szmmctag

Archiv der Einträge: Juli, 2012
  • Keine Lust zum Tippen ...

    Am Fließband gestanden. Einkäufe erledigt. Aufgeräumt. Rasen gemäht. Fahrrad repariert. Und mein Rechner ärgert mich schon wieder. Aktuell weist einiges auf eine sich verabschiedende Festplatte hin. Deswegen habe ich jetzt auch keine übersteigerte Lust mehr zum Computern. Folglich nur etwas Musik zur Entspannung und später ziehe ich mir dann noch ein Video rein ... Sally Oldfield mit "Water Bearer".

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  • Ebola in Uganda

    Mitte der 1980er Jahre habe ich über Jahre hinweg mikrobiologisch arbeiten müssen. Damals ging's um Bakterien im Abwasser, die sich einfach nicht kleinkriegen lassen wollten. Meine damaligen Arbeiten publizierte ich; die Veröffentlichung ist unter dem Titel "Was geschieht, wenn Wasser fault?" noch im Papers-Abschnitt auf meiner HP zu finden - für diejenigen, die sowas interessiert. Und was habe ich seinerzeit nicht alles ausprobiert ... Von Chemikalien über adaptierte Organismen bis hin zu Phagen (das sind Viren, die ausschließlich bestimmte Bakterienarten befallen).

    Letztlich war es eine massive, bewusst chemisch verursachte und aerobe Veränderung der Mikroökologie (also ein Umschmeißen des Ökosystems), die zum Erfolg führte. Mein Vorgesetzter machte das Resultat damals einem Bekannten in einem konkurrierenden Unternehmen zugänglich, während er meinen eigenen Patentantrag bürokratisch verschleppte. Die Konkurrenz patentierte das und er fuhr plötzlich einen neuen Oberklassewagen. Natürlich reiner Zufall ... Das Unternehmen aber, in dem ich das Verfahren erarbeitet hatte, musste aufgrund des Patentschutzes die Ergebnisse meiner eigenen Arbeiten sozusagen extern "einkaufen". Sowas motiviert natürlich ungemein ... Schwamm drüber, ist lange her. So läuft es eben, wenn man es mit raffgierigen, intellektuellen U-Booten zu tun hat. Das aber nur am Rande. Jedenfalls finde ich seit damals die Mikrobiologie hochinteressant. Ist allerdings auch ein schwieriges - da sehr komplexes - Gebiet. Kommt noch hinzu, dass ich mich bei den Arbeiten versehentlich mit der Legionärskrankheit infizierte und das aber zum Glück überlebte. Es ist für mich zur Gewohnheit geworden, auf Outbreaks zu achten.

    Nun meldeten die Medien kürzlich einen z. Zt. noch anhaltenden Ausbruch von Ebola in Uganda. Ebola ist aktuell wohl die tödlichste Seuche schlechthin, denn es schafft binnen zwei Tagen das, wozu AIDS fünfzehn Jahre braucht und überträgt sich offenbar sehr viel leichter. Aber die Medien sind sensationslüstern, schreiben folglich primär oberflächlichen Mist. Dem möchte ich mit diesem Beitrag entgegen treten.

    Also, was ist Ebola? Es handelt sich um eine Gruppe von RNA-Viren aus der Familie der Filoviridae. Dazu zählen auch das Marburg-Virus ("die kleine Schwester von Ebola") und - mit gewissen Einschränkungen - auch die "negrischen Körperchen", sprich das Tollwut-Virus. Aber bleiben wir mal bei Ebola. Das sind im engeren Sinne heute Marburg, Ebola Zaire (mit den Subtypen Eckron, Mayinga, Gabon, Kikwit sowie 2 weiteren Vertretern), Ebola Sudan (3 Subtypen), Ebola Reston (4 Subtypen), Ebola-Bundibugyo (1 Subtyp) und Ebola Ivory Coast (1 Subtyp). Ebola Reston überträgt sich nachweislich durch die Luft, kann aber beim Menschen schlimmstenfalls eine zur Lungenentzündung führende Art von Erkältung auslösen. Zumeist wird der Mensch von Ebola Reston gar nicht beeinflusst. Das zeigt allerdings auch, wie wandlungsfähig (rekombinierbar) das Ebola-Virus ist. Filmisch wurde eine gar nicht mal soweit hergeholte, fiktive und luftübertragbare Ebola-Variante in "Outbreak" dargestellt.

    Anders die anderen Vertreter dieser höchst unangenehmen Familie. Sie verursachen beim Menschen ein hämorrhagisches Fieber. D. h. nach einer Inkubationszeit von 2 Tagen bis drei Wochen setzen schlagartig Fieber, Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen ein. Mundtrockenheit, allgemeine Schwäche, Durchfall, Erbrechen, Magenschmerzen, Hautrötung, Rotfärbung der Augen folgen. Durchfall und Erbrechen sind oftmals blutig. Schließlich tritt das Blut aus allen Körperöffnungen aus. Das Virus befällt alle Körperzellen. Die inneren Organe sehen aus, als wären sie durch einen Mixer gejagt worden. Sie verwandeln sich in Virussuppe mit einem hochinfektiösen Reinvirusanteil von rund 40%. Der Erkrankte stirbt. Wieviele Menschen sterben, hängt vom Subtypus ab. Bei Ebola Zaire sind das zwischen 60 und 90% der Infizierten, bei Ivory Coast 82%. Bei Marburg 90%. Eine Behandlung existiert de facto nicht, bestenfalls symptomatisch. Wer überlebt, ist zeitlebens behindert und auf ärztliche Hilfe angewiesen.

    Marburg trat erstmals 1967 in Erscheinung. Das ist jetzt 45 Jahre her. Seither sucht man krampfhaft nach einem Impfstoff, was aber dadurch erschwert wird, dass der natürliche Wirt von Ebola nach wie vor unbekannt ist. Im Verdacht steht der Nilflughund (eine Fledermauart), weil gefangene Exemplare dieses Tieres hohe Konzentrationen von Ebola-Antikörpern aufwiesen. Im vergangenen Jahr nun meldete der Medicalobserver vollmundig "Impfstoff gegen Ebola-Virus entwickelt". Bei näherem Hinsehen aber erweist sich das als verfrühte Meldung, denn schaut man sich einmal die Originalpublikation "A nonreplicating subunit vaccine protects mice against lethal Ebola virus challenge", veröffentlicht in den "Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS)" an, dann stellt man fest, dass es sich bisher lediglich um einen experimentellen Impfstoff handelt, der max. 80% der geimpften Mäuse schützt - und das auch nur dann, wenn die Impfung frühzeitig erfolgt ist, knapp ein Vierteljahr vor der Ansteckung und in mehreren Etappen.

    Für die jetzt in Uganda betroffenen Menschen wäre das - selbst wenn der Impfstoff bereits ausgereift wäre und man ihnen den gratis zur Verfügung stellen würde - viel zu spät. Ebola bleibt damit so gefährlich wie eh und je. Und die größte Gefahr besteht darin, dass das Virus den Schritt in die internationalen Transportsysteme schafft (z. B. durch einen frisch Infizierten, bei dem die Krankheit erst zwei oder drei Wochen später ausbricht; auf einem Flughafen, in einem Großbahnhof, auf einer Messe ...). Dann kann die Seuche nämlich urplötzlich überall auftreten und Uganda läge auch für uns nur noch vor der Haustür. Wie so eine weltweite Verbreitung vonstatten gehen kann, hat SARS vorgemacht. Das "Immunsystem" der Erde (nämlich die Viren) hätte in dem Fall auf das "Krebsgeschwür" (nämlich den Menschen) reagiert.

    Fragt sich bloß noch, ob wir diese "Immunantwort" unseres Planeten überhaupt abwarten müssen oder ob wir das nicht auch vorher schon in Eigenregie schaffen können. Weil: Bei dem o. e. experimentellen Impfstoff wird die Immunität der Mäuse dadurch erzeugt, dass funktionslose "Teile" des Ebola-Virus auf gentechnischem Wege in die Körper eingeschleust werden um das Immunsystem zu stimulieren. Dazu braucht es eines Vektors u. d. h. eines anderen, für die betreffende Spezies harmlosen Virus. Im vorliegenden Fall wurde dazu das nicht krankmachende, genmanipulierte Tabakmosaikvirus eingesetzt, ein Tabak, Tomaten und Paprika befallender Erreger. Wie das Ebola-Virus selbst ist auch das Tabakmosaikvirus ein RNA-Virus.

    Doch der PNAS-Beitrag weist auch auf die Möglichkeit der DNA-Codierung eines RNA-Virus hin. Und an dieser Stelle wird's echt gruselig! Ein DNA-Virus kennt jeder, der schon mal einen Pickel oder Windpocken hatte. Das ist nämlich die Gruppe der Herpes-Viren. Kommen noch zahllose andere Virusgruppen hinzu (bspw. Pockenerreger). Wenn das in eine Zelle eindringt, dann splittet sich dessen Erbgut - die DNA - in zwei Einzelstränge auf. An denen werden zwei "Negativkopien" gebildet, bevor sie wieder zusammenfinden. Die Negativkopien sind die RNA - noch nicht das Virus. Aber mit ihnen wird durch erneute Anlagerung von Nukleinsäuren das ursprüngliche DNA-Erbgut des Virus wieder hergestellt. Und dann sind da zwei Viren. Danach 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256, 512, 1024 usw. Zum Schluss läuft das explosionsartig ab; die Krankheit bricht aus. Exponentieller Verlauf eben.

    Noch vor gar nicht mal so langer Zeit glaubte man, RNA- und DNA-Viren seien zwei verschiedene, miteinander unvereinbare Welten. Bis zum Jahr 1992. Da lief nämlich Kanatjan Alibekov (Ken Alibek), der frühere Chef des russischen Bioprepare- bzw. Biopreparat-Biowaffenprogramms, in den Westen über. Wie Richard Preston in seinem Buch "Superpox" belegt, beschrieb Alibekov eine funktionsfähige Ebola-Humanpocken-Variante, hergestellt vom russischen Militär, also eine DNA-RNA-Viren-Chimäre. Zunächst hielt man das im Westen für undenkbar, doch wenn man sich das einmal genauer überlegt, dann erscheint es gar nicht mehr so abwegig. Was, wenn das DNA-Virus (die Pocken) das RNA-Virus (Ebola) codiert? Wenn man das Erbgut des DNA-Virus so verändert, dass als RNA eben NICHT nur die Negativkopie, sondern zusätzlich vielmehr ein RNA-Virus entsteht? Auf diesem Prinzip baute man in Folge einen Tollwut-Impfstoff für Füchse auf. Einen Impfstoff, der extrem abgeschwächte Viren erzeugt. Das hat funktioniert. Die Tollwut gilt hierzulande als ausgerottet. Man kann aber nach dem gleichen Verfahren auch voll funktionsfähige Viren erzeugen ... Und dann brauchen wir das "natürliche" Ebola nicht mal mehr! Soweit der kurze Ausflug in die "Black Biology".

    Bleibt festzuhalten: In Uganda ist eine unbehandelbare, tödliche Krankheit ausgebrochen. Verheimlichen nützt nichts, sondern es ist sogar kontraproduktiv, weil es dem Virus erst den Weg in die internationalen Transportsysteme ebnet. Totschweigen oder Panikmache sind genauso sinnlos. Impfung gibt es keine. Wir können nur hoffen, dass das nicht hierher gelangt. Mehr nicht. Richard Preston schreibt dazu:

    "Lassa. Rift Valley. Oropouche. Rocio. Q. Guanarito. VEE. Monkeypox. Dengue. Chikungunya. The hantaviruses. Machupo. Junin. The rabieslieke strains Mokola and Duvenhage. LeDantec. The Kyasanur Forest brain virus. HIV. The Semliki Forest agent. Crimean-Congo. Sindbis. O´nyongnyong. Sin nombre Sao Paulo. Marburg. Ebola Sudan. Ebola Zaire. Ebola Reston. In a sense, the earth is mounting an immune response against the human species. It is beginning to react to the human parasite, the flooding infection of people, the dead spots of concrete all over the planet, the cancerous rot-outs in Europe, Japan and the United States, thick with replicating primates, the colonies enlarging and spreading and threatening to shock the biosphere with mass extinctions. Perhaps the biosphere does not 'like' the idea of billions of humans...".

    (Lassa. Rift Valley. Oropouche. Rocio. Q. Guanarito. VEE. Affenpocken. Denguefieber. Chikungunya. Die Hantaviren. Machupo. Junin. Die tollwutähnlichen Stämme Mokola und Duvenhage. LeDantec. Das Kyasanur Forest Gehirnvirus. HIV. Der Semliki Forest Erreger. Krim-Kongo. Sindbis. O´nyongnyong. Sin nombre Sao Paulo. Marburg. Ebola Sudan. Ebola Zaire. Ebola Reston. Auf gewisse Weise reagiert die Erde mit einer Immunantwort auf die menschliche Rasse. Sie beginnt, auf den menschlichen Parasiten, die überschießende Infektion durch Menschen, die lebensfeindlichen Betonstätten überall auf dem Globus, die krebsartigen Wucherungen in Europa, Japan und den USA, überfüllt mit sich vermehrenden Primaten, sich vergrößernden und die Biosphäre mit Massenverunreinigungen erschütternden Siedlungen, zu reagieren. Vielleicht "mag" die Biosphäre die Vorstellung von Milliarden von Menschen nicht ...)

    (Anmerkung: Falls Wissenschaftscracks das lesen - mir ist selbst vollkommen klar, dass das nicht alles "wissenschaftlich" beschrieben worden ist. Aber immerhin habe ich wenigstens versucht, die Thematik allgemeinverständlich darzustellen!)
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  • Theorie und Praxis ...

    Ich bin durch Zufall über eine WDR-Sendung vom April d. J. gestolpert: "Minijobber und ihre Rechte" - im Video ab der Zeitmarke 16:00, läuft rund fünf Minuten. Eigentlich steht der WDR ja normalerweise für vernünftige Berichterstattung, aber was die hier verbrochen haben, das ist zumindest hinsichtlich der rechtlichen Empfehlungen sowas von weltfremd und realitätsfern ... Hinsichtlich der Situation von Minijobbern allerdings wurde der nach meiner eigenen Erfahrung absolut typische Fall belegt.

    Theorie: Teilzeitbeschäftigte dürfen nicht schlechter behandelt werden als Vollzeitbeschäftigte (Diskriminierungsverbot). Sie haben dieselben Rechte, angepasst an die Zeit, die sie arbeiten.
    Praxis: Für Minijobber gelten UVVen und VBGs nicht. Da kann man schon mal 9 Stunden einen stehenden Beruf ausüben, ohne dass überhaupt eine Sitzgelegenheit da ist und selbstverständlich auch regelmäßig ohne Pause. Die unbezahlte Vor- und Nacharbeit außerhalb der regulären Arbeitszeit wird chefseitig vorausgesetzt; ohne die Bereitschaft dazu bekommt man den Job doch gar nicht erst. Das schwebende Lasten standardmäßig über die Köpfe der Arbeitenden hinweg transportiert werden, Absaugungen für gefährliche Arbeitsstoffe fehlen, Erste-Hilfe-Ausrüstungen nebst Ersthelfern gar nicht erst vorhanden sind, Fahrten mit ungesicherter Ladung vorgenommen werden müssen usw. - an all das hat man sich gefälligst zu gewöhnen! Oder man braucht nicht mehr wiederzukommen ... Kündigungsschutz, Arbeitssicherheit, betriebliche Mitbestimmung u. ä. gibt es nämlich nicht.

    Theorie: Schriftlicher Arbeitsvertrag - "Wenn Sie länger als einen Monat beschäftigt sind, dann haben Sie Anspruch auf eine schriftliche Niederlegung der Arbeitsbedingungen ..."
    Praxis: Mir selbst ist es passiert, dass ich für monatelange Tätigkeit einen schriftlichen Arbeitsvertrag hatte und der "Herr Unternehmer" es rein zufällig "vergaß", mich bei der Bundesknappschaft zu melden. Aufgefallen ist mir das nur, weil ich irgendwann viel später einen BfA-Bescheid erhielt und für die fragliche Zeit als "unbeschäftigt" geführt wurde. Mit anderen Worten: Ich arbeitete ohne eigenes Wissen schwarz. In wie vielen Unternehmen ist das wohl sonst noch der Fall?

    Theorie: Krankheitsfall - "Sie haben Anspruch auf Fortzahlung Ihres Entgelts im Krankheitsfall für die Dauer von sechs Wochen, ohne dass die Zeit nachgearbeitet oder das Entgelt gekürzt werden darf ..." Und: "Wenn Kinder krank sind, können Mütter und Väter einen Anspruch auf unbezahlte Freistellung durch den Arbeitgeber und auf Krankengeld von der Krankenkasse in Anspruch nehmen ..."
    Praxis: Zwei Tage Krankschreibung wegen Sehnenscheideentzündung, auf der Arbeit geholt. Der Arbeitgeber warf die Krankmeldung weg und blaffte mich an, bei 400-Euro-Jobs wäre so etwas sinnlos. Geld gibt es nur für geleistete Arbeit und nicht im Krankheitsfalle, ob ich mich etwa vor der Arbeit drücken wolle? Bei der (ernsthaften) Erkrankung meines Kindes wollte ich einen Tag Urlaub - vertraglich zugesichert - haben, um das Kind ins Krankenhaus zu fahren. Ich erhielt stattdessen die Kündigungsdrohung für den Fall des Nichterscheinens, denn die Firma geht ja vor ...

    Theorie: Urlaubsgeld - "Sie haben auch als Minijobber Anspruch auf mindestens 24 freie Werktage im Kalenderjahr ..."
    Praxis: I. d. R. gibt's überhaupt keinen Urlaub. Wenn doch, dann höchstens 18 Tage unbezahlt. Aber auch die stehen nur auf dem Papier und werden nicht gewährt! Wer dennoch Urlaub machen will, der muss den zuvor "einarbeiten" u. d. h. Überstunden machen. Selbstverständlich gibt's dafür keine Überstundenvergütung. Und auch keinen Wochenend- oder Schicht- oder Feiertagszuschlag. Wäre ja noch schöner!

    Theorie: Ihr gutes Recht - "Wenn Sie zum Beispiel untertariflich bezahlt worden sind, ist es möglich, eine nachträgliche Gehaltsforderung beim Arbeitgeber zu stellen ..."
    Praxis: Führt beim Chef zum Lacher des Jahres - und bei einem selbst zu sofortiger Kündigung.

    Es mag sein, dass Minijobber auf dem Papier irgendwelche Rechte haben. Die Praxis in dieser unserer Bananenrepublik sieht leider gänzlich anders aus - de facto sind Minijobber hier rechtlos! Warum ist das so? Einerseits sind Minijobs auf dem Vormarsch; inzwischen arbeitet hier ja schon jeder Vierte in so einem Beschäftigungsverhältnis. Für den Arbeitgeber rechnet sich das durchaus. Er spart an Lohnnebenkosten, an Tariflöhnen, an Kranken-, Weihnachts- und Urlaubsgeld und kann, so er einen SV-pflichtigen Full-Time-Job in zwei bis drei Minijobs zerhackt, mit Festkosten kalkulieren. Und eben dadurch auch noch auf Personal in der eigenen Lohnbuchhaltung verzichten. Er bietet nämlich Jobs an - ganz viele Jobs auf einmal. Da schaut doch niemand seitens der offiziellen Stellen mehr genau hin und drückt auch schon mal ein Auge zu. Und das andere Auge. Und die Hühneraugen. Und schaut bewusst weg. Und ist gar nicht da ... Sind ja auch nicht die eigenen Augen! Und der Chef reibt sich die Hände, hire and fire je nach Gutdünken, nach Gutsherrenart und keinerlei Ärger mehr mit irgendwelchen "Betriebsräten" und sowas ...

    Die Arschkarte hat IMMER der Beschäftigte gezogen. Wer nicht in einer durch Hartz-IV-Nötigung geprägten Gesellschaft auf die paar Euros angewiesen ist, tut sich das Elend sowieso nicht freiwillig an. Wer es macht, hinter dem stehen entweder Sachzwänge oder aber die Bundesagentur für Neosklaverei und Zwangsarbeit, die mit Rückendeckung aus Berlin immer wieder für Nachschub - für vorsätzlich zu verschleißendes Menschenmaterial! - sorgt. Und wer im letzteren Falle zwangsweise abkommandiert worden ist, der hat ohnehin den Mund zu halten. Denn jedes Pochen auf Rechte - auch auf das der eigenen, körperlichen Unversehrtheit - wird als "mangelnde Mitwirkungspflicht" ausgelegt und sanktioniert. Bis hin zum Existenzentzug, bis hin zur Todesstrafe durch die Hintertür - nämlich durch Verhungern! Alles selbstverständlich schön legal ... Deswegen bleibt den Minijobbern auch keine Wahl. Mitmachen oder untergehen heißt es. Sich alles gefallen lassen oder rausfliegen ist die Devise. Überleben oder Verhungern ist die Quintessenz.

