
    Das wohl preiswerteste Netbook auf dem Markt.

    Im vergangenen Herbst hatte ich mir ja für 89,95 Euro ein Netbook vom Typ "Meteorit NB-7" (gibt's z. B. bei Pearl oder Amazon oder Weltbild) als Musikserver für die Stereoanlage zugelegt. Ich hatte ja HIER schon mal kurz darüber berichtet, aber ein Test war das seinerzeit nicht. Nachdem der Schrott-Schleppie den Platz des Netbooks eingenommen hatte, packte ich das NB-7 erst einmal bis auf Weiteres in die Ecke. Jetzt hat es sich ergeben, dass mein klitzekleiner Odys-Mediaplayer nach nunmehr fünf Jahren von heute auf morgen den Geist aufgegeben hat und warum dafür nicht das Netbook verwenden? Deswegen gab's gestern auch keinen Eintrag. Da habe ich mich nämlich fast den ganzen Tag lang ziemlich intensiv mit dem Gerät beschäftigt und hatte hinterher auch keine Lust mehr zum Blog-Tippen. Jetzt mache ich mal einen kombinierten Test- und Erfahrungsbericht inklusive Kurzbedienungsanleitung.

    nb701
    Der (etwas angepasste) Startbildschirm des NB-7 mit den Widgets "Kalender", "Wettervorhersage" und "Uhr", darunter die App-Schnellstartleiste.

    Beginnen wir erst einmal ganz traditionell mit den technischen Daten, ergänzt durch ein paar mehr oder weniger kritische Anmerkungen meinerseits. Anmerkungen, die aus der praktischen Benutzung des Gerätes resultieren.