    Ich jobbe jetzt seit etlichen Jahren; insgesamt waren es bislang gut 20 befristete Minijobs. Nach meinen BfA-Bescheiden ist nur ein Bruchteil davon seitens der jeweiligen Arbeitgeber gemeldet worden. Es war auch immer das Gleiche: Halt die Schnauze, mach deinen Job und verschwinde. Wer irgendetwas sagt, ist sofort DRAUßEN! Es warten ja genug andere ... Auf diese Weise haben wir hierzulande heute - 2012! - in sehr vielen Fällen wieder Arbeitsbedingungen, die denen der Jahre 1840 bis etwa 1930 entsprechen. Zustände, gegen die bspw. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gekämpft haben - bis sie von Freikorpseinheiten ermordet wurden, die einem SPD Minister unterstanden. Auch für die heutigen Zustände zeichnet die SPD mit ihrem Hartz-IV-Volksenteignungsgesetz und ihrer bevölkerungsverachtenden Agenda 2010 verantwortlich - Regelungen, die von Schwarz-Gelb-Grün begeistert aufgenommen worden sind (warum wohl?), die von Kommissionen ohne demokratische Legitimation ins Leben gerufen wurden. Wenn Minijobber hierzulande wirklich Rechte haben - wie es der vom WDR interviewte Anwalt völlig weltfremd behauptet - warum schafft unsere Politik dann mit aller Kraft die Grundlagen dafür, dass eben exakt diese Rechte mit Füßen getreten werden können und warum existieren mit Jobcentern und ARGEn staatliche Stellen, die eben das praktizizeren?

    Und genau an der Stelle muss man sich fragen, ob unsere Politiker Vertreter des Volkes oder oder nur Handlanger der Großkapitalisten sind. Ich für meinen Teil kann da zwischen den genannten Gruppierungen (Banden?) und dem organisierten Verbrechen keinen gravierenden Unterschied mehr erkennen - sorry! >:-[

    spd

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  • Wieder im Moor

    Nachdem es heute morgen wirklich nicht gerade berauschend aussah, zeigte sich nach dem Mittag dann doch noch die Sonne. Dazu ein ausgesprochen kräftiger Wind. Kräftiger Wind, hmmm... - sowas nutzen Vögel normalerweise aus. Also nichts wie ab ins Winzlarer Moor und 'ne Fototour machen, denn da gibt's Vögel zuhauf. Ergebnis: Gut 70 Fotos, dabei ein paar ganz Brauchbare, eine zirka zehn Zentimeter lange, blutige Schmarre am Oberarm und ein zerrissenes T-Shirt. Kommt schon mal vor, wenn man beim Knipsen im Unterholz hängen bleibt. Ist aber alles ganz harmlos. Ist ja kein "Extreme Photographing". ;)

    moor1

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  • Gestriger Sonnenuntergang

    Heute wird das wohl nichts mit dem Sonntagsvormittags-Ausflug in den Wald. Draußen ist es zwar warm, aber alles grau in grau mit Nieselregen. Der gestrige Tag war auch schon so - bloß zum Sonnnuntergang, so gegen 21:00 Uhr, rissen die Wolken mal ganz kurz auf und ließen den Blick auf die untergehende Sonne zu. So quasi als Erinnerung daran, dass es sie noch gibt und dass wir Hochsommer haben. Die Fotos vom Sonnenuntergang sind nicht wirklich gut geworden. Allzu schlecht aber wohl auch nicht. Sie wirken auf mich irgendwie surreal. Mal abwarten, wie das heute wird ...

    sonne2

    sonne1
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  • Weisheit mit Humor

    dalai

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  • Mit VLC Filme aufnehmen

    Im Laufe der Jahre haben sich bei mir ja schon so einige DVDs angesammelt. Und eigentlich hätte ich den einen anderen Film ja auch ganz gerne mal auf irgend einem portablen Rechner, ohne die DVD - ggf. nebst externem Laufwerk - mitschleppen zu müssen. Auch wenn so etwas den DVD-Herstellern absolut nicht gefällt. Aber schließlich habe ich die Filme ja gekauft und kann im Privatbereich somit damit machen, was ich will. Das ist jedenfalls mein Standpunkt und diesen ganzen Kopierschutz-Sch... halte ich daher auch für eine absolute Frechheit dem Kunden gegenüber. Das ist ungefähr so, als kaufe man ein Auto und der Fahrzeughersteller bestimmt, wohin man damit fahren darf! Eine Unverschämtheit!

    So weit, so gut. Einige Filme habe ich ja auch mit SUPER oder XMedia Recode für's portable Gerät konvertieren können. Andere (kopiergeschützte) nicht ... und es deswegen mal mit dem Mitschneiden des Streams versucht. Das Mittel der Wahl war dabei die portable Version von VLC, weil ich irgendwo mal gelesen hatte, dass ab der Version 1.1.x Film und Ton aufgezeichnet werden können (in den Vorläuferversionen nur der Ton). Deswegen habe ich damit mal etwas rumprobiert. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Es geht! Alles, was auf dem Bildschirm erscheint wird auch aufgenommen (deutlicher muss ich ja wohl nicht werden). Nur - wie geht das? Zuerst mal die DVD einlegen und VLC starten. Dann:
    - Extras/ Einstellungen/ Input & Codecs/ Dateien/ Aufnahme-Verzeichnis oder Dateiname/ (Durchsuchen und Aufnahmeordner wählen)/ Speichern
    - Ansicht/ Erweiterte Steuerung (Aufnahmeleiste wird eingeblendet)
    - Medien/ Medium öffnen... (DVD Laufwerk wählen; Filmmenü wird gestartet)
    - Episode anwählen
    - Auf roten Aufnahmeknopf klicken
    - Episode starten
    - Abspeicherung erfolgt in Echtzeit (Ton und Bild nicht verändern!) im vorgewählten Ordner unter "vlc-record-datum-uhrzeit-dvd__laufwerk-.mpg", wobei das DVD-Bildformat übernommen wird
    - Nochmal auf den roten Knopf klicken beendet die Aufnahme

    MPG-Dateien werden riesig; 1 Minute beansprucht (je nach Bildgröße, die folgenden Angaben beziehen sich auf das häufige DVD-Bildformat 720*576px) knapp 50 MB und folglich 1h rund 3 GB. Einen 90- bis 120-Minuten-Kinofilm kann man folglich nur auf NTFS-Dateisysteme rippen, nicht aber auf FAT32 (weil hier 4 GB die Grenze bilden) - daher empfiehlt sich das Teilen des Films. XviD-MP3/AVI anstelle von MPG ist nur noch gut ein Drittel so groß. Das Konvertieren in dieses "Universalformat" erfolgt mit den o. a. Programmen SUPER bzw. mit dem portablen XMedia Recode. VLC kann zwar auch konvertieren, aber mit den beiden Freeware-Programmen ist's wesentlich einfacher.

    Aufgefallen ist mir noch, dass einige Player wie bspw. WinAmp i. d. aktuellen Version 5.63 mit VLC gerippte Filme mitunter im falschen Seitenverhältnis abspielen. Keine Ahnung, woran das liegt, denn mit VLC als Player tritt dieses Problem nicht auf und auch die alten WinAmp-3er-Versionen hatten es nicht.
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  • Zoom und Brennweite

    Die Hersteller digitaler Kameras überbieten sich immer wieder mit X-fach Zoom-Angaben. Ich vermag das leider kaum einzuschätzen; die Angabe der KB-äquivalenten Brennweite in Millimetern ist mir da wesentlich lieber, weil sie mir viel mehr sagt. Ich meine, wenn ich weiß, dass ich ein 1000er Tele vor der Knipskiste sitzen habe, dann weiß ich auch, dass ich das Fliegenauge in soundsoviel hundert Metern Entfernung noch formatfüllend abbilden kann. So in der Art jedenfalls ... Deswegen habe ich mir jetzt mal eine kleine Rechenarbeit gemacht.

    Bedeutet, dass ich mir im Web von etlichen Kameras folgende technischen Daten rausgesucht habe:
    4fach Zoom = 112 mm äquivalenter Brennweite
    5fach Zoom = 140 mm äquivalenter Brennweite
    10fach Zoom = 270 mm äquivalenter Brennweite
    14fach Zoom = 350 mm äquivalenter Brennweite
    15fach Zoom = 360 mm äquivalenter Brennweite
    18fach Zoom = 504 mm äquivalenter Brennweite
    20fach Zoom = 500 mm äquivalenter Brennweite (passt hier nicht so ganz!)
    26fach Zoom = 585 mm äquivalenter Brennweite
    30fach Zoom = 720 mm äquivalenter Brennweite
    42fach Zoom = 1000 mm äquivalenter Brennweite
    Im Anschluss bin ich mit der (mathematischen) Analysis für die zwölf gängigsten Arten von Funktionsgleichungen über die Daten gegangen. Dabei haben sich drei Gleichungen rauskristallisiert, die jede für sich die o. a. Datenreihe ganz gut treffen.

    I. Brennweite [mm] = Zoom * 22,957 + 31,695
    (Korrelationskoeffizient r=0,995)
    Beispiel: 42fach Zoom entspricht damit "Brennweite[mm]=42*22,957+31,695=996mm".

    II. Brennweite [mm] = (Zoom * 3644,042) / (Zoom + 126,002)
    (Korrelationskoeffizient r=0,999)
    Beispiel: 12fach Zoom entspricht damit "Brennweite[mm]=(12*3644,042)/(12+126,002)=317mm".

    III. Brennweite [mm] = 31,781 * Zoom ^ 0,9176
    (Korrelationskoeffizient r=0,997)
    Beispiel: 15fach Zoom entspricht damit "Brennweite[mm]=31,781*15^0,9176=381mm".

    Das hat selbstverständlich mit optischen Gesetzmäßigkeiten herzlich wenig zu tun, denn es handelt sich lediglich um in Formeln "gepresste" Erfahrungswerte (hier spricht also der Praktiker!). Ist aber zur Orientierung vielleicht mal ganz nützlich, damit sich die Angaben der Kamerahersteller besser einschätzen lassen ...
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  • Kurzmeldung

    Hier noch die Weisheit des Tages als Kurzmeldung:

    Jeder macht mal Fehler. Aber Manager werden dafür bezahlt!
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  • Heute ist SysAdmin's Day

    Seit dem Jahr 2000 gibt's einen besonderen Tag - nämlich den SysAdmin's Day. Das ist immer der letzte Freitag im Juli. Wer wissen will, was es damit auf sich hat, der bzw. die werfe einfach mal einen Blick in die taz. Denn ohne Systemadministratoren läuft normalerweise heutzutage in den Unternehmen GAR NICHTS mehr. Dennoch wird der Job von ignoranten Firmenleitungen, deren technisches Verständnis durch keinerlei Sachkenntnis getrübt wird, gerne unter "ferner liefen" eingeordnet. Daher hier zum Ehrentag der Systemadministratoren ein Song: "Wes Borg - The SysAdmin Song".

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  • Aufschlussreicher Irrläufer

    Wer hat nicht schon Irrläufer-Mails erhalten, weil er oder sie zufällig in irgendeinem Verteiler war? Ich bin von Natur aus neugierig. Ich lese mir derartige Irrläufer-Mails durch. Normalerweise ist das alles uninteressant. Aber es gibt auch Ausnahmen. Heute erhielt ich so eine Ausnahme, einen höchst aufschlussreichen Irrläufer. Aufgrund meiner Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Synästhesie stehe ich ja bei so manchem Funk- und Fernsehjournalisten im Verteiler. Die heutige Irrläufer-Mail war auf einen Fernsehjournalisten zurück zu führen (ich sage aber absichtlich nicht, um welchen Sender es sich handelt) und ganz sicher nicht für mich bestimmt.

    Darin ging es nämlich um einen Beitrag über Feuerwehreinsätze. Der war lt. Mail schon vor geraumer Zeit produziert, aber noch nicht gesendet worden. Man hatte seitens der Redaktion des Senders nämlich einen echten Brand abgewartet, um - mit aktuellen Bildern garniert - den "auf Halde" vorproduzierten Beitrag zu bringen. Das erweckte den Eindruck einer sehr zeitnahen, wenn nicht sogar Live-Berichterstattung. Nun frage ich mich natürlich, bei wie vielen der uns seitens der Berieselungsmaschine vorgesetzten Beiträge auf eben diese Art und Weise noch vorgegangen wird.

    Die Bundeszentrale für politische Bildung ( BPB ) hatte unlängst einen Beitrag mit dem Titel "Gezwungen, sich zu verkaufen? Zur sozialen Lage von Journalistinnen und Journalisten". Darin wird sinngemäß gesagt, dass einerseits die Anzahl der freien Journalisten rapide im Sinken begriffen ist (mindestens 30 Prozent), während andererseits die Zahl der Redakteurinnen und Redakteure stabil bleibt. Mit anderen Worten: Hier macht "irgendwer" Beiträge, die von oben gewünscht sind. Die echten Journalisten bleiben dabei auf der Strecke, verdienen 2,93 Euro pro Stunde und müssen daher noch jeden Nebenjob annehmen - was ihnen behördlicherseits obendrein noch zum Nachteil gereichen kann.

    Ich kann mir nicht helfen, aber ... Jedes der o. a. Ereignisse für sich allein genommen könnte noch Zufall sein. Doch alles zusammen genommen weckt in mir den Verdacht, dass hier seitens der Medienmogule und insbesondere mit Hinblick auf den natürlichen Überlebenstrieb abhängig Beschäftigter ganz bewusst manipuliert wird. Also merkt euch gefälligst: Euer Leben ist NICHT die Realität! Die echte Realität ist das, was die Medien gerne hätten und was sie uns in schönster Goebbles-Manier vorsetzen! Danach haben wir uns gefälligst zu richten - schließlich orientiert sich ja auch die Politik daran ... *Würg!* *Kotz!*
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  • Über Fachbücher ...

    In Nds. sind große Ferien. Man merkt es an den übervollen Bundesstraßen und Autobahnen. Doch bevor es so weit war, gab's da schulseitig die Liste für die kostenpflichtige Lehrmittelausleihe im nächsten Schuljahr. Einige der so genannten "Lehrbücher" kenne ich noch von unserer älteren Tochter her. "Leerbücher" würde es weitaus besser treffen. Aber als Elternteil hat man keine Wahl und sich einer Vorurteile und Pseudowissen zementierenden Verwaltung zu beugen. Im Endeffekt kommt dann das dabei raus, was schon Tick, Trick und Track im Disney-Taschenbuch zu verkünden wussten: "Nicht für das Leben, für die Schule lernen wir."

    "Unsere Universität hat ihr Bestes getan, um Ihnen die neuesten Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft zu vermitteln, doch etwa die Hälfte dessen, was wir Sie lehrten, ist wahrscheinlich falsch. Leider kann ich Ihnen heute nicht sagen, welche Hälfte."
    (Der Bakteriologe George Packer Berry, Harvard Medical School, vor rund vierzig Jahren.)

    Worauf ich hinaus will, ist Folgendes: Wissen ist ein dynamischer Prozess. Es verändert sich, teils sogar rasend schnell. Was heute noch als gesichert gilt, kann schon morgen der Brüller des Tages sein. Wissenschaft ist immer der jeweils gültige Irrtum. Wissenschaftler wissen das und sollten daher normalerweise alles infrage stellen. Das wäre freie Wissenschaft - Wissenschaft, die Wissen schafft. Das Hinterfragen aber kostet Zeit. Zeit ist Geld. An vermeintlich gesichertem Wissen zu rütteln bedeutet daher vermeidbare Ausgaben. Das Sagen haben nämlich nicht diejenigen, die wissbegierig sind, sondern diejenigen, die das Geld verwalten. Weil Geld mit Macht korreliert. Ein gefährlicher Irrweg!

    "The reason was that the books were so lousy. They were false. They were hurried. - Der Grund bestand darin, dass diese Bücher so lausig waren. Sie waren falsch. Sie waren hingerotzt."
    (Der Physik-Nobelpreisträger Richard P. Feynman, nachdem er förmlich explodiert war, über US-amerikanische Schulbücher vor ungefähr fünfzig Jahren; nachzulesen in "Surely You're Joking, Mr. Feynman!".)

    Schulen verwenden Schulbücher zwecks Kosteneinsparung über viele Jahre hinweg, ungeachtet der Aktualität des darin dargelegten (festgeschriebenen?) Wissens bzw. der jeweiligen Doktrin. Die Schüler haben das zu lernen - auch wenn es falsch ist - und dieses Lernen, diese "Leistung", wird hinterher beurteilt. Von denjenigen, deren Wissen noch viel älteren Ursprungs ist und bei den man oftmals nur noch von Pseudowissen reden kann. Ich habe einen Straus mit einer Englischlehrerin ausgefochten, die hervorragend über englische Grammatik, unregelmäßige Verben, Zeitformen usw. im Bilde war. Nur sprach sie die Sprache nicht. Sie hatte ihr Wissen lediglich aus Büchern, war nie im englischsprachigen Ausland gewesen. Und diese Theorie gab sie weiter. Ich für meinen Teil war gezwungen, meine englischen Sprachkenntnisse im Verlauf langer Auslandsaufenthalte vor Ort zu erlernen. Von Grammatik habe ich soviel Ahnung wie 'ne Kuh vom Eierlegen. Aber um den Vorturner auf 'nem englischsprachigen, internationalen Kongress zu machen und mich mit den Leuten fließend zu unterhalten, reicht es. Das Paradoxon daran: Das Schulenglisch, das meine Tochter zu erlernen gezwungen wird und das "spoken English" unterscheiden sich wie Tag und Nacht. Ich schickte meine Tochter ins Ausland. Sie kam mit dem Englisch, das ich ihr vermittelt hatte, zurecht. Nicht jedoch mit dem Schulwissen. Weil das an der Praxis vorbei ging. Doch besagtes Schulwissen entscheidet über Zensuren, entscheidet über den weiteren Lebensweg.

    Ein anderes Beispiel, Mathematik - Satz des Pythagoras, c²=a²+b². Das Mathebuch liefert dazu ein "praktisches Beispiel" in Form einer Textaufgabe: "In welchem Abstand muss der Maurer die soundso viele Meter lange Leiter an die soundsoviele Meter hohe Mauer stellen, damit er auf der Mauerkrone weitermauern kann?" Das ist m. E. ein typisches, am Schreibtisch entstandenes Fake-Beispiel, lediglich ausgedacht und daher praxisfremd. Weil: Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen einzigen Maurer erlebt, er den Satz des Pythagoras bemühte, um eine Leiter an eine Mauer zu stellen. Dieses Fake-Beispiel zeigt aber, mit welcher Kompetenz unsere Schul - und auch Fachbücher zusammengezimmert werden. Es geht dabei gar nicht um's Lernen und wohl auch nicht um's Wissen. Das vermute ich jedenfalls. Es geht wahrscheinlich viel mehr die Lobbyarbeit der Verlagsvertreter - hier eine Zuwendung, da ein "Geschenk", danach der dicke Reibach ...

    Wir fördern damit verständnislose Auswendiglerner. Menschen, die später im Beruf versagen (müssen), weil sie das Denken nie gelernt haben. Weil es ihnen seitens der Schule abgewöhnt worden ist. Man kann dagegen anarbeiten, doch es ist sehr mühsam und man sollte auch die Erfolgsaussichten nicht wirklich hoch ansetzen. Als ich im Schuljahr 2011/12 meine Foto AG in einer IGS startete, da hatte ich es anfangs zu hundert Prozent mit einer Gruppe von "passiven Berieselungsempfängern" zu tun. Am Ende der AG, jetzt unmittelbar vor den Ferien, hatte ich ein Viertel davon zu "aktiven Mitgestaltern" bewegen können. Drei Viertel aber blieben passive Empfänger dessen, was gemeinhin als "Wissen" bezeichnet wird. Ich bin mir fast sicher, dass einige aus dieser passiven Gruppe später irgendwann möglicherweise einmal Schul- bzw. Fachbücher mitgestalten werden. Sie lehren dann über ein Thema, das sie selbst nie verstanden, sondern nur auswendig gelernt haben. Sie haben kein Wissen über die Hintergründe, sondern kennen nur die Worte. Und die werden später wieder abgefragt - leere, inhaltslos gewordene Phrasen. Eine furchtbare Vorstellung!

    Ich weiß auch schon, was daraus als unvermeidliche Konsequenz folgen muss: Der lautstarke Ruf nach geeigneten Fachkräften, nach mehr Wettbewerbsfähigkeit, nach Innovation! Vielleicht sind wir ja sogar heute schon so weit. Wenn wir etwas gegen den Verfall des Know Hows in unserer Gesellschaft unternehmen wollen, dann ist das Importieren von Fachkräften bestenfalls ein kurzzeitiges Herumdoktern an den Symptomen, sofern es überhaupt etwas helfen sollte. Wichtiger wäre es, an der Wurzel des Übels anzusetzen. Bei unserem Schulsystem, bei den sich selbst stabilisierenden Verwaltungen und nicht zuletzt auch bei den Schul- und Fachbüchern respektive der zugehörigen Lobbyisten. Aber dazu gehören Erfahrungen und nicht Scheine. Deutschland ist süchtig nach Scheinen und ignoriert Erfahrungen. Scheine werden mit Leistung gleichgesetzt. Hinsichtlich der Lernleistung will ich das auch gar nicht infrage stellen. Aber hinsichtlich der Erkenntnisleistung bevorzugt unsere Gesellschaft offensichtlich die "Schein-Leistung" ...
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  • Zu heiß zum Computern ...

    Heute ist es mir zu heiß zum Computern. Daher hier nur etwas Musik, dem viel zu kurzen Überraschungssommer angepasst - "Beach Baby" von First Class. Die lange Version.

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  • Windows ruinieren ...

    Windows ruinieren ... geht ganz einfach! Bloß den Papierkorb löschen! Ein saublöder Anfängerfehler, aber sowas passiert schon mal, wenn die Finger schneller sind als das Gehirn. Was passiert ist: Ich bastele momentan an einer kleinen Diashow mit meinen Tierbildern. Das wird mit dem Windoof-Rechner vorbereitet, auf Memorystick kopiert und dann auf den Linux-Schrott-Schleppie, den ich als Musikserver für die Stereoanlage nehme, überspielt. Da laufen dann Musik und Diashow simultan. Sieht echt gut aus. So weit, so gut.

    Nur war der Memorystick vom letzten Mal noch nicht leer (Löschen vergessen!). Ergo löschte ich den alten Bestand auf dem USB-Stick mit dem Windows-PC. Seltsamerweise legte Windoof dabei einen zusätzlichen Papierkorb auf dem Stick an. Was soll denn der Schwachsinn?!? Also weg damit ... Als das Löschen dauerte und dauerte, da fiel mir siedend heiß ein, dass ich das Ding ja versehentlich in eine Endlosschleife katapultiert hatte! Der PC reagierte auf gar nichts mehr, Sch...! Also den Stick verzweifelt rausgezogen. Der Versuch, Windows runterzufahren, endete in einer Fehlermeldung. Runterfahren unmöglich. Rien ne vas plus - nichts geht mehr!

    Also Strom aus. Wieder an. Rechner fährt nicht hoch, aber der Lüfter gibt ein Geräusch von sich, das einer heulenden Sirene nicht gänzlich unähnlich ist. Strom nochmal aus. Wieder an. Rechner fährt hoch, aber nicht korrekt - d. h. ein paar der Autostart-Sachen fehlen. Regulär runtergefahren, neu gebootet, dann ging's wieder. Den Stick an's Linux gehängt und dort den überschüssigen Papierkorb gelöscht - klappte einwandfrei. Dateien rüberkopiert, auch alles paletti. Und Linux hängte sich auf (lief nach dem Neustart wieder).

    Stick wieder in den Windoof-Rechner genagelt und das Ding steht kurz vor'm Einfrieren. Erst nach dem Formatieren des Sticks normalisierte sich die Sache so langsam wieder. Also Leute, wenn euch die "hausgemachten" Probleme mit Windows noch nicht reichen, dann löscht doch einfach mal den Papierkorb! :))
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  • Recht der Herrschenden?

    "Der Prozess" von Franz Kafka ist ein hochinteressantes Buch. Es geht darin um jemanden namens Josef K., der seitens eines ungenannten Staates auf blauen Dunst hin verhaftet und angeklagt (sowie später auch hingerichtet) wird. Nur einen Grund für Verhaftung und Anklage gibt es nicht. Es geschieht einfach "nur so". Weil der Staat es für richtig hält. Der Roman stammt ungefähr aus dem Jahr 1915. Er kann als Kritik an einer verselbstständigten und unmenschlichen Bürokratie und am Fehlen bürgerlicher Freiheitsrechte interpretiert werden. Hier und heute undenkbar. Oder vielleicht doch nicht so ganz?

    Vorab: Es geht im vorliegenden, realen Fall "nur" um Fußball. Fußball geht mir am Ar... vorbei. Unrecht nicht. Tatsächlich hat die menschenrechtswidrige Entscheidung des Verwaltungsgerichts (VG) Hannover Signalcharakter. Also, worum handelt es sich? "Präventiv einsperren ist okay" beerdigt de facto die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit in der BRD (BRD = Bananen Republik Deutschland). Das Urteil macht Deutschland endgültig zum realen Kafkaland (lt. Duden hat "kafkesk" die Bedeutung von "auf unergründliche Weise bedrohlich"). Denn was bedeutet "präventives Einsperren" real? Es bedeutet, dass jemand, von dem der Staat annimmt, er könnte möglicherweise irgendwann einmal in irgendeiner Form zum irgendwie gearteten "Gefährder" werden (Schäuble lässt grüßen!) jederzeit vorsorglich in Verwahrung genommen werden kann.

    Exakt das ist hier passiert. Und zwar einem Fußballfan. Zuvor war es schon einmal passiert. Und zwar den Demonstranten beim G8 Gipfel in Heiligendamm. "Unterbindungsgewahrsam" ist das Zauberwort dabei. Wie in Kafkas "Prozess". Das VG Hannover hält derartigen, staatlichen Machtmissbrauch für zulässig. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sieht das allerdings anders. Deswegen hat sich das VG Hannover dahingehend geäußert, dass die Kammer die Einschätzung des Europäischen Gerichtshofs für verfehlt hält und sich folglich nicht an die bindende Rechtsauffassung zu halten braucht.

    Interessante Sache: Recht wird ganz offen zum alleinigen Recht der Herrschenden gemacht. Gab's das nicht schon öfter mal? In Deutschland so vor ungefähr siebzig Jahren mit einem österreichischen Postkartenmaler als Staatsführer, in Spanien unter Franco, in Chile unter Pinochet, in Portugal unter Salazar? Und jetzt scheint es in Deutschland wohl wieder einmal so weit zu sein. Wie sagte doch Augusto Pinochet? "Die Demokratie muss von Zeit zu Zeit in Blut gebadet werden." Aktuell stellt man hierzulande wohl die Weichen dafür. Damit auch alles "rechtens" abläuft ...
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  • Am Waldteich

    Heute morgen, halb Sieben: Der Blick nach draußen ist für diesen Sommer völlig ungewöhnlich. Er zeigt nämlich strahlend blauen Himmel! Bei dem Wetter hält mich nichts mehr drinnen; ich muss raus in die Natur! Nach dem Frühstück losgefahren und als ich mein Auto gegen halb Neun auf dem Waldparkplatz im Deister abstelle, da ist es weit und breit das einzige Fahrzeug. Ich habe mir einen schönen Weg vorgenommen, knapp zehn Kilometer. Erstmal rauf zum alten Stollen, dann über den Jägersteig noch höher zum Schraubeweg und zurück über den Schulzeweg. Die Kamera ist - wie fast immer - mit dabei. So auf halber Höhe zum Stollen hoch kommt hinter mir ein Auto her, hält an; die Scheibe geht runter. "Willst du mit rauf fahren?" "Nee, lass mal, ich will wandern. Und vielleicht auch noch ein paar Fotos machen." "Hmm... - willst du einfahren?" "Heute nicht. Außerdem habe ich keine vernünftige Fotoleuchte für unter Tage mit." "Na, dann noch viel Spaß!" "Dir auch. Glück auf!" Der Autofahrer ist Florian, seines Zeichens Bergbauingenieur und Betriebsleiter in der alten Grube. Ich war mit ihm schon öfters und außerhalb der Besuchszeiten im "Stolln".

    Am Stollen angekommen eine kurze Zigarettenpause, danach weiter nach oben. Der Jägersteig ist nicht ungefährlich: Abschüssiges Gelände, größtenteils unbefestigt und eigentlich überall glitschig, weil immer wieder Wasser aus dem Berg tritt. Oben auf dem Schraubeweg angekommen bietet sich mir ein fürchterliches Bild: So etwa alle fünfzig Meter sind breite Schneisen in den Wald geschlagen worden. Aus Brandschutzgründen vermute ich, denn das Unterholz stand schon gefährlich dicht. Trotzdem: Schön sieht es nicht aus. Auch der Schraubeweg selbst liefert durch das schwere Gerät einen entsprechenden Anblick. Ich begebe mich auf dem Weg wieder bergab. Mir fällt auf, dass der Wald unnatürlich still ist. Kaum Vögel, die singen, und nur hin und wieder mal das Schimpfen der Häher oder der Ruf eines Bussards bzw. eines Habichts.

    Die schimpfenden Häher haben mein Interesse geweckt, denn ohne Grund veranstalten die niemals so einen Lärm. Ich versuche zu erkennen, was da ganz hinten los ist, indes vergeblich. Ein Fernglas habe ich heute nicht mit dabei - Sch...! Ich sehe nur in der Ferne etwas Hellgraues im Gebüsch verschwinden. Zu hell für ein Wildschwein, zu grau für Reh- oder Rotwild. Ein Wolf? Möglich wäre es. Hier kommen ja immer mal wieder welche vorbei. Harmlose Einzelgänger. Weiter unten treffe ich auf den Schulzeweg. Immer noch keine Fotomotive. Na gut, jedenfalls keine, die ich nicht schon habe. Da ich zeitlich noch früh dran bin, beschließe ich, einen Abstecher zum Waldteich zu machen.

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    Man vermutet kaum, dass sich hinter dem Dickicht ein Teich verbirgt.

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    Ein herrliches, ruhiges und vor allem sehr verstecktes Plätzchen.

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    Und hier finden sich eigentlich immer Motive.

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    Man muss nur mal genauer hinschauen!

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    Auf dem Rückweg ein Spiel mit Licht und Farben.

    Der Teich bietet immer irgendwas Fotogenes. Und vor allem: Der liegt so versteckt, dass von ein paar Ausnahmen mal abgesehen nicht mal die Einheimischen wissen, dass er überhaupt existiert! Dabei ist er nur ein paar Schritte vom breit ausgebauten Waldweg entfernt. Das ist so: Da gibt's eine grüne Mauer aus Unterholz, Brennnesseln und Dornengestrüpp. Auf den ersten Blick schier unüberwindlich. Aber nur auf den ersten Blick, denn da führen zwei schmale Pfade hindurch. Wer es gewohnt ist, nach Wildwechseln Ausschau zu halten, der erkennt die auch. Die Tiere kennen die interessanten Stellen im Wald. Wir brauchen ihnen nur folgen. So habe ich vor etlichen Jahren den Teich auch mal gefunden.

    Ich folge also einem der Wildpfade und bin kurz darauf an einem herrlich friedlichen, sonnenübertrömten und menschenleeren Fleckchen Erde. Schön ist es hier, einladend. Ich könnte den ganzen Tag hier verbringen. Vom Weg herüber höre ich immer wieder Wanderer und Fußgänger sprechen, die gar nicht wissen woran sie hier unwissentlich vorbei laufen. Die nicht einmal ahnen, welches Refugium der Ruhe ihnen dadurch entgeht!

    Und Motive finde ich auch, mehr als genug sogar. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Leider! Irgendwann der Blick auf die Uhr: Kaum zu glauben, dass ich schon weit über eine Stunde hier bin! Schweren Herzens mache ich mich auf den Rückweg. Ein wehmütiger Blick auf den friedlich daliegenden Waldteich: Bis zum nächsten Mal! Als ich auf dem Parkplatz eintreffe, da traue ich meinen Augen kaum: Gut dreißig Fahrzeuge stehen jetzt hier! Ich bin froh, so früh losgegangen zu sein. Denn da hatte ich den Wald noch für mich allein.
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  • Nur so, am Wegesrand

    Der Regionalwetterbericht prophezeit ab Mittag und für den Rest des Tages zur Abwechslung mal wieder Regen. Angesichts der Tatsache, das die letzten beiden Wochen irgendwie doch ganz schön stressig verlaufen sind und das Wetter dazu auch noch wenig einladend ausfiel, nutzte ich heute die regenfreien Vormittagsstunden. Mal wieder raus, mal wieder in den Wald. Einfach nur so, um mal Ruhe zu finden und um Abstand zu gewinnen. Sollte man viel öfter mal machen! Es ging mir nicht um bestimmte Fotos, folglich habe ich nur hin und wieder mal am Wegesrand was "mitgenommen". Nichts Weltbewegendes - Kleinigkeiten eben, an denen so mancher einfach vorbei geht. Weil er sie nicht mal wahrnimmt. Ich glaube schon, dass der häufige Aufenthalt in der Natur das Auge schult und das Denken anregt. Die beiden 3D-Fotos sind wie immer Farbanaglyphen für Rot-Cyan-Brille mit dem Rotfilter vor dem linken Auge.

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    2D: Ganz schön flatterhaft ...

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    2D: Klein und dennoch wehrhaft ...

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    3D: So etwas übersieht man leicht ...

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    3D: Anpirschen und abdrücken ...
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  • Kann ich bestätigen!

    Die "Berliner Umschau" macht mit dem Beitrag "Betroffenenbericht: Gesetzwidrigkeiten im Job interessieren Arbeitsamtsmitarbeiterin höchstens privat" (Quelle HIER) auf einen Missstand in dieser unserer Bananenrepublik aufmerksam, den ich aus eigener Erfahrung heraus nur bestätigen kann. Auch ich habe gut ein Vierteljahr lang bei einm Zustellunternehmen gejobbt, was jetzt drei Jahre zurück liegt.

    Arbeitszeit i. d. R. 12-14 Stunden, davon max. 10 Stunden bezahlt. Keine Pausen, denn mit Pausen schafft man die Arbeit nicht. Kein Urlaub. Kein Anschnallen während der Fahrt, kein Sichern der Ladung usw. Man fährt, um Zeit zu sparen, zügig mit offenen Türen los und macht kurz darauf eine Vollbremsung. Die Türen knallen dann von alleine zu. Alle. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, dann hat man den Trick gut drauf. Alles, was im o. e. Bericht an Gesetzwidrigkeiten erwähnt wird, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Streng genommen gab's da noch viel mehr und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Und über allem schwebte die Sanktionsdrohung des Jobcenters für den Fall, dass jemand nicht mitspielt. Sanktionen, die lt. gewisser Antidemokraten durchaus gerechtfertigt sind.

    Seither war ich - immer wieder befristet - in vielen Jobs tätig. Meine berufliche Qualifikation interessierte dabei niemanden; wessen Lebensalter hierzulande mit einer "4" oder gar höher beginnt, der wird eben zwecks Aushilfe zu einem Hungerlohn ausgemustert. So funktioniert das Jobwunder Deutschland. In nahezu allen dieser Jobs gab es zwei Klassen von Beschäftigten: Diejenigen, die fest angestellt waren. Für die galt die Gesetzgebung zur Arbeitssicherheit. Und eben diejenigen, die als Minijobber oder - behördlich abkommandiert - als Zwangsarbeiter beschäftigt sind bzw. waren. Für die gilt die Arbeitssicherheit nicht. Wer dadurch einen Schaden erleidet ist eben "selbstverantwortlich" auch selbst Schuld. Er wird ersetzt. Hartz-IV und die Jobcenter sorgen für hinreichend viel Nachschub. Und weil die Hartz-IV-Abhängigen immer mehr werden, finden die o. e. Praktiken inzwischen auch schon Eingang in den ersten Arbeitsmarkt. So einfach ist das!
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  • Behördenirrsinn!

    Ein Artikel im Spiegel: "Fiskus greift sich Lebensmittel-Spender". Wenn es bisher noch eines letzten Beweises bedurft hat, dass diese unsere Bananenrepublik von gemeingefährlichen, größenwahnsinnigen und realitätsfernen Bekloppten geführt wird, dann ist er hiermit erbracht worden! Man muss sich das mal vorstellen: Da gibt es ein Existenzminimum - Hartz-IV genannt - das ohnehin viel zu gering ist, um noch davon leben zu können. Als wäre das noch nicht schlimm genug, darf und wird dieses vermeintliche "Existenzminimum" (mit dem die arbeitende Bevölkerung lediglich um die ihr zustehende Versicherungsleistung seitens der Politik vorsätzlich betrogen wird) auch noch bis auf Null gekürzt. Sanktionen nennt man das - wozu JEDES Mittel recht ist - und treibt die Menschen damit vorsätzlich in die Kriminalität, denn gegen den eigenen Überlebenstrieb kommt keiner an.

    Unsere Demokratie wird bei der Gelegenheit gleich mit vernichtet und durch eine Postdemokratie, in der nur noch das Geld herrscht, ersetzt. Den Sozialstaat gibt es längst nicht mehr, den haben Putins Speerspitze Schröder und der INSM-Chef Clement gründlich beseitigt: SPD-Leute! Weil der Sozialstaat nicht mehr existiert und das so genannte "Existenzminimum" (gemeint ist der Versicherungsbetrug an den zur Zwangseinzahlung Verpflichteten) nicht zum Leben ausreicht, stellen sich die Menschen zwangsläufig bei den Tafeln an - da sie nicht verhungern wollen - und lassen sich als humane Komposter missbrauchen. Dieser Missbrauch geht von den INSM-liierten Unternehmen aus, die andernfalls viel Geld für Entsorgungen würden ausgeben müssen. So aber werden nicht nur die Müllgebühren gespart, sondern der Müll ist darüber hinaus sogar noch als Spende steuerlich absetzbar geworden. Das ist ein Teil des großen Geschäftes mit der gewollten Armut!

    Und dann sind da noch ein paar andere Leute. Leute, die von sich aus den Bedürftigen etwas spenden: Menschen eben. Aber das dürfen die nicht; das ist "Schwarzspenden"! Deutsches Steuerrecht macht's möglich: Wirfst du essbare Lebensmittel in den Müll, dann zahlst du dafür keine Umsatzsteuer. Du darfst zur eigenen Erbauung dafür zusehen, wie andere hungern. Wenn du dir das aber nicht mehr mitansehen kannst und denen das Essen GRATIS gibst, anstelle es zu vernichten, und dem Staat dafür keine Steuern bezahlst, dann machst du dich einer gewissen Form von Steuerhinterziehung schuldig! Geht's noch bescheuerter? Eigentlich kaum vorstellbar. Aber wir leben hier ja in Deutschland. Da lässt sich jeder Behördenirrsinn noch toppen. Irgendwann. Ich hoffe bloß, dass die für diesen Wahnsinn Verantwortlichen irgendwann mal behördlich beschließen, dass Weiß gleich Schwarz und Schwarz gleich Weiß ist und dass die dann auf dem nächsten Zebrastreifen unter die Räder kommen. Ich würde in dem Fall sogar "vollkommen versehentlich" Gas und Bremse verwechseln. Dann wären wir diese Irren nämlich endlich los!!!

    Nee, also ehrlich - soviel großkotzig-selbstgefällig-arrogante Ignoranz unserer Behörden gegenüber Bedürftigen macht mich nicht nur rasend und wütend, sondern lässt mich auch gewaltig am gesunden Menschenverstand zweifeln! Ich meine, die öffentlichen Verwaltungen werden aus Steuergeldern bezahlt und sollten für den Menschen da sein. Stattdessen nutzen sie ihn aus! Inzwischen verhalten sich gewisse Bessergestellte in unserer kaputten Gesellschaft ganz offen wie Schmarotzer, während sie ungestraft andere - nämlich diejenigen, von deren Geld sie eigentlich (sehr gut) leben - als Schmarotzer beschimpfen können. In diesem Staat ist nicht nur irgendwas faul - dieser Staat ist komplett im Arsch!
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  • Pelzig ...

    Es ist schon seltsam. Heute war es fast den ganzen Tag über trocken. Mit so um die 18 °C nicht besonders hochsommerlich, zugegeben, aber ich habe mir das dann doch noch mal überlegt. Ich war noch nicht zu unserem Versicherungsfritzen, um diesen Sommer als Wasserschaden geltend zu machen. Stattdessen habe ich mir die Kamera geschnappt und bin mal ein paar Schritte draußen rumgeschlappt. So richtig das Wahre war's allerdings nicht, denn ich hatte keine Gummistiefel mit und der Boden gibt doch sehr nach, weil er kein Wasser mehr aufzunehmen vermag. Dann fielen auch schon bald wieder die ersten Tropfen ... Ein paar pelzige Gesellen konnte ich in äußerst stachligem Gelände trotzdem ablichten. Der Trick mit dem Blatt war dabei ausgesprochen hilfreich.