    Netbook: Meteorit NB-7
    Betriebssystem: Android 2.2 "Froyo"
    Interner Speicher: 512 MB (nur für Apps und deren Daten u. d. h. dieser Speicherplatz ist schnell aufgebraucht; die mitunter von Händlern gemachte 1- oder 2-GB-Angabe ist schlichtweg Blödsinn, es sei denn, man hat das ROM-BIOS noch mit hinzu gerechnet).
    Flash-Card: SD- oder SDHC bis max. 32 GB (unter 16 GB lohnt es sich allerdings nicht und bei 32 GB wird das Ding langsam) via Kartenslot für alles andere (Musik, Fotos, Videos etc.). Wichtig: Die Karte sollte SCHNELL sein!
    Display: 7"-LCD (17,8 cm), auch im Sonnenlicht noch halbwegs gut zu sehen.
    Auflösung: 800 * 480 px
    Tastatur: QWERTZ-Layout, deutsch, mit Umlauten - zwar in jeder Hinsicht voll funktionell, aber Office-Anwendungen dürften mit dem winzigen Ding wohl nur Masochisten machen (wer das Ding für Office nehmen will, ist mit einer externen Tastatur besser bedient).
    Funktionstasten: Touchpad mit 2 Maustasten, zusätzliche Funktionstasten für WLAN, LAN, Lautstärke, Screenshot u. a.
    USB-Ports: 3 * USB 2.0, vorbelegt für Maus und Tastatur (nicht anderweitig verwendbar) an der rechten Seite sowie hinten ein USB-Link-Anschluss. D. h. ein Memorystick o. ä. kann NICHT angeschlossen werden, wohl aber lässt sich das Netbook selbst über den USB-Link wie ein Memorystick mit dem PC verbinden. Die Bezeichnungen der USB-Ports für Maus und externe Tastatur sind bei meinem (nur bei meinem?) Gerät vertauscht worden u. d. h. in den "Maus"-Port kommt die Tastatur (sofern man denn eine benötigt) und in den "Tastatur"-Port die externe Maus (empfiehlt sich wirklich!) rein.
    RAM: 256 MB
    Prozessor: 800 MHz, kann per Systemupdate auf 1 GHz hochgetaktet werden (was aber nicht zu empfehlen ist, da das Gerät dann sehr heiß wird und sich die Akkulaufzeit merklich verringert).
    Videoformate: MOV, MP4, AVI, MPG, WMV (welche Codecs unterstützt werden weiß ich nicht, aber MPEG und XviD laufen)
    Audioformate: MP3, WAV, WMA, AAC, AAC+
    Zusätzliche Anschlüsse: Kopfhörer bzw. Lautsprecher 3,5 mm Klinke (wackelkontaktträchtig ausgeführt), Mikrofon 3,5 mm Klinke, LAN RJ-45, WLAN 802.11 b/g integriert (allerdings mit nur sehr geringer Empfangsleistung, so dass das Netz mit entnervender Regelmäßigkeit ausfällt - Tipp für Downloads: NB-7 neben den Router stellen), integrierter Stereo-Lautsprecher.
    Abschirmung: Fehlt - beim Anschluss bspw. an Verstärker ist je nach Gerät mal ein ätzendes Netzbrummen und mal nicht zu vernehmen. Versuch macht kluch ...
    Akku: 3,7 V, 3500 mAh, max. Laufzeit 3 Stunden (und nicht 5h wie manche Anbieter behaupten).
    Maße: 215 * 145 * 28 mm (etwas größer als ein Taschenbuch, passt in die etwas größere Jackentasche).
    Gewicht (inkl. Akku): 640 g (zieht die Jackentasche schon merklich nach unten - es empfiehlt sich die Verwendung einer billigen Schultertasche vom Discounter).
    Netzteil: 230 V Wechselspannung auf 5 V Gleichspannung, Minuspol außen und Pluspol innen (mit geeignetem Adapter, ggf. Selbstbau, kann das Gerät folglich auch per Batterie betrieben werden).
    Vorinstallierte Apps: Webbrowser (sehr textlastig), E-Mail-Client, flash-fähiger Mediaplayer (nur) für Youtube, Zugang zum Google App-Market (und bei Pearl-Geräten zusätzlich auch zum Pearl-Market), einfacher Dateimanager "File Explorer", einfacher MP3- und einfacher Videoplayer, einfacher Bildbetrachter. Dazu diverse Widgets für Uhr, Kalender, Wettervorhersage, Wecker etc.
    Inbetriebnahme: Zuerst - falls noch nicht vorhanden - die Speicherkarte beim ABGESCHALTETEN Gerät einstecken. Dann den silberfarbenen Ein-Aus-Schalter rechts unter dem Bildschirm für ein paar Sekunden drücken. Das Netbook bootet, was durchaus ein paar Minuten dauern kann - abhängig von der Größe der Speicherkarte (bei "frischen" Karten muss das Android zuerst ein paar Ordner anlegen und da Systemdaten reinschreiben) und auch vom etwaig schon vorhandenen Datenbestand (Bilder, Musik, Videos) auf der Karte. Ist das Gerät betriebsbereit, dann erscheint kurz die Meldung "Media Scanner Is Finished" und es tauchen die Widgets auf. Die mitgelieferten Apps sind in der Schnellstartleiste darunter zu finden.
    Ausschalten: Wieder den Ein-Aus-Schalter zwei bis drei Sekunden lang drücken und dem Ausschalt- und Runterfahr-Dialog auf dem Bildschirm folgen. Drückt man den Schalter nur kurz, dann wird der Bildschirm abgeschaltet und das Netbook befindet sich im Stromsparmodus. In diesem Modus mag der Akku zwar durchaus 5 Stunden lang halten, aber wem nützt das schon?
    Installation und Deinstallation von Apps: Vom Benutzer ausgewählte Apps (es gibt Tausende) werden per Mausklick von einem der Android-Märkte heruntergeladen. Es erfolgt eine vollautomatische Kompatibilitätsprüfung. Wenn eine App sich als inkompatibel erweist, dann wird die Installation verweigert. Ist sie hingegen kompatibel, dann erfolgt die Installation umgehend nach dem Download. Der Download wird durch einen kleinen Pfeil oben links in der Menüzeile sichtbar gemacht.

    nb702
    Hier wird gerade Opera als "ordentlicher" Webbrowser runtergeladen.