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  • Visitenkarten ...

    Visitenkarten kann man drucken lassen. Oftmals ist das sogar preiswerter als selbst welche anzufertigen. Allerdings sind die Stückzahlen meist recht hoch (braucht man soviele Karten?) und man hat keine großartigen Auswahlmöglichkeiten hinsichtlich des Designs. Also doch wieder selbst basteln? Kann man machen. Habe ich schon oft gemacht. Geht. Eigentlich ganz einfach: Gewusst wie!

    Man benötigt dazu eine Vorlage in einem Textprogramm und eine beschriftete Grafik, welche die eigentliche Visitenkarte darstellt. Als Grafik lässt sich z. B. prinzipiell jedes Foto verwenden. Das kann man mit einer Grafiksoftware gestalten oder aber - einfacher! - mit einem Visitenkartenlayout-Programm. Letztlich wird das fertige Bild dann nur noch in die Textverarbeitungs-Vorlage eingefügt. Die Vorlage besteht aus einer fünfzeiligen und zweispaltigen Tabelle, in der jede Tabellenzelle dem Visitenkarten-Standardmaß von 87*49 mm entspricht. Beginnen wir daher mit der Vorlage.

    1. Für OpenOffice:
    - Neues Textdokument wählen
    - Format/ Seiteneinstellungen
    - Alle Ränder auf 0,5 cm setzen
    - Kopf- und Fußzeile ausschalten
    - Textkörper markieren, Mittensatz
    - Tabelle/ Einfügen/ Tabelle
    - Spalten 2
    - Zeilen 5
    - Tabelle auf 17,4 cm Gesamtbreite justieren
    - Tabelle markieren
    - Tabelle/ Automatisch anpassen/ Spaltenbreite 8,7 cm
    - Tabelle/ Automatisch anpassen/ Zeilenhöhe 4,9 cm
    - Abspeichen

    2. Für MS Word:
    - Neues Textdokument öffnen
    - Datei/ Seite einrichten
    - alle Ränder auf 0,5 cm setzen; Bundsteg sowie Kopf- und Fußzeile auf 0 cm setzen
    - Textkörper markieren, Mittensatz
    - Tabelle/ Zellen einfügen/ Tabelle
    - Spaltenanzahl 2, Zeilenanzahl 5
    - Tabelle markieren
    - Tabelleneigenschaften
    - Zeile/ Höhe definieren 4,9 cm
    - Spalte/ Bevorzugte Breite 8,7 cm
    - Abspeichern

    Wenn die Vorlagen "stehen", dann kann die eigentliche Visitenkarte angefertigt werden. Sehr hilfreich ist dazu die portable Windows-Freeware "VisitRapid", obwohl man ja auch - wie bereits angedeutet - grundsätzlich auch ein Grafikprogramm nehmen kann. Aber mit VisitRapid geht es doch einfacher und daher will ich die weitere Vorgehensweise mal auf dieses Programm beschränken. Man lädt es runter und entpackt es; gestartet wird mit VisitRapid.exe. Jetzt auf "Visitenkarten drucken" klicken, danach auf "Bild laden". Die Software unterstützt BMP-Bilder mit einer Auflösung von 640*480 px, was mehr als ausreichend ist. Allerdings sollte man das Bild bereits mit einer Grafikbearbeitung etwas vorbereitet haben, bspw. aufgehellt, denn originale Fotos wirken i. d. R. viel zu "wuchtig".

    vr1

    Es folgen:
    - Font A und erste Zeile bearbeiten
    - Font B und zweite Zeile bearbeiten
    - Font C und dritte Zeile bearbeiten
    - Font D und vierte Zeile bearbeiten
    - Font E und fünfte Zeile bearbeiten
    - Position A und erste Zeile platzieren
    - Position B und zweite Zeile platzieren
    - Position C und dritte Zeile platzieren
    - Position D und vierte Zeile platzieren
    - Position E und fünfte Zeile platzieren

    Die XY-Koordinaten rechts neben dem Bild helfen bei der exakten Ausrichtung des Textes. Mit "Karte speichern" wird die Visitenkarte als BMP-Bild gesichert. An diesem Punkt angelangt hat man also eine fertige Visitenkarte als BMP-Bild und eine Vorlage für die Textverarbeitung zum Aufnehmen eben dieses Bildes. Im nächsten Schritt wird daher die Vorlage unter die Textverarbeitung geladen und das Bild Zelle für Zelle eingefügt. Bei MS-Word muss man die Bildgröße jeweils an die Zellengröße anpassen, da (zumindest bei älteren Versionen) Word das Bild zu groß implementiert. Bei Word 2000 jedenfalls ist das der Fall; bei Word 2010 tritt die Problematik nicht mehr auf.

    vr2

    Hat man die gesamte Vorlage mit dem Bild gefüllt, dann stehen pro DIN A4 Seite 10 Visitenkarten zur Verfügung. Die müsen nur noch ausgedruckt werden. Für Visitenkarten eignet sich allerdings nur stärkeres Papier; standardmäßig ist das 350 g/m² und unter 200 g/m² sollte man KEINESFALLS gehen. Zuletzt werden die Karten noch ausgeschnitten: That's it!
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  • Ausnahmemusiker

    Ging heute in den Nachrichten praktisch unter, halte ich aber für wichtig: Ein Ausnahmemusiker ist viel zu früh von uns gegangen - Jon Lord. Er wurde nur 71 Jahre alt und doch hat er den Hard Rock geprägt wie wohl kaum ein Zweiter. Wer war dieser Jon Lord? Wenn ich mal auf meine ganz persönlichen Erfahrungen zurück blicke ... Das Jahr: 1968 und ich zählte gerade mal zehn Jahre. Zuhause waren Ernst Mosch und seine Oberkrainer angesagt, was mir allerdings gewaltig auf den Keks ging. Die Beatles tauchten gerade in ihrem "Yellow Submarine" ab - auch nicht mehr unbedingt das, was sie früher mal waren.

    Plötzlich heulte da im Radio ein Wolf. Es handelte sich um die Anfangssequenz von "Hush", der ersten Hitsingle von Deep Purple. Eine Gruppe, deren Gründung auf Jon Lord zurück ging. Was folgte, war eine neue Musikrichtung: "Burn", "Smoke On The Water", "Stormbringer", "Child In Time" ... Kennt wohl jeder. Lord trennte sich von Deep Puple, um Soloprojekte zu machen. So z. B. "Sarabande" oder "Windows" und "Continuo on B.A.C.H." zusammen mit Eberhard Schoener und dem Orchester der Münchner Kammeroper.

    Jon Lord hatte immer schon ein Faible für Klassik und verstand es wie kein Zweiter, Klassik und Hard Rock miteinander zu einem einheitlichen Ganzen zu verschmelzen. Auch damit setzte er Maßstäbe. Im Sommer 2011 gab er bekannt, dass er an Bauchspeicheldrüsenkrebs leide. Jetzt ist er tot. Deep Purple - im Grunde genommen sein Lebenswerk - gibt es immer noch. Qualität ist zeitlos. Musiker wie Jon Lord sind sehr, sehr selten! In memoriam: Deep Purple Mark VII (1999 - oder schon VIII?) mit Jon Lord und dem London Symphony Orchestra (LSO): "Smoke On The Water". Eine der besten Liveversionen!

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  • Nicht ganz ungefährlich ...

    Heute war der letzte Tag in meiner Foto AG (jedenfalls in diesem Schuljahr). Da konnten die Kids machen, was sie wollten: Spiele an den Antik-PCs spielen (soweit das überhaupt ging!), mitgebrachte Filme gucken, wie auch immer. Ich wollte zwar ursprünglich einen Film vorführen, doch der schuleigene Beamer machte mir einen ganz dicken Strich durch die Rechnung. Also Plan B (s. o.). Vom Film (Plan A) hatte ich denen wohlweislich - ich kenne die Schul-EDV (dafür braucht man 'ne Gefahrenzulage!) - vorher nichts verraten. Deswegen klappte das auch so.

    Die Kids waren beschäftigt. Ich langweilte mich und fuhr einen der freien Rechner hoch, um mal nach inoffiziellen Windows-Hotkeys zu suchen, weil ich das im Zuge des Neuaufsetzens meines eigenen Rechners ja schon gebraucht hatte. Fündig wurde ich allerdings nicht. Na ja, jedenfalls nicht dahingehend, als dass ich was Neues entdecken konnte. Dafür stolperte ich zufällig über eine indische Freeware namens "Windows 7 Virtual WiFi Router". Eigentlich gar keine so schlechte Idee, vor allem in strukturschwachen Gebieten: Man nehme einen Windoof-7-Schleppie mit eingebautem WLAN, statte den mit einem UMTS-Stick für mobiles Internet aus und fummele das interne WLAN per Software zum Router um, so dass sich andere Laptops, Netbooks und auch Handys in eben diesen Schleppie als Hotspot einklinken können.

    Aber die Geschichte hat auch eine Kehrseite und die ist aus der Sicht des Datenschutzes echt gefährlich: Die o. a. Dinger klinken sich in den nächstbesten Hotspot ein. Läuft darauf ein Packet-Sniffer, dann kann der gesamte Netzwerkverkehr "abgehört" werden. Stellt euch einfach nur mal vor, jemand macht Homebanking vom Laptop oder per Android-App vom SmartPhone aus. Da ist ist nicht nur nichts mehr geheim - da kann auch beliebig dranrum "manipuliert" werden. Das o. e. Programm selbst ist daran gar nicht mal schuld. Das ist wie mit 'nem Hammer: Man kann ihn dazu verwenden, um einen Nagel in die Wand zu kloppen. Oder aber, um einen unliebsamen Mitmenschen ... OK, lassen wir das. Deutlicher muss ich wohl nicht werden!
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  • Aquarium: Seltsame Sache ...

    Unser Aquarium steht jetzt seit dem 19.07.2002, mithin also rund 10 Jahre. Aquaristikerfahrung habe ich vorher schon mitgebracht, nämlich seit 1969. Ich dachte, ich kenne die ganzen Späße ... - DENKSTE! Ich muss zugeben: Wenn öfters mal in den Sommermonaten ein einzelner Guppy umkippt, dann betrachte ich das als vollkommen normal. That's life! Oder besser "death". Die einzige wirkliche Krise, die mich viele Tiere gekostet hat, war der Ichthyo-Ausbruch im August 2008. Den Erreger hatte ich mir wohl durch neue Pflanzen eingeschleppt, nachdem im Verlauf der damaligen, sommerlichen Hitzewelle die bis dato vorhandenen Wasserpflanzen die Konsistenz von gekochtem Spinat angenommen hatten und ersetzt werden mussten. Bei der Gelegenheit wurde auch gleich noch unwillentlich eine neue und sehr ertragreiche Schneckenpopulation mit importiert. Und dann lief das Becken nach überstandener Krise - es hatte insbesondere Jungtiere erwischt - problemlos weiter. Bis zur vorletzten Maiwoche diesen Jahres.

    Was dann passiert ist, weiß ich bis heute noch nicht genau. Ins Becken ist jedenfalls absolut gar nichts neues gekommen. Bloß wurde es in der letzten Maiwoche sehr heiß und auch das Aquarium konnte trotz entfernter Abdeckung und Ventilatorkühlung nur mühsam auf 29 bis 30 °C gehalten werden. Etwa zeitgleich begann das Wasser sich einzutrüben. Erst leicht, später merklich. In weiß - was immer als Hinweis auf sich zersetzendes, organisches Material (Plastik, Verwesung) zu werten ist. Auch etwa zeitgleich wurde auf unserer Straße 'ne neue Wasserleitung angeschlossen. Knapp zwei Wochen später war das Wasser noch weißer geworden und es schwammen sehr viele tote Schnecken (!!!) an der Oberfläche rum. Was bringt Schnecken um???

    Ich meine, wenn man ein Anti-Schneckenmittel ins Becken kippt, dann geht so ziemlich alles kaputt - bloß die Schnecken nicht. Ich maß den Nitrit-Gehalt: Erhöht. Logisch, stammte von den verwesenden Schnecken. Also Teilwasserwechsel und dem Filter verschärfte Aufmerksamkeit gewidmet. Dann starben die ersten Fische. Corydoras, Schwertträger, Ancistrus. Und immer nur die größten und robustesten Exemplare. Keinerlei Krankheitsanzeichen. Ich tippte auf irgendeine Form von Vergiftung. Das Nitrit konnte es nicht sein, denn das war nach dem Teilwasserwechsel wieder unten. Und die anderen Wasserwerte (pH, Härte, Nitrat etc.) auch alle OK. Ein Rätsel. Es folgten die größten Guppies, die den Löffel abgaben. Einer nach dem anderen. Jungtiere waren allerdings NIE betroffen.

    Da ich mir keinen anderen Rat mehr wusste, schmiss ich zweimal wöchentlich ein Fünftel des Wassers raus und ersetzte es - wie üblich - durch einen 1:1-Mix aus Regenwasser und Leitungsheimer Hahnenquell. Ich meine, unser Leitungsheimer ist so hart, dass man beim Duschen 'nen Sturzhelm braucht und da führt kein Weg am Verschneiden vorbei. So peu a peu ersetzte ich auch noch das Filtermaterial, immer darauf bedacht, die Bakterienpopulation nicht zu zerstören. Mittlerweile dürfte die Krise, die sich gut vier Wochen lang hingezogen hat, wohl überstanden sein. So kristallklar wie jetzt war das Wasser noch nie. Allerdings kann ich keine einzige lebendige Schnecke mehr entdecken.

    Ich scheue bloß noch davor zurück, ein paar neue Fische zu kaufen. Weil meine Haus-und-Hof-Zoohandlung dichtgemacht hat - die Leute sind ausgewandert, weil sie in Deutschland keine Zukunft mehr sehen. Von den noch verbliebenen Zoohandlungen weiß ich, dass die Viecher da in Medikamentenlake rumschwimmen und habe Angst davor, mir mit 'nem Neukauf Krankheitserreger einzuhandeln. Wodurch diese zweite Krise im Aquarium ausgelöst worden ist, ist für mich ein absolutes Rätsel geblieben; immerhin waren die vielen und auf blauen Dunst hin durchgeführten Teilwasserwechsel wohl hilfreich. Am Regenwasser dürfte sich ja kaum was verändert haben. Und das Leitungswasser mit Hinblick auf die neu verlegte Leitung in der Straße - wenn das die Ursache war, was konsumieren wir Verbraucher dann eigentlich?!?
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  • Sommer 2012

    Ich will mich über den Sommer 2012 nicht beschweren. Man kann ihn durchaus ertragen - Wintersachen sind ja genug im Kleiderschrank. Beim allmorgentlichen Blick auf's Thermometer - einstellige Gradzahlen, wie üblich - belegt wenigstens das Plus, dass wir Hochsommer haben. Meine Chilis im Garten sind trotz Foliengewächshaus noch genauso groß wie vor Monaten, als ich sie rausgesetzt habe. Nämlich zehn Zentimeter. Die wollen auf Eis einfach nicht wachsen. Die Tomaten verfaulen. In den Ackerfurchen steht das Wasser. Das Gerstenfeld hinter dem Grundstück weist eine wunderschöne, leuchtend orange-rote Farbe auf. Ist selten! Kommt vom Pilz. Die Tierwelt aber freut sich, vor allem die Vogelwelt. Es lassen sich Enten, Störche, Schwäne, Haubentaucher, Reiher, Möwen, ja sogar Kraniche beobachten. Auffällig ist nur, dass es sich fast durchweg um Wasservögel handelt. Habe im Wetterbericht gehört, dass wir zur Wochenmitte bis zu sechzehn Grad bekommen sollen. Mir ist vor Freude fast der Glühwein aus der Hand gefallen!
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  • Alle Jahre wieder ...

    Windows XP ist eigentlich gar nicht so schlecht. Im Grunde genommen ist es sogar ein ganz tolles Betriebssystem - sofern man den Rechner nicht benutzt. Wer aber mehr oder weniger intensiv mit dem Ding arbeitet (Tests, Entwicklungsarbeiten, permanente Benutzung), der kommt auch bei größter Vorsicht, höchster Sorgfalt und strengster Datendisziplin nicht umhin, das System ungefähr alle Jahre wieder neu aufsetzen zu müssen. Das geschieht erfahrungsgemäß etwa so nach dem 20. bis 30. und mit Dateisystemüberprüfung verbundenem Crash. Derartige Megaabstürze werden auf der Platte mit den (versteckten) Ordnern "FOUNDnnn" (wobei nnn für die laufende Nummer steht) verzeichnet. Ich will hier mal für alle die, die an der dabei erforderlichen Reihenfolge und am Zeitbedarf interessiert sind, die wichtigsten Schritte für das Neuaufsetzen von Windows XP aufführen (weil ich sowas im Web noch nicht gefunden habe). Mit Windows 7 dürfte es sich m. E. übrigens recht ähnlich verhalten ...

    UNBEDINGT GEBRAUCHT WERDEN:

    - Ein allgemeines und schlankes System zur Datenrettung (bspw. Knoppix).
    - Die schon früh- und rechtzeitig erstellte, individuelle Recovery-DVD für eben DIESEN Rechner (oder aber alternativ ein viel zu teures Original-Windows).
    - Ein hinreichend großer und leerer USB-Stick.
    - Treiber-CDs für DIESEN Rechner.
    - CD mit WLAN-Treibern für DIESEN Rechner.
    - Individuelle Virenscanner-DVD für DIESEN Rechner.
    - Allgemeine Installations-CD für den Scanner.
    - Allgemeine Installations-CD für den Drucker.
    - Allgemeine Installations-CDs für etwaige, sonstige Laufwerke.
    - CD oder DVD mit portabler Anwendersoftware.
    - Ggf. Office-CD bzw. -DVD.
    - Allgemeine DVD mit Servicepacks und .Net-Frameworks sowie Codecs.
    - Allgemeine DVD mit den Installversionen der Anwendersoftware, die man sonst noch so benötigt.
    Die Datenrettungs-, Anwendersoftware-, Servicepack- und Recovery-DVDs sollte man sich tunlichst schon beizeiten - also vor dem "Abkacken" vom Windows - ganz schnell mal anfertigen, denn wenn der Rechner erstmal nicht mehr läuft, dann sieht's ohne diese Dinger echt problematisch aus! Sie sind die "Werkzeuge", ohne die eine Reparatur ziemlich aussichtslos ist. Bedeutet: Ohne diese Sachen kann man den Rechner normalerweise nur noch wegwerfen ... Es sei denn, man wechselt zu Linux.

    Schritt 1 - Datenrettung mit Linux:
    Der PC läuft nicht mehr. Da sind aber noch so ein paar ungesicherte Sachen drauf. Was tun? Datenrettung! Dauert je nach Umfang der zu sichernden Daten rund eine gute Stunde. Zuerst den PC einschalten und mit [Entf] oder [F2] oder [F8] oder [F10] oder [F11] oder [F12] - je nach Hersteller der Kiste - das ROM-BIOS aufrufen. Hier die Boot Priority auf CD/DVD als primäres Bootmedium umschalten und die Änderung mit [F10] speichern (Achtung - US-amerikanisches Tastaturlayout an dieser Stelle; die Tastenbelegungen entsprechen NICHT den aufgedruckten Zeichen!). Wie das im Detail abläuft ist von BIOS zu BIOS unterschiedlich und kann einen durchaus zur Verzweiflung bringen. CD/DVD-Laufwerk aufmachen, Rescue-CD/DVD einlegen, schließen und Strom abschalten. Hinreichend großen USB-Stick zur Aufnahme der zu sichernden Daten einstöpseln. Strom wieder einschalten und die Schrottkiste mit dem Rescue-System von CD/DVD booten. Bitte beachten: Als Rescue-System eignet sich theoretisch beinahe jede Linux-Live-Distribution. Allerdings sollte man auf "große" Distris wie bspw. Ubuntu an dieser Stelle ganz bewusst verzichten, da sie doch recht umfangreiche Hardwareanforderungen stellen. Bei der Datenrettung ist "weniger" eben "mehr"! Für mich ist das schlankere Knoppix hier das Mittel der Wahl, auch und gerade mit Hinblick auf den Knoppix-Startbildschirm. An dem kann man nämlich wunderbar mitverfolgen, wie die Hardware so nach und nach eingebunden wird. Treten dabei Probleme auf - die Internetanbindung einmal ausgenommen - dann sieht's schon rein "elektrisch" schlecht für den Computer aus und man sollte sich ernsthafte Gedanken darüber machen, ob sich ein Neuaufsetzen überhaupt lohnt (bzw. ob es bei Hardwaredefekten überhaupt noch machbar ist). Wenn Knoppix erstmal läuft, dann kopiert man die zu rettenden Daten einfach auf den USB-Stick. Schrottrechner danach runterfahren; Rescue-CD/DVD und Stick rausnehmen.

    Schritt 2 - Recovery:
    Für diesen Schritt MÜSSEN die Recovery-DVD und alle notwendigen Treiber-DVDs bereit liegen, denn ohne geht's nicht! Etwaige externe USB-Festplatten, ein USB-Drucker und ein USB-WLAN-Stick sind zu ENTFERNEN! Recovery-DVD einlegen und die Kiste damit booten. Im Verlauf des Recoverys fährt der Rechner zig Mal rauf und runter, aber das ist völlig normal. Bloß tierisch nervig, vor allem auch wegen der fehlenden Infos für den Benutzer, so dass man denken könnte, jetzt ist das Ding endgültig im Ar... Ist es aber normalerweise nicht; daher einfach auf Teufel komm raus weitermachen! Irgendwann kommt die Meldung, das man die Recovery-DVD jetzt rausnehmen kann. Geschieht das nicht und der Rechner öttelt nach über 'ner Stunde nur noch stur auf dem Recovery rum, dann sollte man sich mit dem Gedanken an einen neuen Rechner anfreunden. Irgendwann am Ende jedenfalls (sofern "nur" das Windows betroffen ist) "steht" dann da eine Windows-XP-Teletubbie-Oberfläche. Für diese Aktion muss man gut eine halbe Stunde veranschlagen. BTW: Man kann dabei versuchen, bereits eine Internet-Verbindung einzurichten. Bei eingebauten WLAN-Modems MUSS man das sogar machen. Bei USB-WLAN-Sticks ist das sinnlos. Da folgt dieser Schritt erst später. Wichtig: Beim Recovery wird die C-Partition der Festplatte platt gemacht. Komplett, total! Alle alten Daten darauf gehen flöten! Das betrifft Programme ebenso wie Windows-Hintergrundbilder, Sounds etc. Dafür werden alle ätzend-nervigen Werkseinstellungen-Systempiepse wieder eingeschaltet.

    Schritt 3 - Treiber- und Virenscannerinstallation:
    Windows zeigt jetzt den Assistenten für die Hardwareinstallation an. Der wird ABGEWÜRGT! Weil er nicht vernünftig funktioniert. Stattdessen erfolgt die Installation per DVD, ggf. mit Autostart und je nach Gerät. Den Anfang macht der Scanner. Danach ist normalerweise ein Neustart erforderlich. Als nächstes kommt das Internet dran, sofern ein USB-WLAN-Stick verwendet wird. Bitte beachten, dass der bspw. bei AVM erst neu beschickt werden muss (mittels Fritz!-Box). Ggf. sind auch die Anmeldedaten für den Provider neu einzugeben (unterschiedlich, je nach Gerät und Anbieter - jedenfalls sollte man diese Daten UNBEDINGT parat haben!). Die Internetverbindung muss für das Folgende bereits zur Verfügung stehen, weil schon jetzt Betriebssystemkomponenten per Web automatisch zu aktualisieren sind. Beim Recovery hat man es normalerweise mit ziemlich veralteten Daten respektive Programmen zu tun. Das betrifft insbesondere den Virenscanner. Der wird zwar im Rahmen des Recoverys automatisch wieder aufgespielt, aber in einer de facto unbrauchbaren Antikversion, welche sich nur noch im Deutschen Museum findet. Also deinstallieren und eine neuere Version aufspielen. Auch dabei muss der PC häufiger neu gebootet werden. Ferner werden aktuelle Virendefinitionen per Web bezogen und ein Komplettscan durchgeführt. Das kann dauern - je nach Umfang einer etwaig zusätzlich vorhandenen Datenpartition mehrere Stunden. Wird keine Datenpartition gescannt, dann ist Schritt 3 nach etwa anderthalb Stunden gelaufen. Der Rechner kann jetzt schon wieder zum Surfen benutzt werden - aber für kaum was anderes. Einen Sonderfall bildet Norton Antivirus: Hat man eine Uraltversion vorliegen und die auch aktiviert, dann benötigt man ein aktuelles Norton-Removal-Tool, um die von der Platte zu putzen. Man kann dazu ruhig ein veraltetes Removal-Tool verwenden, denn es verweist von sich aus auf die neuere Version im Web. Die runterladen, Norton entfernen und durch eine Update-Version (die man schon durch frühzeitigen Download auf CD parat haben sollte) ersetzen. Der Aktivierungsschlüssel wird dabei automatisch übernommen, denn das Removal-Tool lässt ihn stehen. Danach die Update-Version aktualisieren und den Komplettscan durchführen. Dauert knapp drei Stunden! Eine Live-Updatefunktion sollte - wie nervig das unweigerlich später auch noch werden wird - aus Sicherheitsgründen unbedingt eingeschaltet sein!

    Schritt 4 - Drucker und zusätzliche Laufwerke einbinden:
    Nun ist der Drucker fällig. Dabei UNBEDINGT BEACHTEN: LPT1-Drucker müssen VOR der Treiberinstallation angeschlossenen worden sein. USB-Drucker dürfen erst NACH der Treiberinstallation angeschlossen werden! Hier ist der Bildschirmanzeige einige Aufmerksamkeit zu widmen, denn normalerweise muss der Drucker zu einem bestimmten Zeitpunkt aus- oder eingeschaltet bzw. eingestöpselt werden. Die Software gibt dafür ein Zeitfenster von soundsoviel Minuten vor. Lässt man das ungenutzt verstreichen (weil gerade was anderes anliegt), dann schlägt die Installtion fehl! Was auch noch zu beachten ist: Normalerweise ist nach solchen Installationen ein Systemneustart erforderlich. Die Installations-CD bzw. -DVD muss dann während des Windows-Abmeldebildschirms rechtzeitig heraus genommen werden (am besten bei "Windows wird heruntergefahren..."), weil andernfalls ziemlich seltsame (und unangenehme) Dinge beim Hochfahren möglich sind. Der PC würde bei eingelegter CD oder DVD nämlich versuchen, von dem Datenträger zu booten. Manchmal geht das sogar. Meist jedoch nicht und das wird einfach übersprungen: Problemlos! Aber der erstgenannte Fall kann böse Konsequenzen mit sich bringen und alle bisherigen Arbeiten hinfällig werden lassen. Kommt auf die CD bzw. DVD an. Nun folgen die weiteren (USB-) Laufwerke und möglichst in der Installationsreihenfolge, in der auch die Laufwerksbuchstaben vergeben werden sollen. Aber: Üblicherweise wird man nicht die gewohnten Bezeichnungen erhalten. Windows würfelt das aus! An diesem Punkt angelangt sieht der Desktop wie eine Lego-Kiste aus und schreit geradezu nach der Sortierung der vielen kleinen, bunten Icons (von denen man die meisten wahrscheinlich ohnehin nie wieder braucht), damit man wenigstens etwas die Übersicht behält. Also die Taskleiste aufrufen, Startmenüordner anlegen, sortieren und überschüssige Icons auf dem Desktop löschen - er wird ohnehin binnen kürzester Zeit wieder vollgemüllt. Schritt 4 benötigt rund anderthalb Stunden.

    Schritt 5 - Aufspielen erster Anwendersoftware:
    Um mit dem Rechner wieder etwas anfangen zu können, benötigt er etwas an grundlegender Software. Das geht am einfachsten mit portabler Software, die als Softwarepaket einfach 1:1 von einem bereits vorhandenen Datenträger rüberkopiert wird. Damit hat man dann schon mal ein paar rudimentäre Funktionen für Office, Editoren, Audio und Video, Wartung etc. zur Hand. Aber das reicht noch längst nicht aus. Normalerweise hat man sich ja mit dem Recovery auch wieder einen Uralt-Windows-Explorer eingehandelt, den es mangels zeitgemäßer Funktionalität zu ersetzen gilt. Das Mittel der Wahl ist dabei m. E. Firefox. Nach dem Überspielen der portablen Software (die auch durchaus einen Browser mit enthalten kann bzw. sogar sollte) startet man daher einen bereits vorhandenen Browser und lädt sich die aktuellste Firefox-Version runter. Die wird installiert und zum Default-Browser gemacht. Wenn FF installiert worden ist, dann wird unter diesem Browser Youtube aufgerufen. Jetzt kommt die Mecker-Meldung, dass es am Flash-Player mangelt. Den via Firefox installieren und prüfen, ob er korrekt läuft. Nun Java.com aufrufen und die aktuellste Java-Version runterladen und installieren, wird nämlich von vielen Webseiten und auch von etlichen Programmen gebraucht. Danach den aktuellsten Adobe Reader aus dem Web ziehen und installieren; etwaige ältere und bereits im Verlauf der Treiberinstallation auf die Platte gebrachte Versionen (brauchte man zuvor für Installationsanleitungen im PDF-Format) per Systemsteuerung/Software danach deinstallieren. Jetzt den aktuellen Reader konfigurieren und alles testen. Es folgt die Installation einer geeigneten Office-Suite. Nimmt man dazu MS Office, dann MUSS der zugehörige CD-Key ebenfalls zur Hand sein, denn andernfalls funktioniert's nicht! BTW: Für alle die, die sich immer schon gefragt haben, was so ein Systemadministrator den ganzen Tag über so rumdaddelt - das hier ist die Antwort. Neben der Systempflege und dem Usersupport zählen dazu nämlich gerade auch die Lizenz- und CD-Key-Verwaltung, die Recovery-Verwaltung und ähnlicher Kleinkram. Beachten: Diese Installations- und Kopierarbeiten ziehen sich hin. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass hierbei mittendrin die Energieverwaltung des Rechners Amok läuft (Ausschalten des Monitors oder so). Das wird bei dieser Gelegenheit also auch gleich in geordnete Bahnen gelenkt. Das Aufspielen erster Anwendersoftware nimmt zirka anderthalb Stunden in Anspruch. Und obwohl immer noch sehr, sehr viel für einen wirklich funktionstüchtigen Rechner fehlt (weitere Software, Windows-Updates, Servicepacks, .NET-Frameworks, diverse Codecs usw.) kann man mit der alten Kiste an diesem Punkt angelangt doch tatsächlich schon wieder einigermaßen arbeiten. Der Zwischenstand sieht daher so aus:
    - bisheriger Zeitbedarf 9 Stunden,
    - bisheriger Softwareumfang 6,5 GB,
    - bisheriger Umfang Windows mit Treibern und Zubehör 7,5 GB (davon ca. 2 GB für das "nackte" Windows).

    Schritt 6 - Updates, Servicepacks, VB-Runtime, .NET-Framework, Codecs usw.
    Jetzt kommt die eigentliche Durststrecke, denn nun wird das so genannte "Betriebssystem" halbwegs glatt gebügelt, mit all dem, was noch fehlt aufgeblasen und im Grunde genommen erst so richtig funktionsfähig gemacht. Bis hierher ist der Windows-User nämlich ein Beta-Tester und das ganze, unverzichtbare Windoof-Debugging kommt aus den Ergänzungen. Und die sind sehr, sehr umfangreich! Dazu verwende ich eine "Service"-DVD (VORHER in Erwartung schlechter Zeiten aus Microsoft-Downloads zusammengestellt, denn es ist immer besser, noch einen "Plan B" in der Hinterhand zu haben - wer das auch machen will, der achte UNBEDINGT auf die zu seinem Windows passende Sprachversion!), auf der - IN DER INSTALLATIONSREIHENFOLGE - zu finden sind:
    - Windows XP SP1.
    - Windows XP SP2.
    - Windows XP SP3.
    Beinhaltet das Recovery bereits ein SP, dann wird die Installation des schon vorhandenen Servicepacks per Fehlermeldung verweigert. Beim Servicepack 3 ist Vorsicht geboten, sofern man einen HP-Rechner besitzt oder einen älteren Virenscanner von Norton/Symantec verwendet. Beim Virenscanner sollte vor der Installation des SP3 unter "Einstellungen" die Funktion "SymProtect" deaktiviert und nach der Installation wieder aktiviert werden. Es muss andernfalls zwar keine Probleme geben, doch sie können vorkommen. Bei HP-Rechnern mit AMD-Prozessoren ist das SP3 IMMER kritisch! Hier MUSS UNBEDINGT vor dem SP3 das Patch sp37394.exe installiert werden! Andernfalls fährt der Rechner nach dem SP3 ständig rauf und runter und ist damit endgültig unbrauchbar geworden: "A problem has been detected and Windows has been shut down to prevent damage to your computer..." Wobei auch ein erneutes Recovery i. d. R. nichts mehr nützt, so dass man gleich nach Linux wechseln kann. Und, GANZ WICHTIG: SP3 ist NUR auf IE7 installierbar, NICHT auf IE8 oder höher!!! Das Problem: Will man nämlich nach IE8-installiertem SP3 Sicherheitspatches updaten, dann werden die zwar heruntergeladen, aber die anschließende Installation schlägt jedesmal fehl. Daneben können mit dem SP3 auch noch ein paar andere Macken auftreten, die dazu führen, das Konsolenfenster bemühen zu müssen, aber die Beschreibung dieser Gemeinheiten erspare ich mir hier jetzt mal. Das man nach jedem Servicepack den Rechner neu zu booten hat, versteht sich ja fast schon wieder von selbst ... Danach geht es weiter:
    - .NET Framework SDK 1.1 Redistributable Package,
    - .NET Framework SDK 1.1 Version 1.1,
    - .NET Framework SDK 1.1 Service Pack 1.
    Der Rechner muss an dieser Stelle wieder zwangsläufig neu gebootet werden. Die .NET-Frameworks stellen Komponenten (z. B. Bibliotheken) für zahllose, darauf zugreifende Anwenderprogramme zur Verfügung (z. B. für PDF-Tools, Grafikprogramme, Mediaplayer u. v. a. m.). Ohne diese Komponenten laufen später die betreffenden Programme nicht. Zwar sollte - theoretisch! - jede höhere Frameworkversion die Fähigkeiten der Vorläuferversion enthalten (das mag sogar den Tatsachen entsprechen), doch zeigt die Erfahrung, das es so nicht funktioniert und folglich (weil Programm A explizit auf Version 1.1 und Programm B explizit auf Version 2.0 zugreift usw.) alle .NET-Frameworks Stück für Stück nacheinander einzubauen sind. Das erfordert VIIIEEEL Geduld (und gigabyteweise Speicherplatz)! Also, weiter geht's (jetzt gaaaanz viel Zeit mitbringen):
    - .NET Framework SDK 2.0 Redistributable Package,
    - .NET Framework SDK 2.0 Version 2.0,
    - .NET Framework SDK 2.0 Service Pack 2.
    Das kann man eigentlich nur am Nachmittag starten, bis zum späten Abend beobachten und dann über Nacht laufen lassen, weil alleine die Version 2.0 zehn Stunden beansprucht. Danach muss man den Rechner zwar nicht neu booten, sollte es vorsichtshalber aber doch tun. Nach erfolgter Installation des gesamten .NET 2.0 - der PC MUSS jetzt neu gebootet werden! - beginnt Windows bereits, sich bergeweise Updates aus dem Internet zu ziehen. Dabei ist hinsichtlich der Frameworks jetzt erst "Halbzeit"! Bei den folgenden Frameworks werden dann schon während der Installation zusätzlich benötigte Komponenten per Web bezogen; die Verbindung muss also "stehen". Ergo geht das Elend weiter mit:
    - .NET Framework SDK 3.0 Redistributable Package,
    - .NET Framework SDK 3.5 Redistributable Package,
    - .NET Framework SDK 3.5 SP1 Full Package.
    Auch danach ist wieder ein Booten fällig. Aus welchen Komponenten das .NET 4.0 im einzelnen besteht weiß ich nicht, denn das spiele ich von der "Großen Microsoft DVD PC Welt 12/2010" komplett auf:
    - .NET Framework SDK 4.0.
    Selbstverständlich muss auch danach neu gebootet werden (darin hat man ja inzwischen schon Übung!). Windows zieht sich in Folge knapp 130 Updates, die erst einmal zu installieren sind, bevor es weitergehen kann; danach Neustart. Ach ja, was noch bemerken wäre: Windoof "kackt" bei der .NET-Framework-Installation alle möglichen Laufwerke mit kryptischen Ordnern namens "ea4ft543bgd_irgendwas" voll. Die gilt es zu finden und manuell zu löschen, wenn man seinen Datenträger sauber halten will. Das sind nur temporäre Ordner zum Entpacken der .NET- und der Update-Komponenten, aber sowas Profanes wie "Werkzeug nach Benutzung wieder wegräumen" kann man ja offensichtlich von Microsoft nicht erwarten! Weiter geht es danach mit den VB Runtime Bibliotheken (Downloads aus dem Web), auf die in VB programmierte Software zugreift:
    - VBRUN100.DLL, VBRUN200.DLL und VBRUN300.DLL werden in den System-Ordner kopiert.
    - VBRUN4.exe, VBRUN50.exe und VBRUN600.exe müssen hintereinander weg installiert werden (VBRUN4 nur entpacken und in den System-Ordner schieben).
    Wenn die VB Runtimes drauf sind wird wieder neu gebootet, auch wenn das System nicht danach verlangt - denn macht man keinen Neustart, dann hängt sich der Rechner auf. Zuletzt werden nun noch die XP Codecs zum Abspielen der gängigen Audio- und Videoformate (MP3, XviD, AVI, OGG usw. - Download aus dem Internet oder von der selbstgebastelten "Service"-DVD) eingebaut:
    - XP-Codec-Pack.
    Auch jetzt ist wieder in Neustart nötig, obwohl nicht explizit danach verlangt wird. Der Schritt 6 hat mittlerweile gut 13 Stunden beansprucht. Zwischenstand: Das längste Virus der Welt ist OHNE Anwendersoftware bereits auf 20 GB angeschwollen und liegt eigentlich erst jetzt in einer wirklich verwendbaren Form vor. Das Betriebssystem "steht"! Bis an diesen Punkt waren das 22 Stunden an reiner Arbeitszeit. Zum Vergleich: Ubuntu-Linux in den Distros "DreamStudio" oder "UltimateEdition" kann alles das, was Windows jetzt kann, auch (sogar noch viel mehr!), beinhaltet dabei bereits ALLE Anwendersoftware, ist kostenlos, ist sicherer als Windows und benötigt inklusive der Anwendersoftware nicht mal 10GB! Bloß das Booten der Linux-Systeme dauert länger.

    Schritt 7 - Installation von Anwendersoftware:
    Nun wird auch noch die letzte der für DIESES Betriebssystem sicherheitshalber vorab angefertigten CDs eingesetzt u. d. h. es kommt zur Installation meiner ganz individuell permanent benötigten Anwendersoftware. Bei mir ist das (in Reihenfolge; alle anderen wichtigen Sachen sind ja in Schritt 5 schon portabel draufkopiert worden):
    - TweakUI für Windows XP (um später ein paar Feineinstellungen und Systembeschleunigungen vornehmen zu können).
    - WinZIP (wegen der ZIP-Funktionalität; eine unbegrenzt verwendbare Trial-Version).
    - Ghostwrite und Ghostview (damit später die PDF-Druckertreiber laufen).
    - BOD-OneVision (ein uralter PDF-Druckertreiber, der zwar verdammt große PDFs erstellt, dafür aber in Top-Qualität, was speziell Abbildungen betrifft; OpenOffice u. ä. reicht da nicht heran).
    - SUPER (Videokonvertierung, damit man z. B. Musikclips auch mal auf dem Handy hat).
    - PSP5 (eine zwar uralte - da für Win98 gedachte - jedoch freie Version von Paint Shop Pro, reicht für vieles aus).
    - CoolEdit (eine Win98-Demo der professionellen Audiobearbeitung, die das portable Audacity recht gut ergänzt).
    - ShootTheMessenger (ein kleines Tool, um die gigantische Sicherheitslücke des MS-Messengers zu stopfen).
    - PDF X4 LE (eine Druckumleitung in PDF-Dateien, erzeugt sehr kleine PDFs, die sich gut für den Versand per Mail eignen).
    - NetWatch (Netzwerküberwachung, damit ich sehen kann, was in meinem Heimnetzwerk los ist).
    - MuralPix (ein Wallpaper Changer mit Kalenderfunktion; ganz praktisch).
    - RunIt (ein Schnellstarter, irre praktisch).
    - Google Earth (wird per Web bezogen; weil ich das häufiger mal brauche).
    - WinAmp (wird per Web bezogen und ist mein Lieblingsplayer, da unkompliziert).
    - Luffi (wird per Web bezogen und liefert ein Application Center für Windows; so, wie man es von Linux her kennt oder vom Smartphone her gewohnt ist; absolut UNVERZICHTBAR!).
    Wenn das alles installiert worden ist (dauert rund 5 Stunden) - üblicherweise mit Neustarts verbunden - dann habe ich den Rechner fast schon wieder im alten Zustand. Was jetzt noch fehlt, ist das Zurück-Kopieren der eingangs unter Linux gesicherten Daten. D. h. bis jetzt beträgt die Arbeitszeit des Neuaufsetzens rund 27 Stunden.