    Bei den Apps, die dann funktionieren (mal mehr, mal weniger) ist festzustellen, dass ein Großteil davon für das Hochformat der Touchscreens von Smartphones entwickelt wurde. Die Dinger laufen auf dem NB-7 zwar auch, aber man muss das Netbook auf Hochkant drehen - und kommt nicht mehr an das Touchpad dran. Der Betrieb mit externer Maus scheidet auch aus, weil das Netbook ja auf exakt den dafür nötigen Anschlüssen steht. In derartigen Fällen sollte man sich von der App auch gleich wieder verabschieden. Dazu auf "Einstellungen/ Anwendungen/ Anwendungen verwalten" gehen, die App anwählen und "Deinstallieren" selektieren. Das entfernt die nicht geeignete App automatisch, zuverlässig und rückstandslos.

    nb703
    Deinstallieren einer App.

    Werfen wir nun noch einmal einen Blick auf den Bildschirm, und zwar oben auf die Menüzeile. Von links nach rechts: Ganz links das Haus führt beim Anklicken immer zum Startbildschirm zurück (die Taste [Esc] macht das meistens auch). Daneben können Symbole für Downloads erscheinen, sofern Downloads durchgeführt worden sind. Es folgen Symbole für WLAN, Akkuzustand, Seitenrefresh und Screenshot. Beim Screenshot werden die Bilder immer mit 800*480px und der Namenssyntax "Jahr-Monat-Tag-Stunde-Minute-Sekunde.jpg", also bspw. "2012-6-3-15-18-34.jpg", unkomprimiert im Hauptverzeichnis der Speicherkarte abgelegt. Doch weiter mit der Menüzeile. Es folgen "Leiser" und "Lauter" (die beiden Lautsprechersymbole), die "erweiterten Funktionen" (können auch mit dem Klick der rechten Maustaste in das Hintergrundbild aufgerufen werden) und der "Linkspfeil", der in jeder App eine Ebene zurück schaltet (und beim Startbild folglich funktionslos sein muss).

    Bei den "Erweiterten Funktionen" wird unten eine zusätzliche Symbolleiste angezeigt: "Widget hinzufügen" (ändert die Widgets auf dem Startbildschirm), "Hintergrund" (gestattet die Auswahl verschiedener Hintergrundbilder, auch eigener JPGs von der Speicherkarte), "Benachrichtigungen" (dient bspw. dem Löschen der eher etwas nervigen Symbole für abgeschlossene Downloads) und "Einstellungen" (damit lassen sich WLAN, Displayhelligkeit, Signaltöne etc. variieren - also so ähnlich wie die Systemsteuerung unter Windows). Widgets können zwar leicht hinzugefügt werden, aber sie wieder loszuwerden (sie werden dabei nur vom Bildschirm, nicht jedoch aus dem System, gelöscht) und sie zu platzieren ist etwas trickreich. Dazu geht man mit dem Mauszeiger auf das Widget und drückt zwei Sekunden lang die linke Maustaste. Das Widget wird daraufhin unscharf und größer dargestellt. In diesem Zustand lässt es sich verschieben - notfalls auch in den am rechten Bildschirmrand auftauchenden Papierkorb. Mit "Widget hinzufügen" kann es aber jederzeit wieder reaktiviert werden.

    Bleiben noch die Apps, auf die ich aber an anderer Stelle einmal detaillierter einzugehen gedenke. Wenn ich die jetzt auch noch bechreiben wollte, dann würde das den Rahmen dieses Eintrags sprengen. Heute vorab nur soviel: Klickt man auf die "Kacheln" in der Mitte der Schnellstartleiste, dann werden die Apps angezeigt. Der Bildschirm ist dabei "unendlich" u. d. h. das "Wischen" über das Touchpad bei gedrückter linker Maustaste (bzw. die betreffende Mausgeste mit externer Maus) "blättert" den Bildschirm seitenweise weiter, so dass beliebig viele Apps (bzw. so viele, wie der begrenzte Speicherplatz zulässt) gestartet werden können.

    nb704
    Der App-Bildschirm.