    Schritt 8 - Der "Feinschliff":
    Unter dem "Feinschliff" verstehe ich die Abstimmung der zahlreichen und mittlerweile vorhandenen Komponenten aufeinander. Man kann sich Windows an dieser Stelle ruhig wie ein selbst zusammngeschraubtes Fahrrad vorstellen: Da muss hier noch was weggeschliffen, da was geschmiert und woanders was fixiert werden. Ähnlich ist es mit der Abstimmung der Programme aufeinander. Aufnahmen mit No23Recorder können nicht gelingen, wenn das Systemgepiepse einem dazwischen funkt. Folglich wird das abgeschaltet. Hier noch ein Proxy, da noch ein Babelfish. Das Hintergrundbild ist anzupassen. Zahlreiche Pfade, auf welche verschiedene Programme zugreifen, müssen angepasst werden, damit die Programme "harmonieren". Für die portable Software werden Verknüpfungen und Softwaregruppen angelegt; ebenso für RunIt. Mit dem Tweaker optimiert man das System. Solche Sachen eben. Es ist unmöglich, dazu eine auch nur annähernd exakte Zeitangabe zu machen, weil sich viele versteckte Fallstricke erst im Verlauf der praktischen Arbeit am PC zeigen. Der "Feinschliff" wird sich dadurch immer wochenlang hinziehen. Außerdem kann und wird es passieren, dass sich im Verlauf der praktischen Arbeit das eine oder andere Programm dann doch noch als "unverzichtbar" erweist und nachinstalliert werden muss - was selbstverständlich auch wieder Zeit kostet.

    So, das war jetzt meine "Protokollierung" des Neuaufsetzens vom Windows XP. So quasi als grober Leitfaden für alle die, denen so etwas auch passiert. Bitte beachten, dass die o. a. Zeitangabe von 27 Stunden an reiner Arbeitszeit EINZIG NUR UNTER OPTIMALBEDINGUNGEN gilt! D. h. sie gilt lediglich für den Fall, dass man vorgesorgt und alle notwendigen "Werkzeuge" griffbereit hat sowie dass man sich mit der eigenen Maschine halbwegs auskennt. Bis zum nächsten Crash ... BTW: Lt. Microsoft läuft der Support für Windows XP noch bis 2014. Wer sich also sein "Notfall-Werkzeug" noch nicht zusammengesucht haben sollte, der hat dafür bloß noch zwei Jahre Zeit!
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  • Computerkauf ...

    Möglicherweise ist es auch von Vorteil, wenn man älter wird. Gerade beim Kauf von von neuen Computern ... :>

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  • Immer schon vermutet ...

    Ich habe ja immer schon insgeheim vermutet, dass geizige Menschen wie bspw. eine gewisse Uschi von den Lügen, die anderen Leuten im wahrsten Sinne des Wortes nicht mal die Butter auf's Brot gönnen, irgendwie anders gestrickt sein müssen als unsereiner. An der Uni Zürich hat man das jetzt mal mit Probanden untersucht (Politiker waren allerdings wohl nicht darunter, obwohl so eine Studie mit Politikern als Probanden doch sicherlich noch viel eindeutigere Resultate erbringen würde).

    Und da zeigte sich doch tatsächlich ein biologischer Unterschied: "Geizhälse haben weniger graue Hirnsubstanz". Das alleine wäre an sich noch gar nicht mal so schlimm, vermag eine früh einsetzende Sozialisierungsphase doch die schlimmsten Egoismusmacken noch einigermaßen auszubügeln. Diese Phase setzt aber voraus, dass man nicht nur mit der gleichen sozialen bzw. selbsternannt-"elitären" Schicht Kontakt hat. Letzteres aber ist leider nicht gegeben (die vermeintliche Elite bleibt unter sich, schottet sich ab und kennt Otto Normalverbraucher bloß noch vom Hörensagen) und so können sich derartige Defizite auch nicht "auswachsen". Sondern bestenfalls verschlimmern.

    Und von solchen Leuten lassen wir dann unsere Interessen vertreten. Vertreten die wirklich UNSERE Interessen? Denn - falls nicht - können sie ja auch keine Volksvertreter sein. Quod erat demonstrandum.
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  • Petition: Ein Stimmungsbild

    Bei Open Petition ist ein interessantes Stimmungsbild aus dieser, unserer Bananenrepublik zu sehen. Es geht um eine Petition, nach der Abgeordnete regelmäßig (bloß einmal monatlich - m. E. viel zu wenig) eine Ohrfeige erhalten sollten, damit sie sich daran erinnern, wer der Boss in diesem Lande ist. BITTE ALLE MITZEICHNEN!

    http://openpetition.de/petition/online/politiker-sollten-regelmaessig-eine-backpfeife-erhalten
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  • Nachwachsende Rohstoffe

    Mitunter beschleicht mich der Verdacht, das ab einer gewissen gesellschaftlichen Ebene die Menschen bloß noch als nachwachsende Rohstoffe, aber nicht mehr als menschliche Wesen, betrachtet werden. OK, ich muss zugeben, dass mir bei manchem Mitmenschen die Betrachtung als menschliches Wesen auch schwerfällt - insbesondere dann, wenn jemand in intellektueller Hinsicht irgendwo beim Knorpelfisch stehen geblieben ist oder wenn jemand im Jobcenter auf der anderen Seite des Schreibtisches sitzt. Aber ich finde, man sollte solche evolutionären Ausrutscher doch bitte nicht verallgemeinern! Betrachten wir dazu mal einen ganz normalen Betrieb.

    In dem ganz normalen Betrieb existieren zwei Breiche. Das ist einerseits die Technik mit den Maschinen, der Wartung, der Produktion und dem Materialfluss. Auf der anderen Seite gibt es da noch den kaufmännischen Bereich mit Akquise, Marketing, Buchhaltung usw. Zwischen beiden Bereichen besteht eine Schnittmenge. Das ist der Mensch. Denn ohne den Menschen laufen keine Maschinen und werden keine Aufträge an Land gezogen. Dennoch findet diese Schnittmenge keine angemessene Beachtung. Die Technik sieht den Menschen als Verlängerung der Maschine an: Er hat zu funktionieren. Permanent und mit Höchstleistungen. Wie ein Motor, der beständig im oberen Drehzahlbereich auf Vollast gefahren wird. Fliegt der irgendwann wegen Überlast auseinander, dann wird er ausgetauscht. Den Menschen ersetzt man. Es gibt ja genug Arbeitslose.

    Auf dem kaufmännischen Sektor ist es nicht viel anders. Da gilt der Mensch nicht etwa - wie es eigentlich sein müsste, weil er ja die Arbeit macht - als Aktiva, sondern vielmehr als Kostenfaktor. Kostenfaktoren schmälern den Gewinn; die gilt es auszumerzen. In Folge drückt man die Löhne und setzt auf Zwangsmaßnahmen. Verbote hier, Unerlaubtes da. Wer nicht mitspielt fliegt raus. Es gibt ja genug Arbeitslose. Die Folgen dieser Betrachtungsweise sind Inhumanität und Demotivierung, ebenso krankmachende Arbeitsbedingungen. Von denen dann allerdings wieder die Pharmaindustrie profitiert. Das Ganze trägt die Züge von schlechter Hundeerziehung. Der Arbeitnehmer gilt nicht als vollwertiger Partner, sondern als notwendiges (und folglich auch zu bekämpfendes) Übel. Der Arbeitgeber übersieht dabei nur allzu gerne, dass es sich tatsächlich ja "nur" um ein typisches Vertragsverhältnis handelt: Der Arbeitnehmer verkauft ihm für eine gewisse Zeit seine Arbeitskraft. Mehr nicht. Er verkauft nicht seine Meinung und er verkauft sich nicht selbst!

    Viele Arbeitgeber scheinen das aber anders zu sehen und zu glauben, aufgrund des Geldes, das ihnen Macht verleiht, den ganzen Menschen quasi als "Leibeigenen" gekauft zu haben. Da werden unbezahlte Überstunden verlangt, da wird von den vereinbarten Arbeitszeiten abgewichen. Da werden aufgrund von Dumpinglöhnen zum Überleben unverzichtbare Nebentätigkeiten untersagt, da gibt es die Verpflichtung, auch nach dem Auslaufen des Vertrages weiterhin für das Unternehmen zur Verfügung zu stehen, da wird ein 24stündiges und sieben Tage pro Woche geltendes, striktes Alkoholverbot verhängt, da untersagt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer jegliche publizistische Tätigkeit inklusive des Betreibens einer eigenen Homepage, da erhält der Arbeitnehmer sogar ein Verbot zur Ausübung bestimmter Sportarten während der Freizeit, da wird der Arbeitnehmer zum Abschluss einer eigenen Diensthaftpflichtversicherung genötigt, da muss der Arbeitnehmer die von ihm benötigten Arbeitsmittel selbst stellen. Ich habe das alles schon erlebt. Rein formal gesehen haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer zwar gleiche Rechte, doch sind die Arbeitnehmer offensichtlich sehr viel "gleicher". Wenn man sie schon als nachwachsende Rohstoffe betrachtet, dann kann man sie auch mit hinreichend viel Macht ungestraft wie Waren behandeln. Das finanzielle Ungleichgewicht macht's möglich. Oder, mit anderen Worten: Wer genug Geld hat, der kauft sich sein Recht. Auch dann, wenn er tatsächlich im Unrecht ist.

    Wer sich sein Recht kauft, der kann auch psychologische - insbesondere betriebspsychologische - Grundlagen außen vor lassen. Da wird bspw. die gesundheitsschädliche, klassische Monotonie bei Arbeitsabläufen wieder eingeführt, obwohl es den Arbeitgeber nicht einen einzigen Cent kosten würde, die Arbeitsabläufe humaner zu gestalten. Er kann das machen weil er am längeren Hebel sitzt. Der Mensch als Kostenfaktor und Rohstoff ist beliebig austauschbar. Der Arbeitgeber muss sich nicht mit so "esoterischen" Lappalien wie Menschenführung o. ä., die weder in den technischen noch in den kaufmännischen Bereich hinein passen, belasten. Die Folge ist eine Demotivierung der Arbeitnehmer. Wer zu wenig Geld zum Leben verdient, nur einen befristeten Vertrag ohne Perspektiven hat und ohnehin bloß als "Schütze Arsch im letzten Glied", sprich als Doofi, behandelt wird, der bringt auch keine Ideen in das Unternehmen ein. Weil sie ja doch nicht berücksichtigt werden, solange sie nicht aus der Führungsetage stammen.

    Die Führungsetage stellt dann irgendwann fest, dass es an Innovationen mangelt, was wiederum den Gewinn schmälert. Doch im eigenen Elitedenken verfangen sinnt sie bei der Suche nach Abhilfe eben nicht nach der Nutzung vorhandener Ressourcen - nämlich dem Fachwissen der erfahrenen, eigenen Mitarbeiter - sondern sie schreit lauthals nach fehlenden Fachkräften von außerhalb. Sie setzt damit die eigenen Mitarbeiter noch weiter zurück und demotiviert sie noch mehr. Motivation hingegen könnte diesen Teufelskreis durchbrechen. Doch dazu müsste sich der Arbeitgeber bzw. die Führungsetage eingestehen, im Bereich der Menschenführung eklatante Defizite aufzuweisen. Das geht gar nicht, denn wer Geld hat, hat Recht und ist ist daher unfehlbar! Und manchmal frage ich mich genau deswegen, ob nicht so mancher Arbeitgeber (und auch den Wähler wie ein unmündiges Kind behandelnder Politiker) intellektuell irgendwo im Knorpelfischstadium stehen geblieben ist ...
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  • Gratisfilme

    Habe ich zufällig im Web gefunden: Netzkino. Da gibt's - ganz legal - Gratisfilme und es ist viel dabei, was Rang und Namen hat. So bspw. Carpenters "Dark Star - Finsterer Stern", Musikfilme von Eric Burdon, den Beach Boys usw., "Crocodile Dundee", die alten Celentano-Filme, Komödien u. v. m. Die Filme liegen im Original jeweils (etwas versteckt) bei Youtube und sind von Netzkino bloß verlinkt. D. h. man kann sie unter Firefox mit dem Download Helper oder browserunabhängig mit dem Youtube-nach-MP3-Konverter (weil der auch erstmal eine FLV-Kopie auf der Platte ablegt) runterladen und im Anschluss mit XMedia Recode in das gewünschte Format konvertieren: Futter für unterwegs, für Multiplayer, Handy, Netbook, USB-Stick etc. Die Filme gibt es teils in deutscher Sprache, aber auch auf Englisch. Wer im letztgenannten Fall Schwierigkeiten mit der Übersetzung hat, dem hilft vielleicht DAS HIER weiter ... ;)
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  • Böse Geister?

    Sachen gibt's, die gibt's eigentlich gar nicht. Da kommt schon der Gedanke an böse Geister auf, denn derart mysteriöse Zufälle ... Heute Morgen, zehn Minuten vor Acht und alles GLEICHZEITIG: Aus den Lautsprechern der abgeschalteten Stereoanlage erklingen ein paar leise, musikähnliche Töne (OK, Kurzwelleneinstrahlung). Mein gestern erst aufgeladenes Handy gibt den "Akku-leer"-Todesschrei von sich (nach dem Aufladen wieder OK). Mein Taschenrechner auf dem Schreibtisch zeigt nur noch wirre Zeichenfolgen an (ein Fall für den Mülleimer). Die Funkuhr in der Küche bleibt stehen (läuft nach Batteriewechsel wieder). Der Rauchmelder im Wohnzimmer meldet lautstark "Batterie leer".

    Und mein Desktop-Arbeitsplatz-Rechner schaltet sich mittendrin ab. Ich fahre das Ding neu hoch, blauer Bildschirm von wegen Dateisystemüberprüfung; er kommt bis zum Windows-Desktop und schaltet sich wieder ab. Ging ein paar Mal so: Bootschleife. Im Ar... Bin ich plötzlich im falschen Film oder was?!? Versuch der Datenrettung mit Ubuntu - geht nicht, weil Ubuntu zu große Hardwareanforderungen hat. Na schön, immerhin ist der Kasten ja auch schon sechs Jahre alt. Mit Knoppix hat's dann geklappt. Bleibt mir für die Kommunikation bloß noch der Schlepptop. Den Uralt-Rechner werde ich versuchen neu aufzubauen. Aber das kann sich hinziehen. Wenn ihr also in der nächsten Zeit von mir wenig oder nichts hört, dann wisst ihr, woran's liegt. Ich bin nämlich beschäftigt ... - und zwar damit, den Rechner neu aufzubauen und böse Geister auszutreiben! ;)
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  • Karl Ranseier ist tot!

    (Gestern nun hatte ich den Dreh bei RTL Nord für die Doku zum Thema Synästhesie. Ich konnte nicht umhin, auf gewisse "Mängel" im RTL-Programm hinzuweisen und verflossene, wirklich gute Formate wie z. B. "RTL Samstag Nacht" als Beispiel dafür anzuführen, dass es ja eigentlich auch anders geht. In diesem Sinne und in Erinnerung an frühere - BESSERE - Zeiten ... ;)).
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    Karl Ranseier ist tot!

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    Karl Ranseier, der wohl erfolgloseste Datenschützer aller Zeiten, ist tot! Der unermüdliche Kämpfer für das Recht auf private Daten hatte bis zuletzt vergeblich versucht, sein Telegraphenleitungen-Isolations- und sein Lochkarten-Wegschließ-Gesetz im Bundestag zur Abstimmung zu bringen, was letztlich jedoch daran scheiterte, dass er die Blue-Ray-Disc mit dem Gesetzestext nach einem etwas veralteten Verfahren lochte. Das führte zu Kompatibilitätsproblemen.

    Frustriert nahm er daraufhin einen Posten als Kanzleramtsberater bei Angela Merkel an und widmete sich der Eurorettung, dem Bankenrettungsschirm sowie der gerechten Vermögensbesteuerung. Vollkommen selbstlos beriet er auch Ursula von der Leyen hinsichtlich der Arbeitsmarktstrategien. Dieses Metier lag ihm eher und so fanden viele seiner fruchtbaren Vorschläge Eingang in die aktuelle Tagespolitik. Wir verneigen uns in tiefer Ehrfurcht vor diesem im Hintergrund wirkenden, deutschen Spitzenpolitiker!
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  • Überraschungsbesuch

    Heute in der Mittagszeit zwischen meinen beiden Schichten - Fließband war abgehakt und ich wollte gerade zur zweiten Schicht als AG-Leiter in der Schule los - da erhielten wir einen Überrraschungsbesuch. Und zwar einen Schwarm von Honigbienen, der sich verselbständigt hatte. Völlig harmlose Viecher, so lange man sie nicht reizt. Ich habe es mir aber auch nicht nehmen lassen, die mal abzulichten. Von "ganz dicht dran" - Kommentar meiner Frau und meiner Schwiegermutter: "Komm da weg, die stechen!" Alles Quatsch. Tun sie nicht. Die sind ganz friedliebend. Auch wenn da 'ne gut Fußball-große Traube von den Haustierchen hängt. Jetzt jedenfalls sind sie wieder weg. Was bleibt sind die Bilder ...

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  • Scheine ...

    Bürokratie bedeutet "Herrschaft der Verwaltung". Und besagte Herrschaft feiert insbesondere in Deutschland ja fröhliche Urständ - ich glaube, es gibt wohl kein anderes Land auf der Welt, in der Bürokratie dermaßen zum Selbstzweck betrieben wird wie in Deutschland. Na gut, vielleicht von Namibia mal abgesehen, aber das war als Kolonie mal Deutsch-Südwestafrika und zählt daher nicht wirklich; irgendwas mussten wir denen ja so "entwicklungshilfemäßig" hinterlassen. Zurück zu Deutschland. Hier existieren feste - um nicht zu sagen überholt-festgefahrene - gesellschaftliche Hierarchien und auf die stützt sich unsere Bürokratie. Die Zugehörigkeit zu einer Hierarchieebene wird entweder über Geld oder über Scheine - genauer "Bescheinigungen" - definiert. Wer über hinreichend viel Geld verfügt, der kauft sich eben die nötigen Scheine. Früher machte ein gewisser Honorarkonsul namens Hans-Hermann Weyer mit dem Titelhandel glänzende Geschäfte und ausgestorben ist der Titelhandel immer noch nicht, wie das Beispiel eines gewissen, adligen Verteidungungsministers vor nicht allzu langer Zeit gezeigt hat.

    Davon aber einmal ganz abgesehen ist der typische Deutsche absolut Schein-hörig. Einmal einen Schein ergattert und das gilt dann lebenslang. Jedenfalls in Oberklassekreisen. Bei der arbeitenden (und insbesondere der arbeitslosen) Bevölkerung sieht das gänzlich anders aus; der Paragraph 77 SGB III macht's (indirekt) möglich. Da wird nämlich eine Grenze von vier Jahren gezogen (die BA macht daraus bei Hartz-IV-Abhängigen "gnädigerweise" sogar sechs Jahre) und Scheine, die älter sind, die gelten eben einfach nicht mehr. In der Praxis bedeutet das: Jemand, der als Kind schon Leistung zeigt, bekommt mit guten Beziehungen (weil die soziale Herkunft ja die entscheidende Rolle für eine gute Schulempfehlung hinsichtlich weiterführender Schulen ist) eben eine gute Empfehlung. Hinterher - sagen wir mal nach dem Abitur - wird, sofern sich das finanzieren lässt, studiert und es winkt irgendein Hochschulgrad oder gar ein akademischer Titel. Wer jetzt die Oberklassebeziehungen hat, der bekommt einen angesehenen Job und dem bleiben seine Scheine erhalten. Wer nach der Uni oder aber nach dem Abi solche Beziehungen nicht hat, gilt früher oder später als "ungelernt" und "unqualifiziert" und darf sich in das Heer der Hartz-IV-Abhängigen einreihen.

    Was aber ist nun eigentlich mit denen, die ihre Scheine haben "behalten" können? Sind die wirklich "schlauer" als die Gearschten Angeschmierten? Behalten die ihr einmal erworbenes Wissen lebenslang? Ich glaube, diese Frage kann sich jeder selbst beantworten, der vor zig Jahren mal den Führerschein gemacht hat. Das ist nämlich sehr ähnlich gelagert - würdet ihr den heute nochmal bestehen? Ich für meinen Teil wohl eher nicht, obwohl ich ich weit über eine Million Kilometer gefahren bin, da bin ich ganz ehrlich ... Und einer der faz-Polit-Journalisten hat die Probe auf's Exempel gemacht und sein bereits bestandenes Abitur rein spaßeshalber nochmal "nachgeholt" - nach 14 Jahren. Das Resultat (Zitat): "Der Gesamteindruck war dann wohl, dass Deine Darstellung mit dem bayerischen Abitur in Deutsch nicht so recht kompatibel ist." Mit anderen Worten: Durchgefallen! Das zeigt, was Scheine aus früherer Zeit wert sind.

    Nun frage ich mich natürlich - wenn man schon bei Arbeitslosen so konsequent ist, zurück liegende Scheine zu negieren und aus den Menschen "Unqualifizierte" zu machen, warum macht man es dann bei denjenigen, die zufälligerweise noch einen vernünftigen Job haben, nicht auch? Wird hier nicht mit zweierlei Maß gemessen? Und was ist mit den beruflichen Erfahrungen, die jemand gemacht und mit den Leistungen, die jemand erbracht hat? Die Bundesagentur für Existenzvernichtung und Versichertenbetrug, auch STASI 2.0 genannt, ignoriert so etwas. Und für diejenigen, die (noch) in Arbeit sind, sind einstmals erworbene Scheine die berufliche Existenzberechtigung. Wäre es da nicht mal gerechterweise an der Zeit, andere Bewertungssysteme einzuführen? Ich meine, so etwas hätte was von "Gerechtigkeit". Ich habe so manchen erfahrenen Maurer erlebt, der wesentlich mehr drauf hatte als der jüngere, aber "gebildetere" Polier. Und es gibt verdammt viele Altgesellen, die dem jüngeren Meister mit geschlossenen Augen noch was vormachen ... Von den "früa-wustä-ich-nich-fie-mann-inkschänöhr-schraypt-un-heude-binnich-einen" ganz zu schweigen ...

    Aber - und das ist wichtig! - wenn man die "Schein-Hörigkeit" hierzulande infrage und die Leistung in den Vordergrund stellt, dann stellt man auch ein System von Hierarchien infrage. Und auf dem beruht unsere ach-so-vielgeliebte, geradezu heilige Bürokratie. Man würde in dem Moment also auch die (berufliche) Existenzberechtigung von so manchem Bürokraten infrage stellen. Geht doch nicht, geht gar nicht ... Also ich finde, dass irgendwas an diesem bekloppten System durch und durch krank ist!
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  • Beinahe-Wildunfall!

    Mittlerweile türmen sich ja draußen die Wolken zu wahren Gebirgen auf und der Wind hat auch zugenommen. Heute Morgen, gleich nach dem Frühstück, sah das noch gänzlich anders aus - nämlich mit strahlend blauem Himmel und sehr viel einladender! Deswegen schnappte ich mir auch umgehend meinen altgedienten Drahtesel und verzog mich für zwei Stunden in Richtung Deister. Tiere habe ich dort keine gesehen, denn dafür waren viel zuviele Jogger unterwegs. Aber egal! Ich fahre dann also irgendwann so mit gemütlichen 50 km/h aus dem Wald raus und zwischen den Feldern entlang, als urplötzlich zwei kapitale Rothirsche (mächtige Geweihe!) in heller Panik aus Richtung Feld zur Straße hin stürmten. "Das wird verdammt eng!", dachte ich nur noch und legte eine mörderische Gewalt- und Katastrophenbremsung hin. Könnt ihr euch eigentlich vorstellen, wie verdammt lang der Bremsweg eines Fahrrades bei nur gemütlichen 50 km/h schon ist?!? Jedenfalls stürmten die beiden Viecher keine drei Meter vor mir über die Straße.

    "Puuuhhh, nichts passiert", sagte ich mir und griff zu meinem Fernglas (zum Fotografieren war ja alles viel zu schnell gegangen!). Irgendwas musste die Hirsche ja aufgescheucht haben. Menschen sah ich keine. Hunde auch nicht. Bloß irgendwas Gelbliches verschwand ganz unten im Tal im Gebüsch. Könnte das 'ne Katze gewesen sein? Die Gegend jedenfalls wäre richtig gewesen, denn lt. Zeitung gehört die mit zu deren Revier. Ich fuhr dann (wesentlich) langsamer und ziemlich nachdenklich geworden weiter. Bei einer kurzen Rast am Ziegeleiteich bentzte ich die Kamera schließlich aber doch noch. Nicht Weltbewegendes, nur so ein paar Bilder zur Erbauung ...

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  • Hochinteressanter Link!

    So quasi als Nachtrag zu meinem Beitrag über die "Erniedrigungsanstalt Arbeitsagentur" habe ich noch einen hochinteressanten Link gefunden, den ich niemandem vorenthalten will. Und zwar geht es um den Berliner Abgeordneten Alexander Spiess von der Piratenpartei. Er betreibt die Webseite jobcenterleaks.de - unbedingt mal da rein schauen! Es lohnt sich!!! Und um das Bild des realen Lebens in Deutschland abzurunden, gibt es da noch eine Reportage vom NDR. Beides zusammen belegt eigentlich eindeutig, zu was unser früherer Sozialstaat inzwischen verkommen ist und was von gewissen, so genannten sowie lobbyistisch kontrollierten "Volksvertretern" in Berlin wirklich zu erwarten hat ... BTW: Hätten wir eine echte Opposition in diesem unserem Lande, dann hätte es wahrscheinlich auch längst schon ein konstruktives Misstrauensvotum gegen DAS MERKEL gegeben. So aber haben wir eine NLEPD (Neo Liberale Einheits Partei Deutschlands) ...
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  • Youtube-nach-MP3-Konverter

    Ich möchte an dieser Stelle mal wieder eine nette kleine Freeware vorstellen, weil sie mir sehr positiv aufgefallen ist. Und zwar handelt es sich um den "Free Youtube to MP3 Converter v3.11.25". Die Software kommt als Installer von knapp 27 MB Größe. Ein portabler Betrieb ist NICHT möglich, da sie sich so Gießkannen-mäßig auf der Festplatte verteilt. Daher kann ich auch nicht sagen, wie groß das Programm nach dem Installieren nun wirklich ist. Es läuft unter Windows XP SP3, Vista und Windows 7, jeweils mit .Net Framework 2 SP2 - hat also doch etwas speziellere Anforderungen an die zugrunde gelegte Betriebssystem-Software. Mit einem permanent upgedateten Windows sollte es aber keine Probleme geben. Auch ist mir bei meinen Recherchen aufgefallen, dass es versionsabhängig wohl doch hin und wieder Schwierigkeiten gibt. Die etwas ältere Version 3.11.25 lief bei mir problemlos (daher beim Download UNBEDINGT die Versionsnummer beachten!). Auf der HP des Herstellers ist diese Version NICHT mehr verfügbar, aber die Chip (s. den obigen Link) bietet sie nach wie vor an.

    Also, was macht das Programm? Es extrahiert aus Youtube-Videos die Tonspur (im Vergleich zu gewissen Onlinediensten wesentlich besser und zuverlässiger, da keine Abbrüche mit Fehlermeldungen erfolgen). An Videoformaten werden u. a. die seitens Youtube verwendeten Formate FLV und MP4 unterstützt; an Ausgabeformaten gibt es MP3, WAV, OGG, FLAC u. a. Das Extrahieren geschieht in Echtzeit u. d. h. wenn ein Video zehn Minuten läuft, dann dauert auch das Extrahieren der Tonspur zehn Minuten. Bei der Installation ist unbedingt zu beachten, dass die Software im Browser alle möglichen und unmöglichen (überflüssigen!) Toolbars installieren, die bevorzugte Suchmaschine ändern und auch die Startseite ersetzen will. Gar nicht schön! Die Häkchen für den Mist sind daher unbedingt zu entfernen! Nach dem Ende eines Programmlaufs taucht der gleiche Schrott nochmal auf - das Tool ist hartnäckig! - und hier bricht man den Plunder einfach ab. Beim nächsten Browserstart kommt nochmal etwas ähnliches hinsichtlich Plugins, aber auch das lässt sich überspringen. Soviel erst einmal zu den Nachteilen. Doch die Vorteile überwiegen m. E. eindeutig, weil die Bedienung kinderleicht ist!

    mp3converter

    Bedienung: Zuerst sucht man sich bei Youtube das Video, dessen Tonspur man als Audiodatei haben möchte. Danach kopiert man die betreffende URL in die Zwischenablage. Jetzt wird der Free Youtube to MP3 Converter gestartet und präsentiert sich mit einer erfreulich einfach gehaltenen Benutzeroberfläche. In das große Fenster (1) fügt man die Adresse aus der Zwischenablage ein. Unter Formate (2) wählt man gewünschte Audioformat, in dem die Tonspur gespeichert werden soll (hier MP3). Unter Qualität gibt man an, in welcher Qualität die Ablage zu erfolgen hat. Per Voreinstellung ist hier DVD-Qualität zu sehen, doch macht die häufig auf externen Playern, Handys usw. Probleme. Es empfiehlt sich daher unbedingt, den Eintrag "Old Standard MP3 (192 Kbit/s, 44.1 kHz, Stereo)" zu wählen, denn das läuft überall. In den Optionen (4) kann jetzt noch explizit ein anderer Ausgabepfad gewählt werden - was sich m. E. wirklich empfiehlt, denn es macht absolut gar keinen keinen Spaß, sich durch C:/Users/.../irgendwas... hindurch zu wühlen, um die ausgegebene Datei zu finden. Man kann dann noch gleich Tags für die MP3-Datei vergeben, muss es aber nicht. Der Download startet nach dem Einfügen der URL und erfolgt in Echtzeit. BTW: Die Statusanzeige (Ladebalken rechts oben) und der tatsächliche Download (Prozentangabe links oben in der Titelzeile) wollen nicht so recht zueinander passen, doch ich denke, das kann man verschmerzen. Beim Download kann es - theoretisch - passieren, dass die fertige Audiodatei Aussetzer aufweist, sobald der Stream ins Stocken geraten ist. Praktisch habe ich das allerdings NICHT beobachten können. Irgendwann meldet sich das Programm dann mit "Done" und die Sache ist gelaufen. Will man den Free Youtube to MP3 Converter jetzt abschalten, dann erscheint wieder die o. e. und absolut ätzende Dialogbox hinsichtlich der Toolbars, anderer Suchmaschine etc. Das wird einfach abgewürgt.

    Nachbearbeitung: Der Konverter lädt die Tonspur so runter, wie sie in den Videos enthalten ist. Normalerweise aber weisen gerade Youtube-Videos nicht eben das Optimum an Tonspur auf. Man hat hier zwei Möglichkeiten. Entweder man speichert mit Hinblick auf eine Nachbearbeitung gleich im PCM-Wave-Format oder aber man konvertiert bspw. mit CDex das MP3 zum PCM-Wave. Mit einem Audiobearbeitungsprogramm - sei es Audacity oder EAC - kann dann zumindest der Pegel normiert und ein etwaiges Rauschen entfernt werden; auch eignet sich dieser Bearbeitungsschritt sehr gut zur Prüfung auf etwaige Aussetzer und zum Rausschneiden derselben. Schließlich konvertiert man im Bedarfsfall das Ganze wieder nach MP3, vergibt die ID3-Tags - bspw. mit dem Ultimate TagScanner - und fertig!

    Bleibt abschließend nur noch darauf hinzuweisen, dass man selbstverständlich KEIN Copyright-geschütztes Material runterladen darf ;) und dass die Nutzung des Konverters m. E. einfacher als das (völlig legale) Mitschneiden mit dem No23Recorder ist.
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  • Lange gesucht und endlich gefunden!

    Über Tubular Bells von Mike Oldfield hatte ich ja schon mal einen Beitrag. Es gibt zig Versionen von diesem phantastischen Musikstück und ich habe auch fast alle davon. Und vorhin, als es draußen schüttete und das Gewitter am Abklingen war, da suchte ich ohne viel Hoffnung mal wieder bei Youtube und fand doch tatsächlich die Version, die es im Handel schon seit Ewigkeiten nicht mehr gibt und hinter der ich schon seit Jahrzehnten her bin - die Live-Premiere von 1973: "Mike Oldfield & Friends 1973 Live at Queen Elizabeth Hall, London, UK, June 25, 1973". Die will ich euch nicht vorenthalten - auch wenn sie rund 'ne Stunde läuft.

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  • Ja, ist es denn schon soweit?!?

    Die Schweiz hat Probleme der besonderen Art. Während mit dem ESM durch das Fiskalpack in Berlin der Ausverkauf Deutschlands in Angriff genommen worden ist, findet seitens der Bankster und Abzocker eine Kapitalflucht der Euro-Anleger in die Schweiz statt. Das führt zur Überbewertung des Franken und droht, die Schweiz in eine Rezession zu stürzen. Und was macht der pfiffige Schweizer in so einem Fall? "Kapitalflucht - Die Schweiz bereitet sich auf den Euro-Crash vor". Bloß - wenn's aufgrund von restlos verfehlter Politik ("... unbegrenztes Wachstum im begrenzten System ...") wirklich zum Euro-Crash kommt - was m. E. unvermeidlich ist - dann sind die Kapitalflüchtlinge ganz gewiss nicht die Leidtragenden! Sondern stattdessen die, die man schon seit zig Jahren ungefragt und überproportional zur Kasse bittet ...
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  • In eigener Sache

    Aufmerksamen Lesern wird es vielleicht schon beim letzten Beitrag aufgefallen sein: Bei den Links am Beitragsende ist ein neues Symbol hinzu gekommen. Das hat auch seinen Grund. So nach und nach beabsichtige ich nämlich, meine bisherigen Manuskripte für eBook Reader zu überarbeiten. Neu und seit heute auf dem Markt ist "Nicht von dieser Welt - Geschichten aus der Welt des Unerklärlichen". Also Mystery. Da wollte ich nur mal so in eigener Sache drauf hinweisen ...

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  • Es gibt wieder Herrenmenschen!

    Es gibt wieder Herrenmenschen - na gut, zumindest aber zufällig in menschliche Gestalt geratene Wesen, die sich wie Herrenmenschen aufführen. Verdammt viele davon sitzen in der Bundesagentur für Arbeit und sehen ihren Lebenszweck darin, Arbeitssuchende zu schikanieren und zu demütigen. Ich habe das ja selbst schon in meinen eigenen Büchern angeprangert. Daraufhin ist mir verschiedentlich Polemik, Panikmache u. ä. vorgeworfen worden - weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf. Weil, wie mir eine Lokalredaktion mal mitteilte (O-Ton), "negative Berichterstattung über die Arbeit der Jobcenter politisch unerwünscht ist".

    Na gut, lassen wir mal meine eigenen und in Bücher "gegossenen" Erfahrungen außen vor. Es gibt da jetzt aber ein neues Buch, und zwar von Torsten Montag. Das bestätigt irgendwo das, was ich selbst schon geschrieben habe - nachzulesen HIER. Aber wer mir schon nicht glaubt, der wird ganz bestimmt auch die Auffassung vertreten, dass der Herr Gründungsberater ebenfalls nur polemisiert und schamlos übertreibt. Es geht doch nichts über solide Vorurteile und abgrundtiefe Blödheit! Dabei ist es mit Hartz-IV wie mit einem Krebsgeschwür: Es zerfrisst unsere Gesellschaft und trifft über kurz oder lang jeden. Weil es gar nicht um Arbeit geht. Weil der Hintergrund in Macht und Kontrolle besteht. Und das in einem Land, das mal eine Demokratie gewesen ist!
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  • Test: 4fach-Flash-Laufwerk

    Watt issn' 'n 4fach-Flash-Laufwerk? Tja, nicht ganz einfach zu erklären, aber irgendeine Bezeichnung musste ich dem Ding ja verpassen. Ich meine, der offizielle Name "Xystec Externer SSD-Adapter 'CA-4.128' für bis zu 4 SD-/SDHC-Karten" sagt auch nicht soviel mehr ... Also, wozu ist das Ding gut? Es macht aus bis zu vier SD(HC)-Karten ein externes Laufwerk bis maximal 128 GB (entsprechend 4 Karten zu je 32 GB ). Geht das? Läuft das? Lohnt sich das? Wird das als ein Laufwerk oder als vier Laufwerke erkannt?

    Beginnen wir mal am Anfang. Flash-Cards werden immer preiswerter. Wer - so wie ich - so nach und nach im Laufe der Zeit seine Kamera-Karten gegen größere Speicherkapazitäten ausgetauscht hat, bei dem sammeln sich irgendwann die alten (kleinen) Karten an. Die liegen bloß noch rum. Unter dieser Prämisse - und NUR unter dieser Prämisse - lohnt sich das 4fach-Flash-Laufwerk durchaus, zumal es hinsichtlich des Preises von zunächst exorbitant hohen 29,90 Euro jetzt auf 16,90 Euro gesunken ist. Einfache Rechnung: Kauft man sich das Laufwerk plus neue SD-Karten, dann lohnt sich das absolut nicht, weil jede externe Festplatte wesentlich billiger ist. Hat man aber Karten ungenutzt rumliegen, dann ist das Ding wirklich interessant. Weil es sich rechnet.

    Geliefert wird das Kartenlaufwerk in einer hyperstabilen Plastikverpackung: Schere und/oder Zange bereit halten! Darin befindet sich eine Pappschachtel mit dem "Anschlusskabel" und das Laufwerk selbst. Letzteres ist sinnigerweise mit irgend so einem Mörderkleber auf die Pappe gepappt worden und von der nur unter Schwierigkeiten und gaaanz vorsichtig zu lösen. OK, wenn man das geschafft hat ohne das Laufwerk zu zerbrechen, dann entnimmt man der Pappschachtel das so genannte Anschlusskabel, welches eigentlich eine Frechheit gegenüber dem Kunden darstellt. Gesamtlänge 10 cm, davon entfallen vier (nachgemessen!) auf's Kabel selbst und der Rest sind die Stecker. Ohne USB-Verlängerungsstrippe wird man hier gar nichts!

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    Das Laufwerk einmal im geöffneten Zustand und mit Karten bestückt und einmal geschlossen.

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    Schön, man kann ja nicht alles haben. Werfen wir einen Blick auf das Laufwerk selbst. Sieht schick aus, richtig edel, und ist winzig! Allerdings juckt mich das weniger, denn ich lege auf Funktionalität Wert und nicht auf Verpackung. Das Ding besteht aus Unterseite und Deckel. Der Deckel rastet mit winzigen Plastikhaken in das Unterteil ein und muss mittels untergeklemmtem Fingernagel erstmal abgehebelt werden - nichts für Leute mit kurzen Fingernägeln und so dünn, wie das Plastik ausgeführt ist, verbietet sich der Einsatz irgendwelchen Werkzeugs von selbst.

    In dem Ding drin: Vier Einschubschächte für die Karten. Auch Micro-SD-Karten über Adapter sind möglich (ausprobiert). Also das Ding mit den Altkarten bestückt und zugedrückt. Mal sehen ... Anschluss unter Windows XP: Alle vier Karten werden anstandslos als EIN GEMEINSAMES "USB-Laufwerk" (ohne nähere Bezeichnung) erkannt. Doch vor dem ersten Einsatz steht das Formatieren auf FAT32. Immer dann, wenn eine der Karten gewechselt worden ist oder bei weniger als vier Karten eine neu hinzukommt, MUSS formatiert werden. Ich vermute mal, dass das mit der Elektronik in dem Ding, die dem Rechner ein einziges Laufwerk vorgaukelt, zusammenhängt. Das bedeutet aber auch: Eben mal schnell 'ne Karte tauschen ist absolut ausgeschlossen!

    Weil (ausprobiert): Der Rechner erkennt die einzelne und seitens des Laufwerks formatierte Karte nicht als gültiges Medium und verlangt nach Neuformatierung. Ebenso: Stopft man die Karte wieder in das Laufwerk rein, dann verlangt auch das nach einer Neuformatierung. Na gut, damit lässt es sich leben - dann bleiben die alten Karten eben da drin. War ja ohnehin so gedacht gewesen.