    Gesamteindruck: Mit dem Meteorit NB-7 bekommt man für einen günstigen Preis ein Gerät, das mehr als ein Smartphone, aber doch auch merklich weniger als ein PC ist. Es liegt irgendwo dazwischen. Die Verarbeitung ist noch akzeptabel, könnte allerdings besser sein. Im Grundzustand lässt sich mit dem Kasten herzlich wenig anfangen. Aufgerüstet mit den richtigen (kostenlosen) Apps - die ich hier und heute aber (noch) nicht beschreiben werde - bekommt man ein transportables Multifunktionsgerät zum Musikhören, als Notizbuch, als digitales Fotoalbum, als PDF-ebook-Reader, einen Videoplayer, ein Diktiergerät, eine Spielesammlung und ein digitales Notizbuch. Zusätzlich kann man damit auch im Internet surfen und E-Mails abfragen.

    Damit ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut - eben eine Kiste, um irgendwo "mal eben schnell" was zu zeigen oder um Gespräche mizuschneiden oder sowas, wobei es nicht "so" drauf ankommt, wenn das Ding geklaut werden sollte. Also was für den Urlaub, den Krankenhausaufenthalt, in Bus oder Bahn, den Stammtisch etc. Es ist jedoch nichts, um ernsthaft damit zu arbeiten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Ding auch mit 4,5V-Flachbatterien - per Adapter angeschlossen - läuft. Das werde ich irgendwann wohl mal ausprobieren, um Akku-unabhängig zu werden. Die Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn im Vergleich zum Handy oder zum "richtigen" Computer ist sie doch immer "irgendwie anders". Sehr nervig ist die Tatsache, dass ein Datenaustausch mit anderen Geräten im Grunde nur bei abgeschaltetem Netbook per entnommener Speicherkarte möglich ist. Das Ding ist ein nettes und sehr vielseitiges Spielzeug, das einen regulären Rechner aber nicht zu ersetzen vermag.

    hpbuttonebmon

  • Mayo und Ketchup

    Nützliche Wissenschaft? Vielleicht - denn LiquiGlide nennt sich eine neuartige Beschichtung für Lebensmittelbehälter. Sie soll es erlauben, Mayo und Ketchup rückstandslos ausgießen zu können. Die Videos auf Youtube jedenfalls sehen vielversprechend aus. Entwickelt wurde das Zeug von der Varanasi Forschungsgruppe am MIT und lt. deren eigenen Angaben ist es biokompatibel sowie ungiftig und aus Lebensmitteln hergestellt. Die Beschichtung soll lt. FAQ darüber hinaus sogar essbar sein. Das wäre ja mal nicht schlecht ...

    hpbuttonebmon

  • Der Herr Schröder ...

    Über das Programm des frisch und demokratisch gewählten französischen Präsidenten François Hollande hatte ich HIER ja schon mal was gebracht. In diesem Zusammenhang hat sich jetzt auch einer, von dem gesagt wird, er habe zu lange an 'ner russischen Gasleitung geschnüffelt, zu Wort gemeldet: "Altkanzler Schröder warnt Sozialdemokraten vor Hollande". Der Putin-Busenfreund rät der SPD, die Ideen des Franzosen nicht aufzugreifen. Logisch, hat er seine eigenen Ideen doch von einer McKinsey-Bertelsmann-Gruppe ohne demokratische Legitimation am Volk vorbei formulieren und von einer grün angestrichenen FDP absegnen lassen. Wohin das bislang geführt hat, zeigen der viel zu selten aktualisierte (und möglicherweise auch schöngefärbte) Armutsbericht der Bundesregierung und die permanent gefälschten Arbeitslosenzahlen.