    Musik aufgespielt: Geht! Das Ding an Windoof 7 gehängt und Filme aufgespielt: Geht - wird auch als EIN Laufwerk erkannt. Schön - aber für Windows hatte ich das ja gar nicht vorgesehen. Ich beabsichtige nämlich auf längere Sicht eine kleine Batelarbeit auf Linux-Grundlage. Also das Laufwerk an den Linux-Rechner (Ubuntu) gestöpselt: Null Problemo (hach, ich liiiiebe diesen knuddeligen Bewohner von Melmac!). Läuft unter Linux genauso anstandslos wie unter Windows. Bloß schneller. Allerdings muckt das Kartenlaufwerk beim Unmounten - es kann erst nach dem Runterfahren des Rechners entfernt werden. Ich hoffe mal, dass sich Ice Cream genauso anständig wie Ubuntu benehmen wird, aber noch bin ich nicht so weit ...

    Fazit: Der "Xystec Externer SSD-Adapter 'CA-4.128' für bis zu 4 SD-/SDHC-Karten" lohnt sich m. E. für alle diejenigen, die noch ungenutzte (da "abgelegte") SD-Karten ab 4 GB aufwärts ungenutzt rumliegen haben (darunter lohnt es sich wegen des Preises nicht, funktioniert aber selbstverständlich dennoch) und die daraus für lau eine Flash-"Festplatte" zimmern wollen. Voraus gesetzt, man gewinnt den Kampf mit der Verpackung ... ;)
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  • Datenschutz-GAU

    Leute, freut euch auf einen wahren Tsunami an Werbung, der euch demnächst überfluten dürfte! Die Flaschensammelstelle in Berlin hat ... Unsere ach-so-sehr-um-unser-aller-Wohl-besorgten "Volksvertreter" haben nämlich ganz leise, still und heimlich den Datenschutz der Einwohnermeldeämter aufgehoben! Ist das nicht toll? In Zukunft kann jeder Hans und Schwanz dort persönliche Daten von Jedermann für Werbezwecke abziehen. Hach, wie mich das freut ... :> Nachzulesen hier: "Adressauskunft: Widerspruchsrecht abgeschafft". Daher an dieser Stelle wieder einmal die Frage an die Leserschaft: Was hat diese Schwarz-Gelbe-Regierungskoalition bisher für "uns hier unten" wirklich Nützliches und Sinnvolles geleistet? Verdammt, mir fällt nichts ein! Euch vielleicht?
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  • Wieder was ausprobiert ...

    Ich habe so "fotomäßig" wieder einmal rumprobiert. Und zwar hat man ja mitunter Fotos, die einerseits viel zu schade zum Wegwerfen und die aber leider andererseits auch nicht wirklich brauchbar sind, da vieeel zu klein ... Viel zu klein bedeutet in Maßen ausgedrückt so um die 150*100px - also nicht mal Briefmarken-, sondern bestenfalls Thumbnail-Größe. Damit lässt sich nicht wirklich was anfangen und wenn man so etwas bspw. zur Illustration verwenden will, dann geht gar nichts mehr. Nun bietet der Softwaremarkt ja etliche Programme zur Vergrößerung von Fotos an, doch seien wir mal ehrlich: Was weg ist, das kann auch die beste Software nicht mehr dazuinterpolieren. Oder, anders ausgedrückt: Die Ergebnisse derartiger Vergrößerungsaktionen sehen immer irgendwie beschi... bescheiden aus!

    Mir selbst ging das mit den Fotos aus einer Synästhesie-fMRI-Studie so. Die Versuchsleiter waren wirklich nette Menschen und versorgten mich mit reichlich Fotomaterial von meinen kleinen, grauen Zellen, die sich zur Abwechslung mal nicht gelangweilt in der Gegend rumlümmelten. Aber alle Bilder wiesen so die o. e. Größenordnung auf. Ich meine, für einen DIN-A5-Abzug braucht man wenigstens 1024*768px und da waren die Fotos um fast Faktor Zehn von entfernt. Wie also kann man vernünftig vergrößern?

    brain1
    Das Originalbild von 158*107px, mit IrfanView einfach nur "hochgeschraubt" - ist nichts, denn es sieht pixelig aus.

    Das einfache "Aufblasen" mit einem Bildbearbeitungsprogramm brachte jedenfalls nicht das erwünschte Ergebnis. Den zweiten Versuch musste daher echte Vergrößerungssoftware bestreiten, und zwar traten das kostenlose Smilla Image Enlarger und das kommerzielle Enlarger Pro gegeneinander an. Letztere Software lieferte zwar die besseren Resultate, aber irgendwie weckte das Ganze Assoziationen zu moderner Kunst.

    brain2
    Das Originalbild, mit Enlarger Pro achtfach vergrößert und danach skaliert - auch absolut nicht der Weisheit letzter Schluss, denn es tauchen "gemalerte" Strukturen auf.

    Ich hatte ein ähnlich gelagertes Problem ja schon einmal, mit der Ausschnittvergrößerung von dem Matterhorn-Bild meiner Schwiegereltern. Ergo versuchte ich, das Thumbnailfoto in MS Word einzufügen (Word kann Fotos wirklich großartig vergrößern!) und davon dann einen Screenshot zu machen. Das Ergebnis entsprach in etwa dem vom kommerziellen Enlarger Pro, war vielleicht sogar 'ne Idee besser - aber eben nicht ausreichend!

    Und dann war da noch so ein Gedanke ... So eine Erinnerung ... Früher, zu KB-Zeiten, da fotografierte ich vorzugsweise mit Negativfilmen. Zu Diafilmen griff ich nur ganz selten mal. Bei denen waren zwar die Farben wesentlich satter und brillianter, aber vernünftige Abzüge vom Dia waren nicht nur reine Glückssache, sondern zudem auch noch unverschämt teuer. Brauchte ich mal einen Abzug, dann benutzte ich das Projektionsverfahren. Ich projizierte das Dia auf die Mattscheibe eines abgeschalteten Fernsehers und fotografierte das ab. Ich fertigte also quasi ein Repro an. Das funktionierte ganz gut und umgekehrt ging's auch: Wollte ich ein mikroskopisch kleines Motiv formatfüllend haben, dann kam das in einen Vollglas-Diarahmen, wurde ganz groß projiziert und abgelichtet. Übertragen auf die heutige Zeit bedeutet das: Wenn ich also so ein winziges Bildchen von Thumbnailgröße mittels USB-Stick auf dem Flachbildfernseher vergleichsweise groß abbilden und das dann abfotogtrafieren kann, dann müsste das doch eigentlich auch gehen ...

    brain3
    Vom Fernseher abfotografiertes und nachbearbeitetes Thumbnail-Bild. Allerdings nur 'ne Quick-And-Dirty-Bearbeitung; da lässt sich noch sehr viel mehr rausholen!

    Gesagt, getan - bzw. ausprobiert. Und: Es funktioniert! OK, ein paar Tricks sind dabei schon erforderlich. Erstmal sollte die Aufnahme in einem abgedunkelten Raum stattfinden, damit sich nichts im TFT spiegelt. Dann braucht man für die Kamera mindetens ein Einbeinstativ, weil die Belichtungszeit doch vergleichsweise lang ausfällt. Mit der Kameraautomatik kann man bei diesem Verfahren auch nichts werden; das muss alles "von Hand" eingestellt werden. Die besten Ergebnisse konnte ich mit ISO 800, 1/50 Sek. Belichtung, Blende 6,4 und zwei Blendenstufen Unterbelichtung erreichen. Die Aufnahme muss nachfolgend noch geschnitten und entweder weichgezeichnet oder aber entpixelt (oder beides) werden. Auch gibt der TFT die Farben nicht wirklich korrekt wieder, so dass eine Nachbearbeitung hinsichtlich Sättigung und Helligkeit unvermeidbar ist. Aber es geht! Und es funktioniert m. E. besser als der Einsatz von teurer, kommerzieller Software.
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  • Nötigung der Piratenpartei

    Lügen, Druck, Unterstellung, Nervenkrieg - von Amts wegen. Mahatma Gandhi sagte mal (Zitat): "Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." Nur bedarf es bis zum Schluss im heutigen Deutschland dazu wohl bereits eines gewissen masochistisch geprägten Durchhaltevermögens. Das hat nicht jeder - vor allem dann nicht, wenn man den Betreffenden die Existenzgrundlage entzieht. So geschehen mit dem Bundesgeschäftsführer der Piraten, Johannes Ponader: "Ich gehe: Mein Rücktritt vom Amt". In meinen Augen ist das reine Nötigung einer Partei, die der herrschenden Klasse gefährlich werden könnte - und sei es nur dadurch, dass sie Wählerstimmen auf sich vereinigt. Mit Demokratie hat das ganz und gar nichts zu tun. Mit einem totalitären System hingegen sehr, sehr viel!

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  • Eigenwerbung

    So, jetzt ist es also passiert - ich bin in den eBook-Markt eingestiegen. Und zwar richtig, und zwar als Autor. Den Anfang macht dabei "Ich und Hartz-IV oder Absturz aus der Mittelschicht". Den Verkaufspreis habe ich absichtlich ziemlich niedrig angesetzt, denn ich hoffe auf eine möglichst umfassende Verbreitung des Buches. Weil: Je mehr Leute darüber Bescheid wissen, wie die hässliche Fratze von H4 hinter den scheinheilig-geschönten Medien- und Politberichten real aussieht, desto eher wird sich möglicherweise vielleicht irgendwann einmal doch etwas ändern. Vielleicht wird dann aus einem Land, in dem Postdemokratie und Korruption regieren, doch irgendwann mal wieder eine richtige Demokratie. Eine, in der es sich zu leben lohnt und in der man nicht nur zum Verarmen verdammt ohne jegliche Perspektive auf Raten krepieren kann. Bis dahin heißt es, die Hoffnung nicht aufzugeben. Ach ja, das Buch findet ihr HIER. Ist für Sony-Reader, Kindle u. v. a. m. gelayoutet worden. OHNE DRM - denn ich habe nichts gegen Kopien!

    iuh4

    hpbuttonebmon

  • Servicehölle!

    Deutschland ist keine Servicewüste. Es ist tatsächlich 'ne Servicehölle! Diese Erfahrung musste ich seit letzter Woche mal wieder schmerzlich machen. Das war so: Wir haben hier eine Telefonanlage - Siemens Gigaset C100. Eine Basisstation mit zwei Nebenstellen. OK, ist nicht gerade das Neueste. Aber es funktioniert. Man kann damit telefonieren und das reicht, denn dazu ist das Ding auch da. Bis neulich. Da sagte nämlich die Basisstation Tschüss! Sie war nicht kaputt, nein ... - bloß das Netzteil hatte den Geist aufgegeben. Kann ja bei Dauerbetrieb durchaus vorkommen.

    Ich also hin zu unserem Haus- und Hof-Amplitudenschlosser und nach einem neuem Netzteil gefragt. Fehlanzeige! Er war nicht da. Einer seiner Mitarbeiter schrieb alles ganz penibel für "den Chef" auf und kassierte auch gleich noch das defekte Netzgerät mit ein. Er meinte, dass der Ersatz wohl am nächsten Tag da sein müsste. Hmmm... jaa... Einen Tag lang telefonisch nicht erreichbar zu sein, war nicht wirklich gut, zumal ich wegen der Dreharbeiten kommende Woche mit RTL in Kontakt stehe. Aber OK, wenn's denn nicht zu ändern ist ... Ich bastelte was, damit zumindest das Hauptgerät wieder lief. Die Teile dazu entnahm ich den Nebenstellen. Funktionierte. Das war letzten Donnerstag.

    Am nächsten Tag begab ich mich voller Hoffnung - aber mit einem ausgesprochen böden Gefühl im Bauch - zum Haus- und Hof-Amplitudenschlosser um mal nachzufragen, ob denn das Ersatzgerät inzwischen - wie versprochen - eingetroffen ist. Ich meine, Netzteile habe ich genug rumliegen. Aber keine mit so mongolischen Daten, wie sie die Großbank mit angeschlossener Elektroabteilung verwendet. Ich erhielt erst einmal die Auskunft, dass besagter Haus- und Hof-Amplitudenschlosser keinen blassen Schimmer davon hatte, worum es eigentlich ging. Nach viel Sucherei und Kramerei fand er dann auch den Zettel seines Angestellten und gab zu, dass ihm das bislang vollkommen am Ar*** vorbei gegangen ist. Ja, der überlastete Handwerksmeister. Er hatte mein vollstes Verständnis. Und ich - hätte ich nicht gebastelt - kein Telefon. Das Ersatznetzteil sollte aber auf jeden Fall bis Montag da sein. Gut - nur: Warum glaubte ich ihm das nicht?

    Gestern, Motag. Ich bin wieder hingegangen, nur um zu erfahren, dass er viel zu überlastet ist, um noch Zeit dafür zu finden, sich um derartige Lappalien zu kümmern. Außerdem ist das Gigaset C100 ja auch schon ein älteres Modell und es gäbe inzwischen schon sehr fortschrittlichere Telefone und ob ich mir nicht so eine topmoderne Anlage zulegen will? Kostet inklusive Nebenstellen "NUR" knapp 300 Teuronen, ein echter Spottpreis! Zum Vergleich: Ein Netzteil kriegt man für 'nen Zehner. Was ich denn mit so einer niegelnagelneuen, hypermodernen Telefonanlage alles machen könne, fragte ich heimtückischerweise. Ja, also, telefonieren, was sonst? Das aber kann ich mit der alten Anlage auch. Und bei der ist bloß so ein popeliges Sch...-Netzteil kaputt!

    Er würde sich darum kümmern, versprach er mir hoch und heilig bei seiner Handwerkerehre. Ich hatte so meine Zweifel und bat um die Rückgabe des defekten Netzgerätes, welches er mir anstandslos aushändigte - was sollte er auch mit dem Elektroschrott anfangen? Hätte er bloß slbst entsorgen müssen ... Und am Dienstag - also heute! - wäre das Ersatzteil GARANTIERT da. Ich ging heute, boshaft wie ich manchmal sein kann, wieder hin und fragte erneut nach. Ach je, der Herr Handwerksmeister hatte immer noch keine Zeit gefunden, um sich um die Sache zu kümmern! Der Ärmste! Heute Nachmittag, nach dem Holzsägen und Holzhacken, verkroch ich mich trotz schönsten Wetters in meine Werkstatt und reparierte das Sch...-Ding selbst! Am schwierigsten war es, das verdammte Gehäuse aufzukriegen, aber danach lief alles wie von selbst. Und eins weiß ich ganz genau: Wenn ich wirklich mal ein neues Telefon brauche, dann werde ich das GANZ BESTIMMT NICHT MEHR bei diesem "Fachbetrieb" kaufen!!!

    hpbuttonebmon

  • Populismus oder Einsicht?

    Es ist schon wirklich bemerkenswert, was "Die Zeit" da heute geschrieben hat: "Niedriglohn - Gabriel räumt Fehler in Agenda 2010 ein". Da frage ich mich als im Niedriglohnsektor schuftender Minijobber, der jahrzehntelang mehr oder vergebens horrende Beiträge in die Rentenkassen zwangseinzahlen musste und der letztlich seitens der SPD (und später von CDU/CSU, FDP und Grünen) TOTAL BESCHISSEN worden ist: Meint der Möchtegern-Erzengel das jetzt ernst (ist es also Einsicht) oder ist das reiner Populismus, basierend auf nicht gerade berauschenden Umfragewerten? Ich meine, ich hatte den "volksnahen" Herrn Gabriel ja auch mal angeschrieben und warte seit über zwei Jahren immer noch vergeblich auf eine Antwort ...

    Um es kurz zu machen: Ich habe äußerst ketzerische Gedanken. Ich denke, dass die SPD jetzt Populismus unbedingt braucht, weil der demographische Wandel voll durchschlägt. Das Gros der SPD-Wähler - die demenzkranken Oldtimer - sterben so nach und nach und nach alle weg. Wer aber soll dann noch die SPD wählen, wenn nicht die Leute, die ihr Kreuzchen aus Gewohnheit und ohne Nachdenken dahin setzen, wo sie es schon immer hingesetzt haben? Das ist das Dilemma. Wäre die o. a. Äußerung KEIN Populismus und würde der Herr Gabriel es ernst meinen, dann hätte er sich längst gegen die Ursache des Niedriglohns - nämlich Hartz-IV respektive ein dadurch verursachtes Heer von Hartz-IV-Abhängigen - wenden können. Doch er befürwortet die Menschenrechtsverletzung (für die Deutschland seitens der UN gerügt worden ist - vgl. HIER).

    Immerhin aber fehlt er in der Liste der Verbrecher derjenigen, die auf der Grundlage dieser Menschenrechtsverletzung den Existenzentzug für Arbeitslose fordern. Das wiederum ist bemerkenswert. Sollte der Herr Spitzenpolitiker tatsächlich zum Umdenken bereit sein? Dann warte ich selbstverständlich gespannt auf die Taten, die den vollmundigen Worten folgen müssten. Aber wahrscheinlich werde ich auch diesbezüglich wieder vergeblich warten. Bei der Gelegenheit kommt mir gerade noch so ein äußerst ketzerischer Gedanke in den Sinn: Was wäre eigentlich, wenn Abgeordnete, die nachweislich etwas Grundgesetzwidriges befürwortet haben, aufgrund von staatsfeindlichem Verhalten unter Verlust ihrer Bezüge und Pensionen entlassen werden könnten? Ich mein' ja mal nur so als Denkanstoß ...

    hpbuttonebmon

  • Der Trick mit dem Blatt

    Mal wieder was ausprobiert, und zwar so "fotomäßig". Die besten Automatiken bei Kameras sind die, die sich komplett abschalten lassen. Bei Digiknipsen und Bridge-Kameras sucht man eine Möglichkeit zum Abschalten der Autofokus-Einreichtung aber leider vergebens. Im Supermakrobereich u. d. h. bei 2 bis 5 cm Abstand des Motivs von der Objektivvorderseite versagt der Autofokus nämlich oftmals. Das liegt weniger an der Elektronik und an der Kamera als vielmehr am Versatz zwischen Entfernungssensor und Objektivmitte. Bei mir sind das immerhin satte 7 cm und damit ein Vielfaches der Motiventfernung. Dann passiert folgendes: Man hat zwar das Motiv ganz hundertprozentig exakt genau im Sucher, aber der Entfernungsmesser stellt auf irgendwas irgendwo daneben oder sogar weit dahinter scharf. Das Bild ist unscharf-verschwommen. Im Endeffekt wird vielleicht gerade mal eine von zehn Supermakroaufnahmen was.

    So etwas empfinde ich persönlich als ziemlich unbefriedigend. Wenn also schon Plan A - das Abschalten des Autofokus - nicht geht, dann eben Plan B. Damit ist das Austricksen der nicht abschaltbaren Autofokus-Vorrichtung gemeint. Dazu bin ich auf den Trick mit dem Blatt verfallen. Der geht so: Man hält zwischen zwei Fingern ein hinreichend großes Blatt derart, dass es vor dem Entfernungssensor und mit dem Motiv in einer Ebene liegt, aber nicht mit auf's Bild kommt. Ausgelöst wird mit dem Daumen. Dabei passiert folgendes: Das Motiv steht im Sucher. Der Autofokus orientiert sich jetzt aber nicht mehr an "irgendwas", sondern an dem Blatt, welches sich in gleicher Entfernung wie das Motiv befindet. Der Erfolg sind wesentlich mehr und besser gelungene Makrofotos. OK - auch mit diesem Trick gelingt nicht jedes Bild. Aber mindestens jedes Zweite. Und das Verknoten der Finger zum Halten des Blattes bei gleichzeitigem Auslösen erfordert etwas Übung. ;)

    dertrick
    So ungefähr werden Kamera und Blatt gehalten ...

    ohneblatt
    So sieht es oftmals als "normale" Supermakroaufnahme aus - ein Foto zum Löschen, denn Supermakro ist irgendwo oftmals auch Glückssache.

    mitblatt
    So hingegen wird es bei dem Trick mit dem Blatt.

    hpbuttonebmon

  • BTO

    Heute habe ich einiges zu erledigen und keine Zeit zum Computern. Daher hier nur ein kurzer, musikalischer Gruß - Bachman Turner Overdrive (BTO): "Roll On Down The Highway". Die Typen sind im Laufe der vielen Jahre auch nicht gerade jünger geworden. Aber musikalisch immer noch um Welten besser, als so manches "Wesen", das heute die Bühnen bevölkert! Ein irgendwie zeitloser Song ... Und das alles ging noch völlig ohne Superstar-Castings! BTW: Es gäbe eine einzige Sendung mit Dieter Bohlen, die ich mir ganz sicher auch ansehen würde. Wenn der nämlich mal als Kundenbetreuer im Reklamationsbereich tätig wäre ... :>

    hpbuttonebmon

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