    Dabei funktioniert das System ausgesprochen simpel: Die deutsche Exportindustrie sah mit dem Jahrtausendwechsel ihre Felle davon schwimmen, weil die Abnehmer nach und nach zahlungsunfähig wurden. Woher konnte man aber weiterhin Geld beziehen? Richtig, aus dem eigenen Land! Unter dem Vorwand, das der Sozialstaat nicht länger finanzierbar sei, spielten SPD und Grüne den oberen Zehntausend in die Hände, "befreiten" die menschenunwürdige Leiharbeit und schufen das Volksenteignungsgesetz Hartz-IV. Jetzt brauchte man noch eine Knechtungs- und Knebelungsbehörde, um das durchzusetzen und baute dazu das Arbeitsamt um.

    Die Folgen: Zwangsarbeit, Neosklaverei, Verlust der Menschen- sowie Arbeitnehmerrechte, Verarmung und unbegrenztes Lohndumping für viele. Im Gegenzug unglaublicher Reichtum für wenige. Wer das laut sagt, dem wird das Anstoßen einer "Neiddebatte" vorgeworfen; der ist ein "Linker". Die den oberen Zehntausend gehörenden Medien tun ja auch alles, um Otto Normalverbraucher möglichst blöd zu halten. Genial! Der Staat hat denjenigen, von denen er immer Steuern einnahm, ein Steuergeschenk nach dem anderen gemacht (Deutschland ist für Reiche eine der gefragtesten Steueroasen der Welt geworden) und zugleich mit den SV-pflichtigen Jobs auf die Einnahmen aus der Einkommensteuer verzichtet. Das ist etwa so sinnvoll, wie sich den Ast abzusägen, auf dem man selbst gerade sitzt. Und nachdem das Gros der Umverteilung von unten nach oben geschafft worden ist, zieht man sich jetzt endgültig aus allen sozialen Belangen zurück und faselt hirnerweichenden Stuss von der "Eigenverantwortlichkeit" der Armen. Für mich klingt das wie Verhöhnung!

    Und was macht - folgerichtig - nach der Schröder-Äußerung der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück? Er geht auf Distanz zu Hollande. Ist das nicht klasse? Die SPD "adelt" durch ihr Handeln de facto einen Sozialisten und begeht bei der Gelegenheit gleich nochmal politischen Selbstmord. Wie war das doch gleich mit dem heimlichen und niemals im Radio gespielten Hit von Marc-Uwe Kling?

    hpbuttonebmon

  • An die Tierhalter!

    Heute mal was in eigener Sache. In eigener Sache insofern, als dass ich Tierhalter bin. Wie viele andere auch. Es gibt Haustiere und Haustiere. Die einen sind Haustiere im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich nur im Haus. Die anderen, denen noch ein Rest an artgemäßem Verhalten verblieben ist, sind häufiger draußen. Mitunter auch unbeaufsichtigt. Ein unbeaufsichtigt draußen herum laufendes Haustier - ist das nun das freilaufende Haustier eines Besitzers oder ein "Streuner"? Da kann die Differenzierung schon mal schwer fallen, wenn Herrchen oder Frauchen oder Personal gerade nicht zugegen sind. Sie fällt hingegen eher leicht, wenn die Industrie "Versuchsware" benötigt und Tierfänger ein Geschäft wittern. Und was bisher "unter der Hand" ablief - nämlich das Einfangen freilaufener Haustiere zwecks Todesqual im Versuchslabor - will unsere vielgeliebte Scheiß- EU jetzt legalisieren, und zwar mit der EU RL 2010/63/EU. Ich halte das für lebensverachtend!

    Daher meine Bitte an alle Tierhalter und an alle Tierfreunde: Macht den Eurokraten Feuer unter den Ar... Ihr könnt gegen diese EU-Richtlinie HIER unterschreiben. Noch geht das. Aber nicht mehr lange und danach könnte das Einfangen eurer Lieblingte zwecks Folterung im Tierlabor ganz legal werden: Es lebe der Verdienst der Industrie! Also unterschreibt lieber rechtzeitig ... denn wer schweigt macht sich mitschuldig an solchen Bildern:

    vtier

    hpbuttonebmon

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